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Dreieck (Sternbild)

Daten des Sternbildes Dreieck
Deutscher Name Dreieck
Lateinischer Name Triangulum
Lateinischer Genitiv Trianguli
Lateinische Abkürzung Tri
Lage nördlicher Himmel
Rektaszension 1h 31m bis 2h 51m
Deklination +37° 20' bis +25° 35'
Fläche 132 Quadratgrad
Rang 78
Sichtbar auf Breitengraden 90° Nord bis 50° Süd
Beobachtungszeitraum
für Mitteleuropa
Herbst
Anzahl der Sterne mit
Größe < 3m
1
Hellster Stern,
Größe
β Trianguli,
3,00m
Meteorströme
Nachbarsternbilder
(von Norden im
Uhrzeigersinn)
Andromeda
Fische
Widder
Perseus
Karte des Sternbildes Dreieck

Das Sternbild Dreieck (lateinisch Triangulum) ist ein Sternbild des nördlichen Fixsternhimmels.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Das Dreieck ist ein unscheinbares Sternbild, das sich aus drei Sternen zusammensetzt. Nur einer erreicht die 3. Größenklasse.

Das Dreieck liegt zwischen der Andromeda und dem Widder (Aries).

Auf der Südhalbkugel findet man ein Gegenstück des Dreiecks – das Südliche Dreieck (Triangulum Australis).

Geschichte

Das Dreieck gehört zu den klassischen 48 Sternbildern der Antike, die von Ptolemäus beschrieben wurden. Bei den Griechen hieß es Trigonon oder Deltoton oder Delta. Die Griechen sahen auch das Nildelta in diesem Sternbild, woraus sich der Name Geschenk des Flusses ableitet. Das Dreieck stand zudem auch für Sizilien, dass wegen seiner Form auch "Trinacia" hieß. Sizilien war Demeter geweiht und Persephone wurde von hier aus in den Hades entführt.

Aus weiteren lichtschwachen Sternen in der Umgebung des Dreiecks kreierte der Danziger Astronom Johannes Hevelius das Sternbild „Triangulum Minor“ (Kleines Dreieck), das sich allerdings nicht durchsetzte.

Himmelsobjekte

Sterne

B F Namen o. andere Bezeichnungen m Lj Spektralklasse
β 4 3,00 124 A5 III
α 222 Elmuthalleth, Metallah, Mothallah, Caput Trianguli 3,42 64 F6 IV
γ 9 4,03 118 A1 Vnn
δ 8 4,84 35 G0 V
ι 6 4,94m 305 F4 V
14 5,15 392 K5 III
7 5,25 293 A0 V
10 5,29 350 A2 V
12 5,29 155 F0 III
R 5,3 bis 12,6 1300 M4 IIIe-M8e / A5
15 5,38 204 M3 III
ε 3 5,50 370 A2 V
13 5,89
5 6,24 480

β Trianguli, der hellste Stern im Dreieck, ist ein 124 Lichtjahre entfernter Doppelstern . Der Hauptstern besitzt den vierfachen Durchmesser und die 70fache Masse unserer Sonne. Der Begleitstern besitzt etwa die Größe unserer Sonne. Beide Sterne besitzen einen Abstand von 0,3 AU und umkreisen einander in nur 31,8 Tagen. Aufgrund des geringen Winkelabstandes können sie nicht im Teleskop beobachtet werden.

α Trianguli, der Zweithellste, ist ein 64 Lichtjahre entfernter, weißlich leuchtender Stern. Es handelt sich ebenfalls um ein enges Doppelstern, das im Teleskop nicht beobachtet werden kann. Der Hauptstern besitzt die 1,5fache Masse und die 13fache Leuchtkraft unserer Sonne. Der Abstand der Sterne beträgt nur 0,04 AU, sie umkreisen einander in 1,74 Tagen
Der Name Elmuthalleth ist arabischen Ursprungs und bedeutet „Dreieck“. Der lateinische Name „Caput Trianguli“ bedeutet „Spitze des Dreiecks“.

γ Trianguli ist ein 118 Lichtjahre entfernter bläulich-weißer Stern mit zweifachem Sonnendurchmesser. Der Stern rotiert in nur 12 Stunden um die eigene Achse.

Beobachtbare Doppelsterne

System m Abstand
ι 5,2 / 7,0 3,6"
15 5,4 / 6,8 143"

ιTrianguli (in neueren Sternkatalogen meist nur als 6 Tri bezeichnet) ist ein Doppelsternsystem in 305 Lichtjahren Entfernung. Die beiden gelb und weißlich leuchtenden Sterne können bereits mit einem kleinen Teleskop beobachtet werden.

15 Trianguli ist ein 150 Lichtjahre entferntes Doppelsternsystem. Der Hauptstern ist ein tiefroter Riesenstern der seltenen Spektralklasse M4. Sein Begleiter ist ein weißlicher Stern der Spektralklasse A5. Die beiden Sterne stehen mit einem Abstand von 143 Bogensekunden sehr weit auseinander und können schon mit einem kleinen Teleskop getrennt werden.

Veränderliche Sterne

Objekt m Periode Typ
R 5,3 bis 12,6 266,9 Tage Mira-Stern

R Trianguli ist ein 1300 Lichtjahre entfernter veränderlicher Stern vom Typ Mira, der seine Helligkeit während eines Zeitraumes von 266,9 Tagen stark verändert. Während des Helligkeitsmaximums kann er mit bloßem Auge gesehen werden, im Minimum benötigt man ein mittleres Teleskop.

Messier- und NGC-Objekte

Messier (M) NGC sonstige m Typ Name
33 598 11 Galaxie Dreiecksnebel, Triangulum-Galaxie
604 Emissionsnebel
672 Galaxie
925 Galaxie
IC 1727 Galaxie
3C 48 Quasar

Im Dreieck befindet sich der Dreiecksnebel (M33), mit einer Entfernung von 2,3 Millionen Lichtjahren nach dem Andromedanebel die zweitnächste große Galaxie. Der Dreiecksnebel, der Andromedanebel und unsere Milchstraße bilden mit einer Reihe von kleineren Begleitgalaxie die Lokale Gruppe. Der 1764 von Charles Messier entdeckte Dreiecksnebel ist aufgrund seiner geringen Flächenhelligkeit nur schwer zu beobachten. In einer mondlosen Nacht, abseits von künstlichen Lichtquellen ist er allerdings schon im Prismenfernglas als nebliges Fleckchen zu erkennen. In größeren Teleskopen werden Spiralarme sichtbar.

Siehe auch