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Manuel Scorza

Manuel Scorza (* 7. September 1928 in Lima; † 27. November 1983 in Madrid) war ein peruanischer Schriftsteller.

Nachdem er die Colegio Militar Leoncio Prado besucht hatte, studierte er ab 1945 an der Universidad Nacional Mayor de San Marcos in Lima. Daraufhin widmete er sich politischem Aktivismus; er nahm etwa an Guerilla-Kämpfen[1] in Chile teil, wo er 1949 verhaftet und ausgewiesen wurde. Im selben Jahr trat er einer Widerstandgruppe gegen die Militärdiktatur Manuel Odrías bei.[2]

1955 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtsband Las Imprecaciones. Weitere folgten, ehe er 1970 mit Trommelwirbel für Rancas seinen ersten Roman vorlegte. Wie seine vier folgenden Romanen, mit denen er einen Zyklus umfasst[3], wurde dieser im politischen Exil in Frankreich verfasst und behandelt das Leben indigener Völker. Ab 1977 war er in Paris Professor für lateinamerikanische Literatur.

1983 kam er bei einem Flugzeugunglück am Flughafen Madrid-Barajas ums Leben. Bei diesem Unfall starben auch die Autoren Jorge Ibargüengoitia, Marta Traba und Ángel Rama.

Werke

Einzelnachweise

  1. http://www.marcelfrank.de/lima/literatur/hisplit.htm
  2. http://www.britannica.com/eb/article-9066339/Manuel-Scorza
  3. Klaus-Dieter Ertler: Kleine Geschichte des lateinamerikanischen Romans. Narr, 2002, ISBN 3823349910, S. 211.
Personendaten
Scorza, Manuel
peruanischer Schriftsteller
7. September 1928
Lima
27. November 1983
Madrid