Panzerbrigade 8
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Panzerbrigade 8

Panzerbrigade 8 "Lüneburg"

Verbandsabzeichen
Aktiv 1. Jan. 1956 30. Sep. 1993
danach bis 31. Dezember 2008 nicht aktive Brigade
Land Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Teilstreitkraft Heer
letzter Sitz des Stabes Lüneburg
Münster (als nicht aktive Brigade)
Kommandeur
letzter Kommandeur BrigGen Rainer Schuwirth

Die Panzerbrigade 8 "Lüneburg" mit letztem Sitz in Lüneburg war eine Brigade des deutschen Heeres und zuletzt als aktiver Verband der 3. Panzerdivision unterstellt. Die Brigade wurde 1993 aufgelöst, fungierte jedoch später noch als nichtaktive Brigade der 1. Panzerdivision mit Stabssitz in Münster. Die Truppenteile der aktiven Brigade waren im östlichen Niedersachsen stationiert.

Inhaltsverzeichnis

Verbandsabzeichen

Das Verbandsabzeichen der Brigade zeigte zwei gekreuzte weiße Pferdeköpfe auf rotem Grund. Das Pferd ist das Sachsenross und ist in dieser gekreuzten Darstellung dem verzierten Giebelschmuck des niederdeutsche Hallenhauses (Niedersachsenhaus) entlehnt. Der rote Grund des Wappens folgte der Darstellung des niedersächsischen Wappens. Das Wappen zeigte die Verbundenheit mit den Stationierungsorten im Raum Niedersachsen. Bis auf die Umrandung gleichten sich alle Wappen der Brigade der 3. Division sowie auch das Divisionsverbandsabzeichen. Einzige Ausnahme war die Panzerlehrbrigade 9, die eine gänzliche abweichende heraldische Darstellung aufwies. Das Wappen der Panzergrenadierbrigade 7 war wie alle "zweiten" Brigade einer Division von einer roten Kordel eingefasst.

Geschichte

1956 die Brigade als Kampfgruppe A 3 in Hamburg aufgestellt und der 3. Panzerdivision (Buxtehude) unterstellt. In der Heeresstruktur 2 (ab 1959) wurde die Kampfgruppe in Panzerbrigade 8 umbenannt und der Stab verlegte nach Lüneburg. 1959 bestand die Brigade aus: Stabskompanie, Panzerpionierkompanie 80 (Aufstellung 1959 aus Teilen des Pionierbataillons 3), Panzeraufklärungskompanie 80, Flugabwehrbatterie 80 (später Umgliederung in 3./Flugabwehrbataillon 3 und Unterstellungswechsel zum Flugabwehrregiment 3 1966), Panzergrenadierbataillon 82 (Aufstellung 1958), Panzerbataillon 83 (Aufstellung 1958), Panzerbataillon 84 (Aufstellung 1959), Panzerartilleriebataillon 85 (Aufstellung 1959 aus Teilen der Panzerartilleriebataillone 215 und 335) und Versorgungsbataillon 86 (Aufstellung 1959). 1967 wurde die Panzerjägerkompanie Rak 80 aufgestellt. 1972 wurde aus dem aufgelösten Versorgungsbataillons 86 die Instandsetzungskompanie 80 und Nachschubkompanie 80 aufgestellt. Von 1973 bis 1979 führte die Brigade einen unabhängigen Panzerspähzug 80. 1980 gliederte sich die Brigade in: eine Stabskompanie, die Instandsetzungskompanie 80, die Nachschubkompanie 80, die Panzerjägerkompanie 80, die Panzerpionierkompanie 80, das Panzerbataillon 81 (Aufstellung 1980 als gemischtes Kampftruppenbataillon), das Panzerbataillon 83, das Panzerbataillon 84, das Panzergrenadierbataillon 82, das Panzerartilleriebataillon 85, das Feldersatzbataillon 34. 1988 erhielt die Brigade den Beinamen „Lüneburg“. 1992 wurden die Panzerbataillone 81, Panzergrenadierbataillon 82 und das Panzerbataillon 83 außer Dienst gestellt und gleichzeitig ist das Panzerbataillon 83 in ein nichtaktives (gekadertes) Bataillon umgegliedert und sein Kader in das Panzerbataillon 84 integriert worden. Als die 3. Panzerdivision 1993 außer Dienst gestellt wurde, wurde auch die Panzerbrigade 8 aufgelöst. Teile der Brigade wurden der Panzergrenadierbrigade 7 unterstellt. Die Instandsetzungskompanie 80 sowie die Nachschubkompanie 80 wurden vor Auflösung der Brigade 1993 dem Instandsetzungsbataillon 6 unterstellt. Noch im August 1993 –kurz vor Deaktivierung – waren Teile der Brigade an der Operation UNO SOM II in Somalia beteiligt. Die Panzerbrigade 8 wurde außerdem - obwohl außer Dienst gestellt - im „Heer der Zukunft“ 2003 noch als nichtaktiver Verband der 1. Panzerdivision geführt und wird am 31. Dezember 2008 mit Sitz in Munster(Schulz/Lutz-Kaserne) mit der Bezeichnung PzBrig 8 (n.a.) endgültig außer Dienst gestellt.

Kommandeure

Folgende Offiziere kommandierten die Brigade bis zu ihrer Deaktivierung (Dienstgrad bei Kommandoübernahme):

Nr. Name Beginn der Berufung Ende der Berufung
14 Oberst Schuwirth, Rainer 10. September 1991 30. September 1993
13 Oberst Rüdiger Drews 17. März 1990 9. September 1991
12 Oberst Michae Scotti 22. März 1986 16. März 1990
11 Oberst Freiherr Dr. Günter Steinaecker 16. September 1984 21. März 1986
10 Brig.Gen. Karl-Heinz Prange 26. September 1979 15. September 1984
9 Oberst Harald Schulz 21. März 1978 25. September 1979
8 Brig.Gen. Joachim Graf von Schwerin 26. Januar 1974 20. März 1978
7 Brig.Gen. Johann Condné 1. Juli 1971 25. Januar 1974
6 Brig.Gen. Heinz-Otto Fabian 1. April 1968 30. Juni 1971
5 Brig.Gen. Horst Hildebrandt 1. Oktober 1966 31. März 1968
4 Oberst Karl Deichen 21. September 1964 30. September 1966
3 Brig.Gen. Walter Carganico 9. Juli 1962 20. September 1964
2 Oberst Adolf von Salviati 16. April 1958 8. Juli 1962
1 Oberst Ernst Philipp 1956 15. April 1958