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Buckeltanzfliegen

Buckeltanzfliegen
Systematik
Überklasse: Sechsfüßer (Hexapoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Fluginsekten (Pterygota)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Zweiflügler (Diptera)
Familie: Buckeltanzfliegen
Wissenschaftlicher Name
Hybotidae
Arten
  • Hybos fermoratus
  • Tachypeza nubila

Die Buckeltanzfliegen (Hybotidae) sind eine Familie der Zweiflügler (Diptera) und werden den Fliegen (Brachycera) zugeteilt. Die Vertreter dieser Familie wurden früher den Tanzfliegen (Empipidae) zugerechnet, heute stellen sie jedoch aufgrund morphologischer Unterschiede eine eigene Familie dar. Weltweit sind etwa 1300 Arten dieser Gruppe bekannt, in Deutschland etwa 200.

Die kleinen Fliegen sind schwarz gefärbt und erreichen Körperlängen zwischen 0,7 und 5,5 Millimetern. Der Brustabschnitt ist stark aufgewölbt (Name!) und bei den meisten Arten ist ein Beinpaar zu kräftigen Raubbeinen umgestaltet. Dabei ist der Oberschenkel (Femur) deutlich verdickt und bedornt, der Unterschenkel (Tibia) ist entsprechend gekrümmt. Diese Umgestaltung kann sowohl die Vorderbeine (Tachydromia, Tachypeza) als auch die Mittel- (Platypalpus) und die Hinterbeine (Hybos) betreffen.

Die Buckeltanzfliegen sind Jäger und kommen in abgegrenzten Lebensräumen häufig in großen Artenzahlen vor. So findet man etwa in Städten bis zu 80 Arten, in Wäldern etwa 30 und in Streuobstwiesen 37 Arten. Als Erklärung für diese Koexistenz wird die konkurrenzlose Nischenbesetzung und die unspezifische Beutewahl herangezogen. Die Fliegen halten sich sehr häufig in der Strauchschicht oder in feuchtem Laub auf und jagen ihre Beute häufig laufend, einige Arten sind auch Blütenbesucher.

Die Paarung erfolgt meist am Boden, bei einigen Arten ist auch Parthenogenese beobachtet worden.

Bei der Art Ocydromia glabricula kommen die Larven lebend zur Welt. Die Weibchen legen die Larven im Flug über Dung ab, in dem sie sich entwickeln. Die meisten anderen Arten legen Eier. Die Larven leben bis 30 Zentimeter tief im Boden und überwintern auch dort oder in Fallaub, unter Rinde und in Dung.

Literatur