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Eliyahu Rips

Eliyahu Rips ist ein israelischer Professor der Mathematik. Bekannt ist Rips durch seine Arbeiten in der Gruppentheorie sowie durch den kontroversen Bibelcode, den er zusammen mit Doron Witztum verwirklichte.

Werdegang

Rips wuchs in Lettland in der damaligen Sowjetunion auf. Als erster Schüler Lettlands nahm er an der Internationalen Mathematik-Olympiade (IMO) teil.

1968 wurde Rips kurz nach Abschluss seines Studiums an der Universität Lettland verhaftet, weil er gegen die Invasion der Tschechoslowakei protestierte. Zwei Jahre verbrachte Rips als politischer Gefangener. Hier revolutionierte er die Gruppentheorie der Legende nach auf Toilettenpapier, da ihm kein richtiges Papier zugebilligt wurde. Nach Intervention westlicher Mathematiker – die durch eine internationale Kampagne der Mathematischen Gesellschaft Druck auf die Regierung der Sowjetunion ausübten – wurde Rips 1971 schließlich freigelassen und wanderte nach Israel aus, wo er bis heute an der Hebräischen Universität Jerusalem unterrichtet.

Neben Professuren an den Universitäten von Chicago und Berkeley erhielt der promovierte Mathematiker außerdem den Erdős-Preis durch die Israelische Mathematische Gesellschaft im Jahr 1979.

1994 erschien ein Artikel im Magazin Statistical Science, in dem Rips zusammen mit Doron Witztum und Yoav Rosenberg über die Entdeckung angeblich codierter Nachrichten in der Thora (die hebräische Fassung der fünf Bücher Mose) berichtete. Durch das Buch Der Bibelcode des Journalisten Michael Drosnin, von dem sich Rips, Witztum und Rosenberg distanzieren, wurde die strittige Entdeckung weltbekannt.

Nach Meinung anderer renommierter Statistiker sind die Ergebnisse des Bibelcodes nicht statistisch signifikant.

Personendaten
Rips, Eliyahu
israelischer Mathematiker