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Oberstabsfeldwebel

Der Oberstabsfeldwebel (Abk.: OStFw; in Listen OSF) bezeichnet in Deutschland einen Soldaten im höchsten Feldwebeldienstgrad bei der Bundeswehr.

Bei der Deutschen Marine heißt dieser Dienstgrad Oberstabsbootsmann.

OStFw versehen in der Regel ihren Dienst in höheren Stäben und Ämtern. In der Truppe werden sie in herausgehobenen Dienststellungen eingesetzt: In der Kampftruppe dienen sie als Kompaniefeldwebel der Stabs- und Versorgungskompanie oder als S3-Feldwebel, sowie in Spezialverwendungen. In der Kampf- und Führungsunterstützungstruppe kommen sie auch als Zugführer zum Einsatz.

Soldaten in diesem Dienstgrad können innerhalb der durch die Vorgesetztenverordnung (VorgV) gesetzten Grenzen Mannschaften und Unteroffizieren ohne Portepee Befehle erteilen. Seine Besoldungsstufe entspricht A9mA (mit Amtszulage).

Eine Beförderung in den Dienstgrad Oberstabsfeldwebel ist gemäß § 18 Abs. 2 Soldatenlaufbahnverordnung frühestens nach einer „Stehzeit“ von 16 Jahren seit Ernennung zum Feldwebel möglich. Außerdem muss die Beförderung zum Hauptfeldwebel mindestens sechs Jahre zurückliegen. Das Bundesverteidigungsministerium fordert jedoch in der Zentralen Dienstvorschrift 20/7 eine Mindestdienstzeit von 19 Jahren bzw. 17 Jahre für fliegendes Personal, Angehörige des Kommandos Spezialkräfte sowie bei Kampfschwimmern. [1]

Der Dienstgrad Oberstabsfeldwebel wurde 1955 mit Gründung der Bundeswehr neu eingeführt. Er ist nicht zu verwechseln mit dem Stabsoberfeldwebel, der in der Kriegsmarine der deutschen Wehrmacht von 1939 bis 1945 der höchste Feldwebeldienstgrad war.

Referenzen

  1. Arbeitgeber Bundeswehr. Allgemeine Informationen für den freiwilligen Dienst in den Streitkräften