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Willi Boskovsky

Willi Boskovsky (* 16. Juni 1909 in Wien; † 21. April 1991 in Visp, Schweiz) war ein österreichischer Geiger und Dirigent.

Boskovsky erhielt seinen ersten Geigenunterricht im Alter von 5 Jahren durch seine Mutter. Ausgebildet an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien, war er von 1936-1979 Konzertmeister der Wiener Philharmoniker und der Wiener Staatsoper.

Er genoss große internationale Popularität, die er vor allem als Dirigent der Silvester- und Neujahrskonzerte der Wiener Philharmoniker fünfundzwanzig mal, von 1955 bis 1979, erlangte. Boskovsky dirigierte diese Konzerte, wie Johann Strauß mit der Geige in der Hand. Seit 1959 werden die Neujahrskonzerte via Eurovision in alle Erdteile übertragen. Dem Orchester verhalf er damit zu weltweiter Popularität.

Daneben leitete er mehrere Ensembles, so etwa war er Primgeiger des „Boskovsky-Quartetts“, welches sich durch Kontrabass und Bläser verstärkt das „Wiener Oktett“ nannte und aus Stimmführern der Wiener Philharmonikern bestand. Es nahm mehrfach vorbildlich-idiomatisch das Schubert’sche Oktett auf Schallplatte auf. Als Solist trat er unter den Dirigenten Bruno Walter, unter Wilhelm Furtwängler und Hans Knappertsbusch auf. Er unternahm Konzerttourneen durch ganz Europa.

Boskovsky war mit der Burgschauspielerin Elisabeth Höbarth verheiratet. Bestattet ist er in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof (Tor 2, Gruppe 33 G, Nummer 78).

Personendaten
Boskovsky, Willi
österreichischer Violinist und Dirigent
16. Juni 1909
Wien
21. April 1991
Visp, Schweiz