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19. Waffen-Grenadier-Division der SS (lettische Nr. 2)

Die 19. Waffen-Grenadier-Division der SS (lettische Nr. 2) war eine Kampftruppe der Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg. Ein großer Teil der Truppen und Offiziere bestand aus lettischen Freiwilligen und zum Wehrdienst eingezogenen Letten.

Die Division wurde im Rahmen des deutschen Heeres an der Ostfront eingesetzt.

Inhaltsverzeichnis

2. SS-Infanterie-Brigade

Der Stab 2. SS-Infanterie-Brigade führte ab 1942 verschiedene bei der Heeresgruppe Nord eingesetzte nord- und westeuropäische Freiwilligen-Verbände der Waffen-SS. 1942 wurden auch drei bereits bestehende Bataillone des lettischen Ordnungsdienstes eingegliedert. 1943 wurde die Brigade mit weiteren lettischen Einheiten verstärkt und als "Lettische Freiwilligen Brigade" bezeichnet.

Einsätze der Brigade erfolgten im Rahmen der deutschen 18. Armee südlich Leningrad, in der Wolchow-Schlacht, bei Oranienbaum und bei den Rückzugskämpfen in Richtung Pleskau/Ostrow.

Aufstellung

Ab Januar 1944 wurde die genannte Brigade zur „19. Waffen-Grenadier-Division der SS (lettische Nr. 2)“ umgegliedert. Die Division bestand aus drei Regimentern Infanterie, einem Artillerieregiment und zusätzlichen Divisionseinheiten. Offiziere und Mannschaften bis zu den Regimentskomandeuren waren zum Großteil Letten.

Einsätze

Von März bis Juli 1944 führte die Division verlustreiche Abwehrkämpfe südlich Pleskau. Hier war sie zeitweise neben ihrer Schwesterdivision, der 15. Waffen-Grenadier-Division der SS (lettische Nr. 1) eingesetzt. Die beiden Divisionen hatten so große Verluste, dass Reste der 15. in die 19. eingegliedert wurden.

Bis Oktober 1944 folgten weitere Rückzugskämpfe durch den östlichen Teil Lettlands, bis die Division mit in der Kurland-Tasche eingeschlossen wurde. Hier folgten Einsätze in allen 5 Kurlandschlachten. Nach der Kapitulation im Mai 1945 geriet der Großteil ihrer Soldaten in sowjetische Gefangenschaft, andere kämpften als Waldbrüder-Partisanen weiter.

Kommandeure

Gefangenschaft

Da die lettischen Soldaten als sowjetische Staatsbürger betrachtet wurden, hatten sie nicht den Status als Kriegsgefangene. In sogenannten Filtrationslagern wurden die Leute verhört und zu Todes- oder Freiheitsstrafen verurteilt. Viele Angehörige der Division konnten jedoch nach dem Krieg in ihre Heimat zurückkehren.

Siehe auch

Okkupationsmuseum in Riga

Literatur