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Wellmann-Lord-Verfahren

Das Wellmann-Lord-Verfahren ist ein regeneratives Verfahren zur Rauchgasentschwefelung. Neben den Kalkwaschverfahren hat dieses Verfahren einige Bedeutung insbesondere an Raffineriestandorten behalten.

Die Rauchgase werden bei diesem Verfahren in einem Abgaswäscher durch eine Waschflüssigkeit aus Natriumsulfitlösung (Na2SO3) geleitet. Dort reagiert das Schwefeldioxid aus dem Rauchgas mit dem Natriumsulfit zu Natriumhydrogensulfit.

Die Waschlauge wird im Regenerator durch Erwärmung vom Schwefeldioxid befreit. Die zurückbleibende Natriumsulfitlösung wird anschließend wieder in den Wäscher (Absorber) zurückgeführt (Kreislaufverfahren).

Aus dem konzentrierten Schwefeldioxidgas kann reiner Schwefel gewonnen werden. Hierbei wird 2/3 des SO2 mit Synthesegas (hergestellt durch partielle Oxidation von Erdgas) in einem Hydrierreaktor zu H2S reduziert. Das H2S wird mit dem restlichen SO2 zusammengeführt und anschließend in 3 katalytischen Stufen (siehe Claus-Prozess) zu Schwefel umgesetzt[1]. Dies Verfahren ist in solchen Betrieben sinnvoll, die kein (bzw. zuwenig) H2S aus anderen Quellen zur Verfügung haben (reine Kraftwerke). Raffinerien haben genügend H2S aus den Hydrodesulfurierungs-Anlagen. Der teure Reduktionsschritt kann hier entfallen.

Quellenangaben

  1. "Worley Parsons"