Hofpfalzgraf
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Hofpfalzgraf

Der Hofpfalzgraf Palatin, Comes palatinus caesareus ist eine durch Karl IV. geschaffene Würde, die an die alte Stellung des Pfalzgrafen im Hofgericht anknüpfte.

Die Hofpfalzgrafen hatten die Vollmacht (comitiva), in gewissen Fällen der freiwilligen Gerichtsbarkeit und für gewisse königliche Gnadenakte, wie z.B. Verleihung von Adelsbriefen, akademischen Würden, Ernennung von Notaren und Legitimation unehelicher Kinder sowie Dichterkrönungen vorzunehmen.

Die Hofpfalzgrafen wurden vom Kaiser für die einzelnen Territorien ernannt, manchmal wurde aber auch den Landesherren selbst diese Würde mit comitiva major erteilt, d.h. mit der Befugnis, diese Akte auf eigene Veranlassung vorzunehmen.

Allmählich verlor das Hofpfalzgrafenamt seine Bedeutung und erlosch mit der Auflösung des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation 1806.

Literatur