Gastrin
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Gastrin

Gastrin oder Polypeptid 101 (PP 101) ist ein Peptidhormon des Magen-Darm-Traktes und übt– neben anderen Wirkungen wie z.B. die Erhöhung des Kardiasphinkter Tonus – den stärksten Reiz für die Produktion von Magensäure aus.

Strukturell ist es eng verwandt mit Cholecystokinin. Das Gastrin wird in den G-Zellen im Antrum des Magens und im Duodenum gebildet und von dort über Blutgefäße zu seinen Wirkorten transportiert. Selten kann eine vermehrte Gastrinproduktion durch einen hormonproduzierenden Tumor, ein sogenanntes Gastrinom, vorkommen.

Inhaltsverzeichnis

Formen

Die drei Formen des Gastrin unterscheiden sich in der Länge ihrer Peptidkette:[1]

Steuerung der Abgabe

Die Sekretion von Gastrin wird stimuliert durch:

Die Sekretion wird gehemmt durch:

Wirkung

Gastrin wirkt vor allem auf den Magen. Es stimuliert:

Gastrin wirkt auch auf die Bauchspeicheldrüse, es stimuliert dort die Ausschüttung von Insulin, Glukagon und Somatostatin.[3]

Einzelnachweise

  1. UniProt P01350
  2. S. E. Miederer et al.: Gastrin release by methylxanthine, Klin. Wschr. 51 (1973) 42
  3. [1] E Ipp, R E Dobbs, V Harris, A Arimura, W Vale, and R H Unger: The effects of gastrin, gastric inhibitory polypeptide, secretin, and the octapeptide of cholecystokinin upon immunoreactive somatostatin release by the perfused canine pancreas. J Clin Invest. 1977 November; 60(5): 1216–1219.

Siehe auch