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DSM/ICD

Als DSM/ICD bezeichnet man zwei Klassifikationssysteme für psychische Krankheiten. Sie stehen für den Versuch die vielen verschiedenen Systeme der Vergangenheit abzulösen.

  1. DSM stammt von der American Psychiatric Association (Amerikanischen psychiatrischen Vereinigung, APA) und ist ein Klassifikationssystem für psychische Störungen und Verhaltensauffälligkeiten; die Abkürzung steht für Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (Diagnostisches und Statistisches Handbuch Psychischer Störungen), siehe DSM-IV;
  2. ICD stammt von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) und ist ein Klassifikationssystem für alle Krankheiten, äußere Ursachen von Krankheiten und Todesfällen, und Umständen die den Gesundheitszustand beeinflussen oder zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen; die Abkürzung steht für International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems (Internationale Klassifikation von Krankheiten und damit verbundener Gesundheitsprobleme), siehe ICD.

Das aktuell gültige DSM-IV vergibt keine eigenen Nummern als Klassifikation, sondern eine von der APA ausgewählte Teilmenge jener Nummern, welche im 1979-1997 gültigen ICD-9 zur Klassifikation psychiatrischer Krankheiten vorgesehen waren. Die ICD-10 hat ein neues Nummern- und Buchstaben-System eingeführt, was den Vergleich erschwert.