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Ordensschwester

Eine Ordensschwester oder Ordensfrau ist Mitglied einer weiblichen Ordensgemeinschaft. Eine Ordensschwester weiht ihr Leben Gott und dem Dienst an den Menschen. Sie ist durch Gelübde an Gott, die Kirche und ihre Gemeinschaft gebunden und ihrer Oberin (bspw. einer Äbtissin oder Priorin) unterstellt.

Ordensschwestern werden oft auch Nonnen genannt. Eigentlich bezeichnet der Begriff Nonne jedoch nur die in Klausur lebenden, weiblichen Angehörigen eines monastischen Ordens. Die männliche Entsprechung der Nonne ist der Mönch.

Bestimmt wird die Lebensform aller Ordensleute, Frauen ebenso wie Männer, durch die Evangelischen Räte (will sagen: Ratschläge des Evangeliums), die sie mit ihren Gelübden versprechen einzuhalten:

Ein wichtiges Wesenselement des Ordenslebens ist darüber hinaus das Leben in Gemeinschaft, etwa in Klöstern, Konventen, Fraternitäten oder anderen Kommunitäten.

Ordensschwestern oder Nonnen gibt es in praktisch allen vorreformatorischen christlichen Kirchen. Nicht zu den Ordensschwestern gezählt werden die ohne Ordensgelübde auf Beginenhöfen lebenden Beginen und die evangelischen Diakonissen. Auch die Mitglieder katholischer Säkularinstitute werden in der Regel nicht als Ordensfrauen oder -männer bezeichnet, obwohl auch sie häufig Gelübde ablegen.

Ordensschwestern gehören in denjenigen Kirchen, die das Weihesakrament kennen und keine Frauenordination zulassen, grundsätzlich nicht zum Klerus. In den katholischen Ostkirchen und in der Orthodoxie gelten sie vielmehr (zusammen mit ungeweihten männlichen Religiosen, Eremiten, gottgeweihten Jungfrauen und Witwen) als eigener geistlicher Stand, der weder dem Klerus noch den Laien zuzurechnen ist. In der lateinischen Kirche gelten Ordensfrauen heute immer als Laiinnen.

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