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Chronograph

Dieser Artikel erläutert den Chronographen als Zeitmesser. Für das gleichnamige Werk des Furius Dionysius Filocaltus siehe Chronograph von 354.

Ein Chronograph bzw. -graf ist wörtlich ein Zeitschreiber. Der Begriff wird allerdings für Uhren mit Stoppfunktion genutzt, seltener auch für die Stoppuhr.

Als Chronograf werden auch Instrumente und spezielle Schreiber zur grafischen oder digitalen Registrierung der Sterndurchgänge bei der astro-geodätischen Zeitbestimmung bezeichnet. Man unterscheidet je nach technischem Prinzip Band- und Druckchronografen.

Inhaltsverzeichnis

Historische Entwicklung

Das Zifferblatt drehte sich und ein Schreiber, der darauf auf saß, schrieb die gemessenen Zeiten als kleinere oder größere Striche auf.
Ebenso erfand Winnerl einen Chronographen mit zwei übereinander liegenden Sekundenzeigern, die nacheinander gestoppt werden konnten und die gemessene Zeitspanne musste als Differenz errechnet werden. Dazu müssen in der Uhr zwei separate, jedoch miteinander gekoppelte, Stoppmechanismen vorhanden sein. Dieser Doppelzeigermechanismus wird auch „Nachspringende Sekunde“ genannt.
Mit Hilfe seines Mitarbeiters Henri Féréol Piguet baute er schließlich die erste als Chronograph voll taugliche Taschenuhr, die er 1862 der Weltöffentlichkeit vorstellte.

Sonderformen

Eine Sonderbauform ist die Rattrapante (siehe Schleppzeiger), bei der ein mitlaufender Sekundenzeiger auf Knopfdruck angehalten werden kann, um eine Zwischenzeit zu nehmen. Nach dem Loslassen des Knopfes schnellt der Schleppzeiger wieder zur Normalanzeige zurück und kann dann erneut eine Zwischenzeit anzeigen.

Weniger aufwändig ist eine fliegende Sekunde, auch Flyback genannt. Normale Chronographen müssen für eine neue Messung angehalten, auf Null gestellt und wieder gestartet werden. Bei einem Flyback-Chronographen ist die Nullstellung "im Flug" ohne vorheriges Stoppen möglich.

Patente und Gebrauchsmuster

Die folgenden Patente sind beim Deutschen Patent- und Markenamt recherchierbar: