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Walther Killy

Walther Killy (* 26. August 1917 in Bonn; † 28. Dezember 1995 in Kampen (Sylt)) war ein deutscher Literaturwissenschaftler.

Bekannt wurde er durch die Herausgabe von Standardwerken wie dem Literaturlexikon oder der Deutschen Biographischen Enzyklopädie.

Leben

Nach Wehrdienst und Kriegsgefangenschaft in Colorado/USA studierte Killy zunächst Medizin, dann Germanistik, Philosophie und Geschichte. Er promovierte 1947 in Tübingen mit einer Arbeit über Bild und Mythe in Hölderlins Gedichten und habilitierte sich 1951 an der FU Berlin mit einem Textkritischen Apparat zu Hölderlins Hyperion.

Ab 1955 war er Professor für Germanistik in Berlin, ab 1961 in Göttingen, wo er auch Rektor war, und ab 1971 in Bern. 1969 nahm er eine Gastprofessur an der University of California in Santa Cruz und an der Harvard University in Cambridge/Massachusetts wahr. Von 1978 bis 1985 war er Direktor des Forschungsprogramms der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel. Killy war Vorsitzender des Gründungsausschusses der Universität Bremen.

Killy war Herausgeber vieler Kompendien und Anthologien und Initiator und Organisator von Lexika (u. a. Bertelsmanns Literaturlexikon, bekannt als "Der Killy"). Er war Mitarbeiter der Stuttgarter Hölderlin-Ausgabe (herausgegeben von Friedrich Beißner) und Mitherausgeber der Werke von Georg Trakl.

Werke

Monographien

Herausgeberschaft

Auszeichnungen


Personendaten
Killy, Walther
deutscher Germanist, Literaturwissenschaftler
26. August 1917
Bonn
28. Dezember 1995
Kampen (Sylt)