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Carl Krauch

Carl Krauch (* 7. April 1887 in Darmstadt; † 3. Februar 1968 in Bühl) war ein deutscher Chemiker, Großindustrieller, Funktionär des NS-Regimes und verurteilter Kriegsverbrecher.

Als Sohn eines Chemikers studierte er Chemie. Mit der Bildung der I.G. Farben 1925 wurde er dort Vorstandsmitglied. Dieses Amt hatte er bis 1940 inne, als er als Nachfolger von Carl Bosch Aufsichtsratsvorsitzender der I.G. Farben wurde.

Er war von 1936 bis 1938 Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung des Amtes für deutsche Roh- und Werkstoffe. Ab 1939 war er Präsident des Reichamtes für Wirtschaftsausbau im Vierjahresplan und bereits seit 1938 Generalbevollmächtigter für Sonderfragen der chemischen Erzeugung im Vierjahresplan. In diesen Positionen arbeitete er maßgeblich den Schnellplan aus, mit dem Deutschland für den Herbst 1939 kriegsbereit gemacht wurde.

Seit 1939 war er Mitglied des Präsidiums des Reichsforschungsrates und Mitglied des Aufsichtsrates der Kontinentale Öl AG.

Im I.G.-Farben-Prozess wurde er zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Er wurde vorzeitig entlassen und wurde anschließend Aufsichtsratsmitglied der I.G.-Nachfolgegesellschaft Chemische Werke Hüls AG.

Sein Sohn Carl Heinrich Krauch übernahm später die Leitung der Hüls AG.

Siehe auch

Personendaten
Krauch, Carl
deutscher Chemiker, Großindustrieller, Funktionär des NS-Regimes und verurteilter Kriegsverbrecher
7. April 1887
Darmstadt
3. Februar 1968
Bühl