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Auhagen

Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Auhagen. Für den gleichnamigen Hersteller von Modellbahnartikeln siehe: Auhagen GmbH, für den Literaturwissenschaftler siehe Friedrich Auhagen
Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 52° 24′ N, 9° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Schaumburg
Samtgemeinde: Sachsenhagen
Höhe: 48 m ü. NN
Fläche: 12,36 km²
Einwohner: 1330 (30. Juni 2007)
Bevölkerungsdichte: 108 Einwohner je km²
Postleitzahl: 31553
Vorwahlen: 05725 (Auhagen) 05033 (Düdinghausen)
Kfz-Kennzeichen: SHG
Gemeindeschlüssel: 03 2 57 004
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Auf dem Rähden 23a
31553 Auhagen
Bürgermeister: Kurt Blume (SPD)

Auhagen ist ein Dorf im Landkreis Schaumburg in Niedersachsen und als Kommune Teil der Samtgemeinde Sachsenhagen. Die Gemeinde Auhagen besteht aus den Ortsteilen Auhagen und Düdinghausen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die kleine Siedlung an der Sachsenhäger Aue, östlich von Sachsenhagen, entstand bereits im 12. Jahrhundert im damaligen Dühlwald unter der Herrschaft der Herzöge von Sachsen-Lauenburg. 1297 übernahmen die Schaumburger Grafen Sachsenhagen und Auhagen als Pfand für eine nicht gezahlte Mitgift.

Auhagen gilt noch heute als Musterdorf für die im Mittelalter häufig angelegten Hagenhufen-Siedlungen. Die Straße Vor den Toren verläuft parallel zur Aue. Zwischen Straße und Aue liegt eine Reihe alter Bauernhäuser mit ihren rückwärtigen, hufeisenförmigen und eingehägten Gärten und der Aue als Wasserlieferant. Auf der gegenüberliegenden unbebauten Straßenseite lagen und liegen die zu den Höfen gehörenden Ackerflächen. Die Hägerbauern genossen Sonderrechte und galten als freie Bürger.

Seit der Teilung der Grafschaft Schaumburg im Jahr 1647 ist die Geschichte Auhagens sehr eng mit der Sachsenhagens verbunden. Von dem Brand, der 1619 Sachsenhagen vernichtete, blieb Auhagen verschont. Im Dreissigjährigen Krieg verlor Auhagen seine evang. Kapelle und vor zur Pfarrei Bergkirchen eingemeindet. Seit 1990 gehört Auhagen zur evang. Kirchengemeinde Sachsenhagen.

Die Landstraßen-Kreuzung zwischen Auhagen und Hagenburg wird noch heute "Dreiländereck" genannt, eine Anspielung auf die ehemaligen Grenzen der Grafschaft Schaumburgzu Hessen-Kassel gehörend, dem Fürstentum und späteren Land Schaumburg-Lippe sowie dem Königreich Hannover. Südöstlich der Kreuzung vereinigen sich Sachsenhäger Aue und Rodenberger Aue zur Westaue.

Eine Besonderheit des kleinen Ortes ist die noch vorhandene Schachtanlage am Südhang des Düdinghäuser Bergs. Hier wurde bis 1960 Kohle abgebaut und auf einer Materialseilbahn zum Schacht Lüdersfeld befördert. Der alte Schacht am Düdinghäuser Berg ist zur Zeit vom Verfall gezeichnet. Ein Brand setzte dem altem Trafohaus schwer zu. Die Polizei vermutet es war Brandstiftung. Der Kühlturm wurde von der Witterung komplett zerstört.

Das beschauliche Dorf am Rande des Naturparks Steinhuder Meer, mit seinem Storchennest, dem Reiherwald und einer schönen landwirtschaftlich geprägten Umgebung ist heute durch Neubaugebiete in der Siedlung Rähden mit seinem Nachbarort Sachsenhagen auch optisch verwachsen.

Politik

Gemeinderat

Bürgermeister

Kurt Blume (SPD)