Heim

Hans Mathias Kepplinger

Hans Mathias Kepplinger (* 20. Mai 1943 in Mainz) ist ein deutscher Kommunikationswissenschaftler.

Inhaltsverzeichnis

Biographische Angaben

Kepplinger studierte in Mainz, München und Berlin, promovierte 1970 bei Hans Buchheim in Mainz. 1977 Habilitation für das Fach Publizistikwissenschaft, 1978 Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Seit 1982 ist Hans Mathias Kepplinger Professor für empirische Kommunikationswissenschaft am Institut für Publizistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Wissenschaftliche Leistungen

Er war ein Schüler von Elisabeth Noelle-Neumann und ist ein Wegbereiter der „Mainzer Schule“, die durch drei Merkmale gekennzeichnet ist – Konzentration auf gesellschaftliche Konflikte, kritische Distanz zu den Machtgruppen einschließlich der Medien, quantitative Forschungsansätze. Als einer der ersten Wissenschaftler hat er systematische Analysen der Medienberichterstattung über mehrere Jahre durchgeführt, um Wechselwirkungen zwischen Veränderungen in der Gesellschaft, ihrer Darstellung in den Medien und ihren Auswirkungen auf die Bevölkerung untersucht (Ölkrise, Kriegsdienstverweigerung, politisch motivierte Gewalt, Umweltschäden).Pionierarbeiten lieferte er auch zu Analyse der Wirkung technischer Darstellungsmittel des Fernsehens (Kameraperspektiven, Schnitt, Ton) sowie von nonverbalen Verhaltensweisen von Politikern im Fernsehen. In den letzten Jahren untersuchte er vor allem die Entwicklung der politischen Kommunikation in der Nachkriegszeit, die Eigengesetzlichkeit von Skandalen sowie den Einfluss des Fernsehens auf Wahlentscheidungen.

Werke (Auswahl)

Personendaten
Kepplinger, Hans Mathias
deutscher Kommunikationswissenschaftler
20. Mai 1943
Mainz