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Kuba

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen werden unter Kuba (Begriffsklärung) aufgeführt.
República de Cuba

Republik Kuba

Flagge Wappen
Amtssprache Spanisch
Hauptstadt Havanna (La Habana)
Staatsform Sozialistische Republik
Staatsoberhaupt Präsident des Staatsrates Raúl Castro Ruz
Regierungschef Präsident des Ministerrates Raúl Castro Ruz
Fläche 110.860 km²
Einwohnerzahl 11.394.043 (Quelle: CIA 2007)
Bevölkerungsdichte 102 Einwohner pro km²
Währung Kubanischer Peso, Konvertibler Peso
Unabhängigkeit von Spanien: 10. Dezember 1898
von den USA: 20. Mai 1902
Nationalhymne La Bayamesa
Nationalfeiertag 1. Januar Sieg der Revolution (1959)
Zeitzone UTC-5
UTC-4 (Sommerzeit)
Kfz-Kennzeichen C
Internet-TLD . cu
Telefonvorwahl +53

Kuba (span. Cuba) ist ein Inselstaat in der Karibik. Im Nordwesten hat die Insel einen Küstenstreifen zum Golf von Mexiko, die gesamte Nordküste liegt am Atlantischen Ozean und die Südküste am Karibischen Meer.

Inhaltsverzeichnis

Geographie und Klima

Hauptartikel: Geographie Kubas

Kuba gehört zur Inselgruppe der Großen Antillen und ist die größte Insel in der Karibik. In der Rangfolge der größten Inseln der Welt liegt sie auf Platz 15. Der Abstand zum Kontinent beträgt 140 Kilometer nach Key West (USA) und 210 Kilometer nach Yucatán (Mexiko).

Der höchste Punkt ist der Pico Turquino (1.974 m ü. NN) in der Sierra Maestra.

Die Hauptstadt Havanna ist mit circa zwei Millionen Einwohnern die größte Stadt Kubas, gefolgt von Santiago de Cuba, Holguín und Camagüey.

Im Südosten der Insel, an der Guantánamo-Bucht, befindet sich die Guantanamo Bay Naval Base, ein Marinestützpunkt der US-Marine. Rechtsgrundlage ist ein Vertrag von 1934, dessen Gültigkeit zwischen Kuba und den USA strittig ist.

Das Klima ist tropisch und wird vom Nordostpassat geprägt. Es gibt eine trockenere Jahreszeit von November bis April und eine regnerische Jahreszeit von Mai bis Oktober.

Die Zeitzone Kubas ist UTC-5. Es gibt eine Sommerzeit vergleichbar europäischer Regelung.

Provinzen

→ Hauptartikel Provinzen Kubas

Kuba ist in 14 Provinzen und das Sonderverwaltungsgebiet Isla de la Juventud unterteilt:

  1. Isla de la Juventud
  2. Pinar del Río
  3. La Habana
  4. Ciudad de la Habana
  5. Matanzas
  6. Cienfuegos
  7. Villa Clara
  8. Sancti Spíritus
  9. Ciego de Ávila
  10. Camagüey
  11. Las Tunas
  12. Granma
  13. Holguín
  14. Santiago de Cuba
  15. Guantánamo

Bevölkerung

Auf Kuba leben etwa 11 Millionen Menschen, davon über zwei Millionen in der Hauptstadt Havanna. Die Bevölkerung wuchs in der Vergangenheit kontinuierlich um eine Million Menschen je Jahrzehnt. Ursachen für das Bevölkerungswachstum sind die hohe Lebenserwartung und die mit 5,4 Fällen je 1000 Geburten geringe Kindersterblichkeit. Aufgrund rückgehender Geburtenrate (derzeit 1,6 Kinder pro Frau) und Emigration ist die Entwicklung derzeit leicht negativ.[1]

76 Prozent der Kubaner leben in Städten.

Die kubanische Bevölkerung teilt sich wie folgt auf:[2]

Das präkolumbische Volk der Taíno, welches die Insel vor der Ankunft der Spanier besiedelte, ist ausgestorben.

Religion

1992 wurde Kuba durch Verfassungsänderung von einem atheistischen Staat zu einem säkularen, wodurch Gläubigen die Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei (PCC) ermöglicht wird.

Als Kubas Hauptreligionen gelten der Katholizismus und die Santería, eine Mischreligion. Sie basiert auf der animistischen Religion der westafrikanischen Yoruba und ist stark mit christlichen Elementen vermischt. Als unpolitische und unorganisierte Form der Religionsausübung erhält die Santería seit einigen Jahren eine staatliche Förderung.

Schätzungen zufolge sind etwa 35 Prozent der Kubaner katholisch getauft, darunter auch viele Santería-Anhänger.

Neben der katholischen Kirche sind in den letzten Jahren zahlreiche protestantische Gemeinden entstanden, auch 89.000 Zeugen Jehovas werden inzwischen gezählt.

Schutzpatronin Kubas ist die Virgen de la Caridad del Cobre (Barmherzige Jungfrau von El Cobre), die in der Santería auch für die Göttin der Flüsse und der Liebe Ochún steht.

Bereits seit 1492 gibt es ein Judentum in Kuba, etwa 1500 Menschen zählen sich dazu.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Kubas

Spanische Kolonialzeit

Kuba und die dort lebenden Arawak gerieten in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts unter spanische Kontrolle. Innerhalb weniger Jahrzehnte wurden die indigenen Völker durch Gewalt und Krankheit praktisch ausgerottet. Für den sehr arbeitsintensiven Zuckerrohranbau kauften sich die spanischen Pflanzer im 17. und 18. Jahrhundert zehntausende Sklaven, vorwiegend aus Westafrika.

Unabhängigkeitskampf

Die Kämpfe der Kolonie um Unabhängigkeit begannen 1868 und dauerten mit Unterbrechungen bis zum Abzug der Spanier im Jahr 1898 an, als die USA intervenierten (Spanisch-Amerikanischer Krieg). Am 10. Dezember 1898 erklärte Spanien im Friedensvertrag von Paris den Verzicht auf Kuba und die Philippinen.[3] Zuvor kämpften der kubanische Nationalheld José Martí und die Oberbefehlshaber Máximo Gómez und Antonio Maceo im Unabhängigkeitskrieg seit 1895 mit einer sehr kleinen Armee gegen über 200.000 Spanier. Zwei vorangegangene Kriege (Guerra Larga 1868–1878 und Guerra Chiquita 1878–1879) scheiterten.

Intervention der USA

Nach dem Ende des Spanisch-Amerikanischen Krieges besetzten die USA die Insel, bis sie schließlich 1902 endgültig die formale Unabhängigkeit erlangte. Die Souveränität war bis 1934 jedoch durch das Platt Amendment eingeschränkt, das den USA bei Beeinträchtigung US-amerikanischer Interessen ein jederzeitiges Interventionsrecht in Kuba gab. Ein Überrest dieser US-amerikanischen Sonderrechte ist der gegen den erklärten kubanischen Willen noch heute von den USA aufrechterhaltene Marinestützpunkt Bahía de Guantánamo (Guantánamo Bay), der seit dem 11. September 2001 im Rahmen seiner Funktion als Militärgefängnis für Terrorverdächtige internationale Bekanntheit erlangte.

Revolution 1959

Hauptartikel: Kubanische Revolution

1959 stürzten die kubanischen Revolutionäre unter der Führung von Fidel und Raúl Castro, Camilo Cienfuegos und dem Argentinier Ernesto Che Guevara den kubanischen Diktator Fulgencio Batista und errichteten ab 1961 (Deklaration von Havanna) einen sozialistischen Staat. Die damit verbundenen Enteignungen von US-Firmen und US-Bürgern führten zu einem dauerhaften Embargo gegen Kuba. Kuba suchte und fand Unterstützung bei den sozialistischen Staaten Osteuropas, insbesondere der damaligen Sowjetunion.

Auf Grund der strategischen Lage Kubas eskalierte 1962 der Konflikt zwischen den USA und der UdSSR in der sogenannten Kubakrise. Darin wurde Kuba zum Spielball zweier Atommächte, die zwei unterschiedliche Ideologien verfolgten. Noch heute leidet Kuba unter wirtschaftlichen Sanktionen und ist als eines von wenigen Ländern nicht Mitglied in supranationalen Bündnissen.

In mehreren Flüchtlingswellen verließen tausende Kubaner ihre Heimat, von denen sich ein Großteil in Florida ansiedelte.

Sonderperiode

Hauptartikel: Sonderperiode in Kuba

Nach dem politischen und wirtschaftlichen Ende von Kubas wichtigsten Handelspartnern und Geldgebern (Sowjetunion und übrige RGW-Staaten) zu Beginn der 1990er Jahre erlebte Kuba eine schwere Wirtschaftskrise, die 1993 ihren Höhepunkt erreichte. Hatte Kuba zuvor fast seine gesamte Zuckerernte in die sozialistischen Staaten Osteuropas verkauft und im Gegenzug zwei Drittel seiner Nahrungsmittel, fast das gesamte Öl und 80% seiner Maschinen und Ersatzteile von dort bezogen, so waren auf einmal 85% seines Außenhandels weggebrochen. Die Industrie und das Transportwesen kamen wegen Ölmangels zum Erliegen und infolge drastischer Nahrungsmittelrationierungen kam es erstmals seit vielen Jahren zu Unterernährung auf der Insel. 1992 beschloss die Regierung, als Ersatz für den verlorenengegangenen Außenhandel, die Tourismusindustrie zu entwickeln.[4] Unter der Führung von Carlos Lage Dávila wurde die Wirtschaft dezentralisiert und an die Erfordernisse des Weltmarktes angepasst, Marktwirtschaft und Devisenhandel in einigen Nischen zugelassen. Seitdem gehört Kuba laut Weltbank zu den Staaten der Dritten Welt mit wirtschaftlichen Zuwachsraten. Joint-Venture-Geschäfte im Tourismus-Bereich, die Zusammenarbeit mit neuen Außenwirtschaftspartnern (u. a. Spanien, Italien, Kanada, Brasilien, Volksrepublik China, Venezuela), die Entdeckung von neuen Ölvorkommen und die Vermarktung der bedeutenden Nickelvorkommen trugen zur Stabilisierung der kubanischen Wirtschaft bei. Allerdings entstanden auch soziale Disparitäten.

Siehe auch: Liste der Gouverneure Kubas, Liste der Präsidenten Kubas

Politik und Staat

Politisches System

Kommunistische Partei Kubas (PCC)

Hauptartikel: Kommunistische Partei Kubas
Gemäß der Verfassung ist die führende Rolle im Staate der Kommunistischen Partei Kubas (Partido Comunista de Cuba) zugewiesen, welche sie gemeinsam mit den Massenorganisationen ausübt. Sie versteht sich als Avantgarde der kubanischen Nation. Andere Parteien sind nicht zugelassen.

Der PCC hat etwa 600.000 Mitglieder, das sind 15 % der erwachsenen kubanischen Staatsbürger. Die Parteizugehörigkeit fördert den beruflichen und gesellschaftlichen Aufstieg. Für höhere Positionen in Wirtschaft, Militär und Staat ist eine Mitgliedschaft in der Partei Voraussetzung.[5]

Massenorganisationen

Gewerkschaften unter Führung der Zentralgewerkschaft Central de Trabajadores de Cuba, Komitees zur Verteidigung der Revolution (Comites de Defensa de la Revolucion, CDR), der Frauenverband und Jugendverbände, wie die Pionierorganisation José Martí, die Jungen Kommunisten und die Föderation der Hochschulstudenten, bilden Massenorganisationen, welche fast jeden Kubaner in das staatliche System einbinden und zugleich sein Sozialverhalten kontrollieren („Augen und Ohren der Revolution“). Die Massenorganisationen sind wie die PCC hierarchisch aufgebaut.

Die Regierung erreicht mit Hilfe der Massenorganisationen eine starke Mobilisierung der Bevölkerung. Bei wochenlangen Demonstrationskampagnen bringt sie beinahe jeden erwachsenen Kubaner mindestens einmal auf die Straße (Rekord: 7 Millionen Teilnehmer). Für das Verfassungsreferendum 1976 zur Festschreibung des Sozialismus haben die CDR die Unterschriften von fast 93 % der Bevölkerung gesammelt.

Arbeitnehmerorganisationen außerhalb des staatlichen Gewerkschaftsbundes sind verboten.

Legislative und Regierung

Formal ranghöchstes und gesetzgebendes Organ ist das Parlament (Asamblea Nacional del Poder Popular), welches den Staatsrat (Consejo de Estado) und den Ministerrat wählt. Tatsächlich ist das nur zweimal im Jahr zusammentretende Parlament relativ einflusslos und hat vor allem die Aufgabe, Entscheidungen abzusegnen und die Regierung formal zu entlasten.

Jeder Kubaner besitzt das aktive und passive Wahlrecht für das Parlament, bei den Wahlen 2003 und 2008 wurde für jeden zu vergebenden Sitz genau ein Kandidat aufgestellt. Ungefähr fünf Prozent der Stimmen werden regelmäßig als weiß (gegen alle Kandidaten) markiert. Die Abgeordneten werden von einem Ausschuss der PCC bzw. der Massenorganisationen ausgewählt. Sie dürfen keinen Wahlkampf betreiben und müssen sich gemäß der Verfassung dem sozialistischen System verpflichten.

In der jüngeren Vergangenheit vereinigte der ehemalige Präsident Fidel Castro alle fünf zentralen politischen Ämter in seiner Person. Er war Staatspräsident, Vorsitzender des Staats- und des Ministerrates, Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas und auch Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Die Posten des Staatsratspräsidenten, des Oberbefehlshabers der Streitkräfte und des KP-Generalsekretärs übergab er am 1. August 2006 krankheitsbedingt an seinen Bruder Raúl Castro.

Am 24. Februar 2008 wurde Raúl Castro vom Parlament zum Staats- und Ministerpräsidenten gewählt. In seiner Antrittsrede sagte, er wolle den Weg des Sozialismus fortsetzen, jedoch auch Reformen im Wirtschaftsbereich zulassen, um dem Land zu größerer wirtschaftlicher Stärke zu verhelfen. Die Unabhängigkeit von den USA solle weiter gewahrt bleiben.[6]

Judikative

Bei einfachen Zivil- und Strafverfahren auf den unteren Ebenen stellen Laien-, sonst Berufsrichter die Mehrheit. Alle Richter werden von der Volksvertretung ihrer jeweiligen Ebene gewählt. Gerichte und Anwaltschaft sind nicht unabhängig. Das kubanische Rechtssystem entspricht nicht westlichen Standards, insbesondere in politischen Verfahren, gewährleistet aber eine funktionierende Gerichtsbarkeit. Die Todesstrafe wird in Kuba nur noch sehr selten verhängt, zuletzt 2003 für die gewaltsame Entführung einer Personenfähre [7].

Opposition

Hauptartikel: innerkubanische Opposition
Eine dem Staat und der Partei gegenüberstehende, organisierte Opposition ist im politischen System Kubas nicht vorgesehen, nicht staatskonforme Parteien oder Organisationen der Zivilgesellschaft sind illegal. Die innerkubanische Opposition versucht zum Teil mit friedlichen Mitteln, zum Teil gewaltsam eine Transformation auf Kuba zu erreichen. Inzwischen hat sich die – wegen geheimdienstlicher Operationen und Zersetzung früher zersplitterte – Opposition hinter dem „Projekt Varela“ gesammelt. Unter Führung des Oppositionsführers Osvaldo Payá, Preisträger des Sacharow-Menschenrechtspreises des Europäischen Parlaments 2002, wurden 25000 Unterschriften für ein Referendum Verfassungsänderung gesammelt. Payá setzt ausdrücklich auf eine dialogorientierte, innerkubanische Lösung. Zudem gibt es mehrere dutzend, meist nur aus wenigen Mitgliedern bestehende Organisationen und Parteien, die in Dachverbänden wie der Asamblea Para Promover la Sociedad Civil en Cuba (Versammlung zur Förderung einer Zivilgesellschaft auf Kuba), Todos Unidos (Alle Zusammen), Convergencia Liberal Cubana (Liberale Kubanische Konvergenz) oder der Frente de Unidad Nacional (Front der Nationalen Einheit) zusammenarbeiten, teilweise aber auch untereinander zerstritten sind. Wichtige Gruppen sind weiterhin die Partido Solidaridad Democrática (Partei der Demokratischen Solidarität), das Movimiento Cristiano Liberación (MCL, Christliche Befreiungsbewegung, Gründer: Osvaldo Payá) oder der Arco Progresista (Spektrum des Fortschritts) und die von Martha Beatriz Roque Cabello geführte Asamblea Para Promover la Sociedad Civil en Cuba, wobei letztere eng mit rechten exilkubanischen Organisationen in Miami zusammenarbeitet, was von den anderen großen Oppositionsgruppen sehr kritisch gesehen wird. Deutlich wurde dieser Unterschied in der Haltung zur ersten öffentlichen und von der kubanischen Regierung geduldeten Versammlung zur Förderung der kubanischen Zivilgesellschaft am 20. Mai 2005 unter Vorsitz von Martha Beatriz Roque Cabello und Vladimiro Roca in Havanna: die erstgenannten Organisationen und die Hälfte der 75 Opfer der letzten Massenverhaftung erklärten ihre Nichtteilnahme bzw. Ablehnung der dort vertretenen politischen Ziele.

Einige exilkubanische Organisationen stehen den USA nahe und streben nach der Überwindung der Castro-Regierung eine enge Anbindung an den großen Nachbarn an. Ihre Kritiker bezeichnen dies als offenen oder verdeckten Annexionismus.

Innenpolitik

Menschenrechtssituation

Hauptartikel: Menschenrechtssituation in Kuba

Viele bürgerliche und politische Rechte, insbesondere die auf freie Meinungsäußerung, Vereinigungs- und Bewegungsfreiheit, werden massiv beschnitten. Es gibt keine unabhängige Gerichtsbarkeit. Menschenrechtsvereinigungen sind nicht zugelassen.[8]

Internationale Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch und Amnesty International dokumentieren insbesondere die politisch motivierte Verhaftung und Verurteilung von Regierungskritikern. Laut Amnesty International sitzen derzeit (Stand: Ende 2007) 62 gewaltlose politische Gefangene in kubanischen Gefängnissen ein, die zum Teil langjährige Haftstrafen absitzen. Politische Dissidenten, unabhängige Journalisten und Menschenrechtsaktivisten werden regelmäßig belästigt, eingeschüchtert und vorübergehend festgenommen.[9] Es wird von Misshandlungen durch Fußtritte und Schläge berichtet. Die Haftbedingungen sind hart und führen zum Teil zu körperlichen Problemen bei den Häftlingen.

Seit Ende 2007 wird vereinzelt öffentliche Kritik an den Zuständen geduldet. So hatte Raúl Castro, damals noch Interimsstaatschef, dazu aufgerufen, über die zukünftige Entwicklung des Landes zu diskutieren[10], die Kubanerin Yoani Sánchez berichtet in einem Blog aus Kuba öffentlich über die Alltagsprobleme der Kubaner[11] und in einer öffentlichen Diskussion mit Parlamentspräsident Ricardo Alarcón übten Studenten der Universität für Informatik in Havanna Kritik an fehlenden Freiheitsrechten für Kubaner[12][13].

Die sozialen Menschenrechte sind in Kuba teilweise gut umgesetzt. So gilt z.B. das Recht auf Bildung für die Region als vorbildlich, ebenso die Gesundheitsversorgung. Der allgemeine Lebenstandard ist hingegen, gemessen nach dem Standard industrialisierter Länder, auf niedrigem Niveau. Dies betrifft vor allem die Wohnsituation und die Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs. Daran trage laut Amnesty allerdings auch das US-Embargo gegen Kuba eine Mitschuld.[9]

Emigration

Unerlaubtes Verlassen des Landes wird als Straftat verfolgt. Eine reguläre Ausreise, egal ob zum Zwecke der Reise oder Auswanderung, ist nur nach einem aufwändigen Genehmigungsverfahren möglich. Bevorzugtes Auswanderungsziel sind die USA.

Insgesamt sind in den Jahren nach dem Sieg der Revolution hunderttausende Kubaner in die USA geflohen. Dies waren in der ersten Welle bis ca. 1962 Familien der Oberschicht und oberen Mittelschicht Kubas. Danach folgen aber auch viele Angehörige der Mittelschicht und der Arbeiterklasse.[14]

Zu einer großen Emigrationswelle nach der Revolution kam es 1980, als über US-amerikanische Sender die Nachricht verbreitet wurde, dass die peruanische Botschaft in Havanna Visa für die Ausreise nach Peru ausstelle, mit denen eine Weiterreise in die USA möglich sei. In Anbetracht des Ansturms von zehntausenden Ausreisewilligen, die zum Teil seit langem über Pässe verfügten, forderte der peruanische Botschafter Polizeischutz an. Als eine Gruppe diesen Polizeischutz durchbrach, zwei Polizisten tötete und trotzdem nicht von der peruanischen Botschaft ausgeliefert wurde, hob die kubanische Regierung die Abriegelung der peruanischen Botschaft auf. Die unhaltbaren Zustände auf dem Botschaftsgelände wurden am 17. April dadurch beendet, dass Fidel Castro in einer Rede die Möglichkeit eröffnete, auch ohne Visum mit dem Schiff vom Hafen Mariel aus in die USA auszureisen. Die Schiffe wurden bis zur 12-Meilen-Zone vor die US-amerikanische Küste eskortiert. Bis zum 31. Oktober 1980 verließen ca. 125.000 Kubaner das Land.[15] In einer Rede anlässlich des 1. Mai 1980 bezeichnete Fidel Castro, unterstützt durch entsprechende Sprechchöre des Publikums, die Botschaftsflüchtlinge als arbeitscheuen Abschaum.[16] Juan Carlos Zaldívar verarbeitete die damaligen Ereignisse im Dokumentarfilm 90 Miles.[17]

Um diese Einwanderungswelle zu beenden, schloss die US-Regierung unter dem Präsidenten Carter mit der kubanischen Regierung ein Abkommen, das die legale Einreise über festgelegte Quoten regeln sollte, aber von der nachfolgenden Reagan-Regierung nicht mehr eingehalten wurde.

Zur letzten großen Auswanderungswelle kam es im August 1994. Am 5. August kam es zu Massendemonstrationen von Kubanern, die von der US-Interessenvertretung kein Visum für die USA erhalten hatten. Als Folge wies Castro am 7. August die Aufhebung der Küstenüberwachung an und löste damit erneut eine große Massenflucht aus Kuba aus, welche auch als Balsero-(Flößer-)Krise bekannt ist.

Die Vereinigten Staaten unter der Regierung von Bill Clinton handelten daraufhin mit Kuba ein Migrationsabkommen aus. Die USA stellen jedes Jahr 20.000 Visa aus, die eine legale Auswanderung ermöglichen. Im Gegenzug verpflichteten sich die USA, alle illegalen Flüchtlinge, welche sie auf See aufgreifen, unverzüglich wieder nach Kuba abzuschieben (wet feet, dry feet policy).

Die Regierung untersagt jede Mitnahme von Besitz und das Eigentum von Emigranten wird sofort verstaatlicht.

Insgesamt verließen über eine Million Kubaner seit der Revolution ihre Heimat.

Siehe auch: Exilkubaner

Außenpolitik

Verhältnis zu den USA

Hauptartikel: Verhältnis zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten

Gegen die Einführung des Sozialismus unterstützten die USA eine Gruppe von Exil-Kubanern, die die neue Regierung militärisch beseitigen wollte. Der erfolglose Eingriff ist als Invasion in der Schweinebucht bekannt. In Folge wurde eine umfassende Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade seitens der USA gegen Kuba begonnen, die mit den Enteignungen gegen US-Bürger begründet wird. Mit dem 1992 erlassenen Torricelli Act wurde eine Verschärfung der Sanktionen eingeführt, gefolgt von dem 1996 in Kraft getretenen Helms-Burton Act.

Das Embargo wird von den Vereinten Nationen nicht gebilligt. Die UN-Generalversammlung verabschiedet seit 1992 jährlich eine Resolution, welche die Aufhebung aller Sanktionen gegen Kuba fordert[18], z.B. im Jahr 2000: 167 Stimmen dafür, drei Gegenstimmen (USA, Israel, Marschall-Inseln), vier Enthaltungen)[19]; im Jahr 2007: 184 Stimmen dafür, vier Gegenstimmen (USA, Israel, die Marshall-Inseln und Palau), eine Enthaltung (Mikronesien).

Im Jahr 2000 wurde von US-Seite das Embargo hinsichtlich des Verbots des Nahrungsmittel- und Medikamentenexport durch den Trade Sanctions Reform and Export Enhancement Act (Gesetz zur Reform der Handelssaktionen und Exportverbesserungen) stark gelockert. Viele andere Handelsbeschränkungen blieben jedoch bestehen.[20] Die bisher für Kuba durch die Blockade entstandenen Schäden werden von Kubas Regierung mit ca. 89 Mrd. US-Dollar angegeben.[21] Von kubanischen Oppositionellen und anderen Kritikern der kubanischen Regierung wird die Wirkung des US-Handelsembargos jedoch stark bezweifelt. Es diene im Gegenteil nur als Vorwand, um die "völkerrechtswidrigen Verhältnisse" zu rechtfertigen, deren Hauptursache in der "kollektiven Produktionsweise" liege.[22]

Trotz des Embargos sind die USA inzwischen ein wichtiger Handelspartner Kubas, bei den Importen liegen sie inzwischen an sechster Stelle.[23] Der kubanische Staat importiert jährlich Nahrungs- und Futtermittel im Wert einer halben Milliarde Dollar aus den USA. Durch Geldsendungen exilkubanischer Gemeinden in den USA an ihre Familienangehörigen fließen der kubanischen Volkswirtschaft jährlich ca. eine Milliarde US-Dollar zu[22], was in etwa den Einnahmen der kubanischen Tourismusindustrie entspricht. Der legale Betrag für Geldsendungen von US-Bürgern an direkte Familienangehörige in Kuba war im Laufe der Zeit starken Schwankungen unterworfen und ist derzeit auf maximal 300 Dollar pro Quartal beschränkt.[24]

Die als Miami Five bekannten Kubaner sind in den USA inhaftiert, da sie aufgrund ihrer gesammelten Informationen über geplante Terroranschläge von Exilkubanern, welche an die kubanische und US-Regierung übergeben wurden, u.a. als Spione verurteilt wurden, obwohl das nach Kuba gesendete Material nicht der Geheimhaltung unterlegen hätte und demzufolge gemäß US-Gesetzen nicht unter Spionage fallen würde.

Die US-Regierung unterstützt auch Teile der Opposition in Kuba, so war für das Jahr 2006 15 Mio. US-Dollar im Haushalt für die Unterstützung von kubanischen Oppositionsgruppen und exilkubanischen Organisationen in Miami vorgesehen (Quelle: USAID Kuba-Programm), die z. T. unmittelbar von der US-amerikanischen Interessenvertretung in Havanna an die Zielorganisationen ausgezahlt werden oder über die Exilorganisationen in Miami verteilt werden.[25][26] Eine 2005 eigens geschaffene US-Behörde im Weißen Haus, die Commission on Assistance to a Free Cuba (Unterstützungskommission für ein freies Kuba) soll die Arbeit der verschiedenen Ministerien gegen die kubanische Regierung koordinieren.

Exilkubaner

Hauptartikel: Exilkubaner

Außerhalb Kubas existiert unter den 2 Millionen kubanischen Emigranten (siehe Exilkubaner) in Miami eine aktive Opposition, deren wichtigste Organisation die Cuban-American National Foundation CANF ist.

Neben Aufklärungs- und Lobbyarbeit betreiben einige exilkubanische Organisationen auch regelrechte Flugdienste über der Karibik, um kubanische Flüchtlinge aus dem Meer zu fischen und sicher an Land zu bringen. Einige fliegen mit Kleinflugzeugen sogar bis nach Kuba und werfen dort regierungskritische Flugblätter ab. Im Februar 1996 ließ die Regierung zwei dieser Flugzeuge nach zwei Warnungen, die vom Piloten ignoriert wurden, über dem offenen Meer von der Luftwaffe abschießen, wobei umstritten ist, ob sich die Flugzeuge bei diesem Angriff innerhalb oder außerhalb des kubanischen Hoheitsgebietes befanden.

Auch werden radikale exilkubanische Kreise unter Führung der CANF beschuldigt, in Zusammenarbeit mit der CIA[27] Terroraktionen gegen Kuba, wie die von Orlando Bosch oder Luis Posada Carriles, unterstützt und finanziert zu haben, um die Lage in Kuba zu destabilisieren. Dabei wurden hunderte Kubaner getötet.

Bündnispartner

Kuba steht in einem engen Bündnis mit dem von Präsident Hugo Chávez regierten Venezuela. Das Land liefert Öl unter Weltmarktpreisen an Kuba. Dafür schickt Kuba medizinisches Personal und Helfer für die Alphabetisierung nach Venezuela. 2006 wurden während der Operation Milagro tausende Venezuelaner in Kuba operiert. Ein gemeinsames Projekt ist auch die Bolivarianische Alternative für Amerika (ALBA). Gute Beziehungen verbinden Kuba auch mit dem von Evo Morales regiertem Bolivien und mit der Volksrepublik China. Am 29. April 2006 unterzeichneten die Präsidenten der Staaten Kuba, Venezuela und Bolivien den Handelsvertrag der Völker.

Kuba ist außerdem ein wichtiges Mitglied der Bewegung der blockfreien Staaten.

Kubanische Auslandsengagements

Von Anfang an waren die kubanischen Revolutionäre internationalistisch und global ausgerichtet, und wollten die Revolution auf möglichst viele andere Länder ausbreiten. Obwohl Kuba noch selbst ein Entwicklungsland war, engagierte sich die Regierung in afrikanischen, lateinamerikanischen und asiatischen Ländern auf militärischem, medizinischem und pädagogischem Gebiet. Ab Mitte der 1960er Jahre rückte Afrika ins Zentrum der außenpolitischen Aktivitäten, wo afrikanische Revolutionäre wie Patrice Lumumba, Amilcar Cabral und Agostinho Neto (siehe auch Kubanischer Militäreinsatz in Angola) die Kubaner um Unterstützung für ihre Bewegungen baten.

Trotz eigener wirtschaftlicher Probleme unterstützt Kuba andere Entwicklungsnationen insbesondere im medizinischen Bereich. Im Rahmen der Operation Milagro („Wunder“) werden Augenoperationen für Menschen aus Entwicklungsländern auf Kuba durchgeführt. Kubanische Ärzte und Krankenschwestern sind in verschiedensten Ländern tätig, so in Haiti, Venezuela, Bolivien und in Zentralamerika und zum Beispiel nach dem Erdbeben in Pakistan.

Bildung

Bildung ist in Kuba kostenlos und es besteht eine 9-jährige Schulpflicht. Kuba hat ein dreigeteiltes Bildungssystem, das aus Grund-, Mittel-, und Oberschule besteht.

Kubas Bildungssystem gehört zu den besten in Lateinamerika und dies sowohl vor, als auch nach der Revolution[28]. 2001 lagen die kubanischen Schüler der vierten und fünften Klasse bei einem Test der UNESCO weit vor den anderen lateinamerikanischen Ländern. Die Einschulungsquote liegt bei 100 Prozent, Analphabetismus geht gegen null. Nach dem UNESCO-Education for All Development Index gehört Kuba zu den hochentwickelten Ländern der Welt im Bildungsbereich mit einer gut ausgebildete Bevölkerung.[29] Trotz hoher Qualifizierung erledigen viele Ärzte, Lehrer und Facharbeiter im Tourismussektor Arbeiten unterhalb ihrer Qualifikation, weil allein das Trinkgeld ein vielfaches eines kubanischen Gehalts beträgt. Der Mangel an Lehrern belastet dann wieder das Bildungssystem.

Das Schulwesen steht für Jungen auch im Dienst vormilitärischer Ausbildung, ältere Schüler lernen den Umgang mit Waffen. Die Lehrer müssen jährlich jeden Schüler und auch dessen Eltern nach der politischen Ausrichtung und den politischen Aktivitäten schriftlich beurteilen.

Das Studium auf Kuba ist kostenlos, allerdings müssen alle Studenten nach ihrem Abschluss drei Jahre lang für den Staat einen Sozialdienst ableisten. In Kuba ist der Frauenanteil unter den Studenten höher als in jedem anderen lateinamerikanischen Land. Ebenso schneiden kubanische Studenten besser ab als ihre Kommilitonen in Lateinamerika in den Bereichen Mathematik, Naturwissenschaften und Sprache. [30]

Teil des kubanischen Bildungswesens ist auch, dass Schüler und Studenten regelmäßig in Landinternate geschickt werden, wo sie neben ihrer Ausbildung unbezahlt in der Landwirtschaft arbeiten.

Gesundheitswesen

Der kubanische Staat garantiert jedem kubanischen Bürger eine medizinische Versorgung. Die medizinische Behandlung ist für Kubaner grundsätzlich kostenlos, für Medikamente müssen die Patienten jedoch eine Zuzahlung leisten.

Das kubanische Gesundheitssystem zeichnet sich durch eine gute Vorsorge, eine hohe Ärztedichte (163 Einwohner je Arzt[31]) und eine hohe Integration (Polikliniken) aus. Jede Siedlung verfügt über einen sogenannten „Familienarzt“. Familienärzte residieren in Gebäuden, die im gesamten Land einem identischen Bauplan folgen. In diesen befinden sich Praxis als auch Wohnung des Arztes, was eine Verfügbarkeit von 24 Stunden gewährleisten soll. Die Säuglingssterblichkeit ist eine der niedrigsten auf dem gesamten amerikanischen Kontinent und die Lebenserwartung hoch.

Jedoch gibt es auch Probleme: Die Ärzte sind nicht höher bezahlt als andere Arbeiter und Angestellte, nicht wenige medizinische Einrichtungen sind baufällig und die medizinischen Geräte meist veraltet und in schlechtem Zustand. Auch fehlen häufig wichtige Medikamente.[32] Die Wartezeiten in den Polikliniken sind zu lang, weil etwa 40000 Ärzte im Ausland arbeiten und dem Staat damit Millionen an Devisen bringen.[33].

Statistiken der Weltgesundheitsorganisation zum kubanischen Gesundheitswesen
Lebenserwartung bei Geburt m/w: (Jahre) 75/80
Kindersterblichkeit m/w: (pro 1000) 8/7
Erwachsenensterblichkeit m/w: (pro 1000) 131/85
Ärzte pro 1000 Einwohner:[31] 6,12
Zahnärzte pro 1000 Einwohner: 0,87
Krankenhausbetten pro 10.000 Einwohner: 49
Gesundheitsausgaben pro Kopf: (US-Dollar) 229,8
Gesundheitsausgaben in Prozent des BIP: 6,3
HIV/AIDS-Rate in Prozent der erwachsenen Bevölkerung: 0,052
Quelle: WHO Länderinformationen zu Kuba

Streitkräfte und Verteidigung

Die Revolutionären Streitkräfte Kubas (FAR – Fuerzas Armadas Revolucionarias) umfassen ca. 49.000 Mann[34]. Es besteht Wehrpflicht für Männer.

Weiterhin gibt es die rund 1 Million Mann[35] starken paramilitärischen Milizen zur Territorialverteidigung (MTT – Milicias de Tropas Territoriales). Deren Angehörige sind Zivilisten und haben in ihren Wohn- und Arbeitsgebieten Zugang zu Waffen. Sie sind für einen Guerillakrieg gegen mögliche Invasoren ausgebildet und bilden in Kriegszeiten einen Teil der militärischen Streitkräfte, mit der Aufgabe die gegnerischen Kräfte zu binden und damit den Einheiten der regulären Armee Zeit zur Restrukturierung zu geben.

Wirtschaft

→ Hauptartikel: Wirtschaft Kubas

Allgemeines

Kuba zählte vor der Revolution, gemäß Pro-Kopf-BIP, zu den reichsten Ländern Lateinamerikas. Es war der weltweit größte Exporteur von Zucker, und die Vereinigten Staaten kauften jährlich eine große Menge Zucker über den Weltmarktpreisen auf. Die Gewinne wurden überwiegend von US-Unternehmen, wie z. B. der Hershey Company erzielt, welche eigene Zuckermühlen und Transportinfrastruktur auf Kuba besaßen. Nur ein Teil der Erlöse wurde durch die kleine, kubanische Oberschicht realisiert, deren Vertreter nach der Revolution enteignet wurden und grösstenteils in die USA auswanderten. Wie die bekannte Bacardifamilie drängten sie die US-Regierung zur wirtschaftlichen Blockade Kubas, um ihren Besitz auf Kuba zurück zu erlangen.

Die einfache Bevölkerung auf dem Land konnte vom Zuckerhandel kaum profitieren. Es bestand ein Gegensatz zwischen amerikanisch geprägtem Lebensstil in Luxusvierteln der Großstädte und dem Leben unter einfachsten Bedingungen auf dem Land.

Heute ist Kuba eine der letzten bestehenden sozialistischen Volkswirtschaften. Nach dem Ende der Sowjetunion kam es mit dem Wegfall des wichtigsten Handelspartners Kubas 1991 zu einer ökonomischen Krise (genannt período especial en época de paz = besondere Periode in Friedenszeiten; kurz: período especial/Sonderperiode), die bis heute andauert. Die RGW-Staaten hatten Kubas landwirtschaftliche Produkte über dem Marktpreis gekauft und Finanzhilfen geleistet, allein die Sowjetunion zahlte zuletzt 5 Milliarden Dollar jährlich (zum Vergleich: das heutige Bruttosozialprodukt Kubas liegt in einer Größenordnung von etwa 18.5 Milliarden US-Dollar jährlich).
Wegen der großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten wurde der US-Dollar ab 1993 offizielles Zahlungsmittel neben dem Peso. Seit dem 8. November 2004 ist der US-Dollar durch den Peso Convertible ersetzt.

Die desolate Wirtschaftslage zwang die Regierung zu marktwirtschaftlichen Reformen, um die Grundversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Es entstand neben der Planwirtschaft ein zweiter produktiverer Wirtschaftsbereich mit marktwirtschaftlichen Elementen. Erstmals wurden Familien- und Einpersonenbetriebe zugelassen, einige Staatsbetriebe wurden nach betriebswirtschaftlichen Erkenntnissen geführt und Bauern durften einen Teil ihrer produzierten Waren selbst verkaufen.
Zur Nutzung ausländischen Investionskapitals wurden Joint-Ventures mit kubanischen Staatsunternehmen gegründet. Die Joint-Ventures mit ausländischen Firmen unterliegen jedoch Beschränkungen. Sie dürfen ihre Mitarbeiter nicht selbst aussuchen und müssen den Lohn ihrer kubanischen Mitarbeiter in Dollar an die Regierung zahlen. Diese erhalten nur den nach dem amtlichen Kurs umgerechneten Lohn in Pesos ausbezahlt. Ein Großteil des Lohnes wird so an den Staat abgeführt.

Wirtschaftswachstum

Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) erholte sich seit der Wirtschaftskrise von 1993 (0,7 Prozent) auf drei Prozent im Jahre 2004. Nach staatlichen Angaben wuchs die Wirtschaft im Jahre 2005 um 11,8 Prozent (Schätzung der CEPAL: 3 %[36]), im Jahr 2006 um 12,5 %. Für das Jahr 2007 gab das kubanische Wirtschaftsministerium ein Wachstum von 7,5 %[37] an, für 2008 werden 8 % prognostiziert. Die offiziellen Zahlen sind für Vergleiche mit anderen Ländern ungeeignet, da Kuba zur Berechnung des BIP eine eigene, international nicht anerkannte, Berechnungsmethode, das „PIP Social Sostenible“ (Nachhaltiges Soziales BIP), anwendet, das freie oder stark subventionierte Leistungen des Staates besonders mit einrechnet. Andere Quellen schätzen das Wirtschaftswachstum im Jahr 2006 geringer ein (7.6 %[31], 8 %[38] und 9,5 %[36]).

Die Produktion hat aber noch immer nicht den Stand zum Ende des Kalten Krieges erreicht. Kubas Außenhandelsbilanz ist stark negativ, das Land muss mehr Güter importieren, als es exportieren kann.

Die Staatsverschuldung liegt im internationalen Vergleich auf einem niedrigen Niveau und lag im Jahre 2005 bei 13 bis 14 Mrd. Dollar.

Bodenschätze

Inzwischen gewinnt die Nickelproduktion an Bedeutung, hier wirken sich die aktuell hohen Stahlpreise günstig aus. Außerdem werden folgende Rohstoffe in größeren oder kleineren Mengen abgebaut: Chrom, Kobalt, Kupfer, Eisen, Mangan, Gold und Silber sowie geringe Mengen an Erdöl und Erdgas. Ungefähr die Hälfte seines Bedarfs an Erdöl und Erdgas kann Kuba durch eigene Förderung decken.[39]

Landwirtschaft

In der Landwirtschaft ist der Zucker immer noch das wichtigste Exportgut, gefolgt vom Tabak. Im Jahr 2000 exportierte Kuba 2,9 Mio. Tonnen Zucker, von denen die Hauptabnehmer Russland mit 42 %, die westlichen Industriestaaten mit 31 % und China mit 9 % waren. Die Zuckerproduktion sank jedoch von 9 Millionen Tonnen 1987 auf 2,5 Millionen Tonnen 2006. Den Nahrungsmittelbedarf der eigenen Bevölkerung kann Kuba bei weitem nicht decken, obwohl die Geographie des Landes mit vorwiegend flachem oder hügeligem Land und günstiger Bodenbeschaffenheit fast ideale Bedingungen für die Anlage von Plantagen und für die Viehzucht bietet.[40] Das randtropische Klima sorgt zudem für gute Voraussetzungen, bereitet allerdings auch erhebliche Probleme: Durch die in den letzten Jahren vermehrt auftretenden Hurrikane mit hoher Intensität und durch die immer wieder vorkommenden Dürreperioden werden oft große Teile der Ernte vernichtet.[40] Die Nahrungsmittelproduktion Kubas war insgesamt in den letzten Jahren rückläufig. Die Geflügelproduktion beispielsweise hatte sich seit dem Jahre 2001, als die Hauptschwierigkeiten der Sonderperiode schon längst überwunden waren, fast halbiert.[41] Nach einem Minus von 6 % im Jahr 2006 konnte sich der Landwitschaftssektor aber im Jahr 2007 wieder kräftig erholen. Er war im Jahr 2007 mit einem Wachstum von 22,4 % der am stärksten gewachsene Wirtschaftssektor Kubas bei einem Gesamtwirtschaftswachstum von 7 %. Dies ist offensichtlich auf die im vergangenen Jahr ergriffenen Maßnahmen zur Reduzierung des Zahlungsrückstandes des Staates gegenüber den Erzeugern, die Anhebung der Abnahmepreise für deren Produkte und die sehr günstigen klimatischen Bedingungen während des Berichtszeitraums zurückzuführen.[42]

Kuba gibt jährlich über 1,6 Milliarden US-Dollar für den Lebensmittelimport aus. Davon kommen Lebensmittel für ca. 340 Millionen US-Dollar aus den USA[43]. Sogar rund 80 % der Grundnahrungsmittel, welche einen Wert von ca. 1 Milliarde Dollar ausmachen und über das Libreta-System für rationierte und subventionierte Waren verteilt werden, müssen importiert werden, darunter Reis, Kartoffeln, Bohnen und Fleisch.[44].

Von den 3,5 Millionen Hektar Land wird rund die Hälfte nicht oder mangelhaft genutzt. Nur 32 Prozent der Flächen werden von Kooperativen bearbeitet, der Rest von privaten Bauern. Um die landwirtschaftliche Produktion anzukurbeln und die Abhängigkeit von den teuren Einfuhren zu mindern, will die Regierung unter Raúl Castro unter anderem ungenutzte landwirtschaftliche Flächen an landlose Arbeiter und Bauern vergeben.[45]

Tourismus

Hauptartikel: Tourismus in Kuba

Der Beginn des Massentourismus auf Kuba wurde durch die Prohibition in den Vereinigten Staaten ausgelöst. Kuba wurde ein beliebtes Reiseziel der US-Amerikaner, da es nah an Florida lag und keinen Beschränkungen des Glücksspiels und der Prohibition wie in den USA unterlag.

Wegen des in Folge der kubanischen Revolution verhängten US-Embargos konnten keine Gäste aus diesem vorher wichtigsten Herkunftsland nach Kuba ausreisen. Nur eine geringere Zahl von Gästen, besonders aus der Sowjetunion und den Ostblockstaaten reisten in den folgenden dreißig Jahren nach Kuba.

Nach der Auflösung des Ostblocks und der wirtschaftlichen Krise in Kuba suchte die Regierung neue Devisenquellen für Kuba. Mit Hilfe international tätiger Tourismusunternehmen wurden seit Anfang der 1990er Jahre Joint-Ventures gegründet, welche Hotels und touristische Einrichtungen hauptsächlich in den Haupttourismusgebieten errichteten und betreiben. Die hohen Trinkgelder in Devisen lockten viele hochqualifizierte Kubaner in Jobs des Tourismusgewerbes. Touristikmitarbeiter werden auch speziell an Universitäten des Landes mit eigens eingerichteten Studiengängen ausgebildet.

Der heutige Pauschaltourismus konzentriert sich auf wenige Gebiete, insbesondere Varadero, die Region Havanna, das Valle de Viñales, Cayo Coco und die Nordküste bei Holguín (Playa Guardalavaca). Durch die hohe Anzahl an Ärzten und ein entwickeltes Gesundheitssystem bietet Kuba gute Voraussetzungen für Gesundheitstourismus. Touristen verbinden ihren Ferienaufenthalt mit einer medizinischen Behandlung oder Reisen für Spezialbehandlungen wie Augenoperationen und Zahnarztbehandlungen nach Kuba.

Heute hat der Tourismus eine Spitzenstellung in der Wirtschaft des Landes bekommen und ist die wichtigste Einnahmequelle für Devisen geworden. Um die zuletzt sinkenden Touristenzahlen wieder zu steigern, wurden verschiedene Maßnahmen, wie Senkung der Landegebühren auf den Flughäfen, Senkung der Kerosinpreise auf Weltmarktniveau sowie eine schnellere Abfertigung der Touristen bei der Einreise beschlossen.[46][47]

Industrie

Kubas Industrie ist überwiegend international nicht wettbewerbsfähig. Der Bedarf an Industriegütern kann nicht durch eigene Produktion gedeckt werden.[39] Die Industrieproduktion war 2006 nur halb so gross wie 1989.[48]

Kuba verfügt über eine hochentwickelte Biotechnologie, die z. B. in der Landwirtschaft aus Mangel an Energie sowie synthetischen Düngern und Pflanzenbehandlungsmitteln biologische Anbaumethoden fördert. Die kubanische Pharmaindustrie vermarktet weltweit zahlreiche kubanische Patente auf Medikamente. Kuba zählt zu den ersten Ländern, in denen Impfstoffe gegen Meningitis B und C, Hepatitis B und ein therapeutischer Impfstoff gegen Lungenkrebs[49] entwickelt wurden.

Weiterhin existiert eine moderne Produktionsstätte für Solarmodule.

Lebensstandard

Die Löhne und vor allem die Renten gelten für die Masse der Kubaner als sehr gering, so dass die meisten sich bemühen müssen, im informellen Sektor etwas dazu zu verdienen oder aus der Produktion ihrer Betriebe zu stehlen. Das durchschnittliche Monatseinkommen für Berufstätige beträgt derzeit (Stand April 2008[50]) 408 Pesos pro Monat, rund 18 US-Dollar. Die Mindestrente für Berufstätige beträgt derzeit 150 Pesos (ca. 7 US-Dollar) je Monat.[51]

Es existiert eine Art Bezugsscheinsystem, Libreta genannt, welches den rationierten Bezug von subventionierten Waren wie Lebensmittel und Kleidung erlaubt. Dies reicht jedoch nur für ca. 10 bis 14 Tage. Der Rest des täglichen Bedarfs muss auf dem freien Markt oder sogar in Devisenläden gekauft werden, was aber bei einem Durchschnittseinkommen von umgerechnet ca. 15 Euro je Monat äußerst schwierig ist. [52]

Trotz der Probleme belegt Kuba beim Lebensstandard laut dem Human Development Index nach Costa Rica den zweiten Platz in Mittelamerika, liegt vor den meisten anderen lateinamerikanischen Ländern sowie vor Russland und der Volksrepublik China und vor den EU-Mitgliedsstaaten Bulgarien und Rumänien.[53] Kuba hat im Vergleich zum Rest Lateinamerikas und Teilen der restlichen Welt eine niedrigere Kindersterblichkeitsrate (nur 6 von 1000 Kindern sterben), höhere Lebenserwartung (77 Jahre - 7 Jahre mehr als durchschnittlich in Lateinamerika) und weniger Analphabetismus.

Ende Januar 2006 erhielt Kuba vom UN-Welternährungsprogramm ein Zertifikat, in dem ihm bestätigt wird, das einzige Land Lateinamerikas und der Karibik ohne unterernährte Kinder zu sein. Nur zwei Prozent würden Eisenmangelerscheinungen zeigen.

In anderen Bereichen stagnierte das Wohlstandswachstum oder fiel relativ hinter andere lateinamerikanische Länder zurück (Telekommunikation, Automobilversorgung, Elektrizitäts- und Nahrungsmittelversorgung). Viele Häuser sind alt, renovierbedürftig und überfüllt. Noch immer sind viele Konsumgüter rationiert und selbst mit den Lebensmittelkarten oft nicht verfügbar. Selten ist vor allem Fleisch. Weitaus stärker wirkt jedoch der Zugang zu Devisen vor allem über Tourismus und Verwandte in den USA.

Neben dem Staat betreibt auch die Kirche ein soziales Netz im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Soziale Hilfe außerhalb des Staates wird jedoch nicht gern gesehen und möglichst unterbunden. Ausnahmen gelten nur für die politische Entwicklungshilfe der zahlreichen Solidaritätsvereine außerhalb Kubas, welche bereit sind, mit dem Staat zusammenzuarbeiten.

Siehe auch: Rationierung in Kuba

Infrastruktur

Die kubanische Infrastruktur wurde durch die Sonderperiode zu Beginn der 1990er schwer getroffen. Durch die Auflösung der Sowjetunion und des Ostblockes waren kurzfristig keine Ersatzteile mehr verfügbar und Treibstoff konnte nur noch auf dem Weltmarkt gegen Devisen beschafft werden. Der öffentliche Verkehr mit Zügen und Bussen musste deshalb stark eingeschränkt werden. Durch die wirtschaftliche Erholung Kubas hat sich die Situation inzwischen wieder weitgehend normalisiert.

Schienenverkehr

→ Hauptartikel Ferrocarriles de Cuba

Die staatliche Eisenbahngesellschaft Ferrocarriles de Cuba betreibt das einzige noch für den Personenverkehr in Betrieb stehende staatliche Eisenbahnnetz auf einer karibischen Insel. Es gehört zu den ältesten weltweit (seit 1836) und umfasst ca. 4000 km (ohne Strecken für Zuckertransport)'.

Straßenverkehr

Kuba verfügt über ein gut ausgebautes Straßennetz, darunter über die einzige Autobahn in der Karibik, welches durch den geringen Motorisierungsgrad aber nur schwach befahren ist. Die Straßen sind jedoch in einem teilweise sehr schlechtem Zustand.

Überlandbusse werden durch das Unternehmen Astro betrieben, zu dem auch die Viazul-Busse für Touristen gehören.

Autokennzeichen

Flugverkehr

Die kubanischen Fluggesellschaften Cubana, Aerogaviota und Aerocaribbean betreiben vom Flughafen Havanna José Martí als Drehkreuz aus ein dichtes Netz aus Inlandsflügen, sowie Auslandsflügen z. B. nach Kanada, Mexiko und Spanien. siehe auch: Liste der Flughäfen Kubas

Schifffahrt

Die Bedeutung der Schifffahrt beschränkt sich auf Fährverbindungen zur Isla de la Juventud und weiteren vorgelagerten Inseln, sowie Fähren über die Hafenbuchten von Cienfuegos und Havanna

Energie

Die Energieversorgung beruht vor allem auf fossilen Brennstoffen. Die maximale Gesamtleistung aller Kraftwerke Kubas beträgt ca. 3800 MW, der Strombedarf zu Spitzenlastzeiten liegt bei ca. 2500 MW.[54] Da seit der Energiekrise in den 90ern konsequent in leichter regelbare kleinere Kraftwerke investiert wurde, reicht dies theoretisch für eine zuverlässige Stromversorgung aus. Durch den schlechten Zustand des Verteilernetzes kommt es jedoch zu Stromausfällen.

Derzeit laufen erste Projekte zur Nutzung der Windenergie. Seit Februar 2007 speist eine vom französischen Hersteller Vergnet gelieferte, 3,4 Mio. Dollar teure Pilotanlage östlich von Nueva Gerona auf der Insel der Jugend insgesamt 1,65 MW ins Netz ein. Aufgrund der hohen Gefahr durch Tropenstürme können die je 275 KW starken Generatoren automatisch zu Boden gesenkt werden.[55] 2007 wird möglicherweise auch der Windpark Girbara im östlichen Teil der Provinz Holguín mit sechs spanischen 850KW-Windrädern (Gesamtleistung 5,1 MW) in Betrieb genommen. Eine Erweiterung mit sechs chinesischen Windrädern ist geplant.

Telekommunikation

Das italienisch-kubanische Joint Venture der ETECSA baut ein modernes Telekommunikationsnetz in Kuba auf. Das Mobilfunknetz wird von der Tochtergesellschaft Cubacel (Kennung C_Com) betrieben und deckt alle größeren Orte ab. Roaming ist für Vertragskunden deutscher Mobilfunkanbieter möglich.

Die Durchdringung der kubanischen Bevölkerung mit Telefonen oder Handys ist noch sehr schwach ausgeprägt. 2007 gab es bei einer Einwohnerzahl von 11,2 Millionen nur rund 910.000 Telefonanschlüsse in Privathand. Handys gab es den offiziellen statistischen Angaben zufolge 330.000.[56]

Größere Orte verfügen über ein Telegraphenamt mit Internetarbeitsplätzen, wo für Kubaner die Möglichkeit besteht, gegen Entgelt E-Mails ins In- und Ausland zu versenden sowie im kubanischen Intranet zu surfen. E-Mail-Versand ins Ausland von öffentlich zugänglichen Computern muss in CUC bezahlt werden.

Umwelt

Kuba gehört zu den ersten Staaten auf der Welt, die die Forderung nach einer umweltverträglichen wirtschaftlichen Entwicklung in die Verfassung aufnahmen.[57] Eine umfassende Umweltschutzgesetzgebung in Verbindung mit Umwelterziehungsprogrammen und zahlreichen Umweltschutzprojekten[58] trugen dazu bei, dass Kuba das Land mit der besten ökologischen Bilanz im Verhältnis zum Lebensstandard ist. Es ist weltweit das einzige Land, das vom WWF eine "nachhaltige Entwicklung" bescheinigt bekam, das heißt, Kuba verfügt über einen entwickelten Lebensstandard (s.HDI) bei gleichzeitiger ökologisch nachhaltiger Entwicklung. [59]

Bedingt durch die Ölknappheit nach der Auflösung der Sowjetunion war Kuba gezwungen, viele Rationalisierungen und Einsparungen vorzunehmen. Die starke Verringerung des Individualverkehrs, die Ersetzung von Maschinen in der Landwirtschaft durch beispielsweise Ochsenkarren, Austausch von veralteten Motoren in Fahrzeugen oder neue Wege bei der Energieerzeugung, zum Beispiel durch Solarenergie, haben die ökologische Bilanz stark verbessert.[60] Die im Jahre 2005 begonnenen Einsparmaßnahmen und Verbrauchsreduzierungen von Strom, vor allem durch staatliche Kampagnen, bspw. zum Austausch von alten Glühlampen durch Energiesparlampen, sind erfolgreich. Hinzu kommt eine allgemeine Rohstoffknappheit, die zu einer äußerst geringen Verwendung von Verpackungsmaterialien führt.

Die Fläche natürlichen Waldes hat entgegen dem weltweiten Trend seit 1990 zugenommen. Im Jahr 2007 pflanzten die Kubaner 136 Millionen Bäume. Damit sind 25 Prozent ihrer Insel wieder bewaldet.

Die Erfüllung der im Protokoll von Montreal eingegangenen Verpflichtung, bis Ende 2007 50 % der Substanzen zu eliminieren, die der Ozonschicht schweren Schaden zufügen, konnte bereits im September 2007 mit 74 Prozent Abbau nachgewiesen werden.

Das 5000 km² große Feuchtgebiet auf der Zapata-Halbinsel mit Dutzenden endemischen Tier- und Pflanzenarten wird von Experten der UNO-Umweltbehörde für Lateinamerika und die Karibik als das bestgehütete in der Region geschätzt.

Die Ende 1980 von den Vereinten Nationen als eine der weltweit am stärksten verschmutzten und nicht mehr zu rettenden klassifizierte Hafenbucht von Havanna wurde nach Angaben der kubanischen Regierung erfolgreich gesäubert, wobei 17.000 Fass verwertbares Erdöl aus dem Wasser der Hafenbucht geborgen werden konnte.[61]

Der umfangreiche Einsatz von Chemie in der Landwirtschaft wurde durch den Mangel an importierten Düngemitteln eingeschränkt. Kuba ist dadurch mit führend im Einsatz von eigenentwickelten ökologischen Pflanzenschutzmitteln geworden.

Die Knappheit an Energie und Rohstoffen, die Anfang der 1990er Jahre ein vergleichsweise hochentwickeltes Land mit entsprechendem Energiebedarf traf und die Durchführung staatlicher Kampagnen, führten zu dem positiven Bild, das Kuba heute in der ökologischen Bilanz und in seinen Entwicklungsperspektiven aufzeigt. [62]

Nickelbergbau

Besondere Umweltprobleme verursacht der Nickelbergbau im Gebiet Moa an der Nordostküste durch ungenügend behandelte kontaminierte Rückstände. Das Alter vieler Betriebe bedingt einen geringen Umweltschutzstandard und eine mangelhafte Entsorgung von Industrieabfällen.

Nationalparks

Zum Schutz besonderer Ökosysteme wurden seit 1999 eine Reihe von Nationalparks eingerichtet. Insgesamt gibt es 18 geschützte Naturreservate (davon 15 Nationalparks; Baconao wurde als Biosphärenreservat deklariert) und 14 Zonen für ornitologische Beobachtungen.[63]

Der berühmteste Nationalpark Kubas, der Nationalpark Parque Nacional Alejandro de Humboldt, befindet sich im Osten Kubas in den Provinzen Holguín und Guantánamo. Das Gebiet schützt Ökosysteme zu Land (68.890 ha) und zu Wasser (2.250 ha), wie die Küste mit ihren Mangroven und vorgelagerten Riffen, die küstennahen Trockenwälder und die höher gelegenen und niederschlagsreichen Regenwälder mit dem 1.168 Meter hohen Gipfel des El Toldo. Der Nationalpark wurde im Dezember 2001 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt.

Kultur

Sprache

→ Hauptartikel Kubanisches Spanisch

In Kuba wird Spanisch gesprochen. Jedoch weist die dort gesprochene Variante einige Besonderheiten zur in Spanien gesprochenen Hochsprache und auch zu den im übrigen Hispanoamerika gesprochenen spanischen Dialekten auf.

Die grammatikalische Besonderheit, welche die Sprache mit dem übrigen Lateinamerika gemeinsam hat, ist das Fehlen der 2. Person Plural (vosotros).

Die Aussprache ist ähnlich den übrigen spanischsprachigen Ländern in der Karibik und hat ihre historischen Wurzeln wohl hauptsächlich in den Regionen Spaniens, aus denen die erste größere Einwanderungswelle stammte, nämlich den Kanaren und aus Südspanien, und zeichnet sich unter anderem durch den sogenannten Seseo aus. So werden die im Hochspanisch unterschiedlichen Laute /θ/ (engl. th) und /s/ immer wie /s/ ausgesprochen. Das Verschlucken einiger Konsonanten, wie des /s/ zwischen Vokalen und am Wortende sowie des /d/ ist ebenfalls typisch. Auch sind meist die Konsonanten /r/ und /l/ vertauscht: playa (Strand) wird wie praya gesprochen und amor (Liebe) wie amol.

Kubanische Musik

→ Hauptartikel: Kubanische Musik

In Kuba sind zahlreiche Musikstile und Tänze entstanden, die zum Teil international Verbreitung fanden. Zu ihnen gehören der Son, der Mambo, die Salsa, der Danzón, die Rumba, der Cha-Cha-Cha und die alte und neue Trova (Nueva Trova).

Durch die Übersiedlung vieler Süd- und Mittelamerikaner in die USA während des Zweiten Weltkrieges kam es sehr schnell zu einer leichten Vermischung aus kubanischen Rhythmen und dem Jazz. Nach 1945 wurde kubanische Musik auch in Westafrika sehr beliebt und beeinflusste das Highlife.

Zunehmenden Einfluss gewinnt weltweit der Reggaeton, moderne kubanische Musik meist jugendlicher Gruppen. Seinen Ursprung hat der Reggaeton in Puerto Rico und Panama. Einige dieser Hits mit meist schlüpfrigen Texten tauchen neuerdings sogar in europäischen Charts auf.

Gegen Ende der 1990er Jahre wurde durch den Film Buena Vista Social Club von Wim Wenders eine echte Kuba-Welle ausgelöst. Neben der bis dahin schon international verbreiteten modernen kubanischen Musik wurde nun wieder die Musik der 1940er Jahre zum Exportschlager. Der Film berichtet über die Arbeit von Ry Cooder mit einer Gruppe von kubanischen Musikern, die fast alle bereits das Rentenalter erreicht hatten.

Tanzschulen

Im folgenden sind renommierte Schulen aufgelistet, die Tänzer ausbilden:

Kubanischer Film

Vor der Revolution gab es auf Kuba keine eigenständige Filmproduktion. Die wenigen Filme, die auf Kuba produziert wurden, ahmten den Stil US-amerikanischer Produktionen nach.

1959 wurde das Kubanische Filminstitut ICAIC gegründet, welches zunächst überwiegend Dokumentar-, Zeichentrick- und Lehrfilme produzierte. Der 1964 in Kuba gedrehte Film Soy Cuba war eine sowjetisch-kubanische Koproduktion mit Micheil Kalatosow als Regisseur, die kubanischen Filmschauspieler und Mitarbeiter des Films begründeten später einen eigenständigen kubanischen Filmstil. Regisseure wie Tomás Gutiérrez Alea (Tod eines BürokratenMuerte de un Burócrata, 1964) führten nicht nur unter Cineasten zu einer internationalen Anerkennung des kubanischen Films. 1977 produzierte das ICAIC innerhalb eines Jahres 10 abendfüllende Filme und 61 Kurzfilme. Aufgrund der Wirtschaftskrise zu Beginn der 1990er Jahre wurde die kubanische Film- und Fernsehproduktion zurückgefahren, so dass in den 1990er Jahren fast nur noch vom Ausland, besonders von Spanien finanzierte Filme hergestellt wurden. Erst neuerdings gibt es wieder eine eigenständige kubanische Filmproduktion, die mit Streifen wie Suite Habana [3] (Regie: Fernando Pérez, 2003) die Traditionen des kubanischen Films fortsetzt. Bemerkenswert ist der für einen Oscar nominierte Film Erdbeer und Schokolade nach einer Kurzgeschichte von Senel Paz, der gekonnt das Thema Homosexualität in der kubanischen Gesellschaft thematisiert.

Seit 1986 gibt es die von Gabriel García Márquez mit begründete Internationale Hochschule für Film und Fernsehen in San Antonio de los Baños, an der Studenten aus aller Welt, besonders aber Lateinamerikaner und auch Kubaner ausgebildet werden.

Kubanische Literatur

Auswahl bekannter kubanischer Schriftsteller:

Kunst

Sport

Zu den beliebtesten Sportarten in Kuba gehören u.a. Boxen und Baseball (in Kuba Pelota oder Beisbol genannt). In beiden Sportarten gehören die Sportler auch zur Weltspitze.

Der kubanische Baseball zeichnet sich durch hohe Professionalität aus, auch wenn es sich bei den Spielern offiziell um Amateure handelt. Es werden jährlich nationale Meisterschaften der Serie Nacional de Béisbol abgehalten. Die hier besten Spieler bilden die Basis für die Super-Serie, wo die Auswahl für die kubanische Baseballnationallmannschaft erfolgt. Das World Baseball Classic ist eine gute Möglichkeit für die Kubaner, sich im internationalen Maßstab zu messen.

Medien

Durch die Wirtschaftskrise von 1993 bedingt, ist das umfangreiche Angebot, das es an Printmedien (Zeitungen und Bücher) und Kinos auf Kuba gab, sehr stark zurückgefahren worden, während andere Medien wie Fernsehen und Internet, wenn auch nicht in gleichem Maße, zugenommen haben. Die kubanischen Medien (medios de difusión masiva) sind Staatseigentum nach Kapitel VI Art. 52. der Verfassung von 1976. Das gesamte Medienwesen dient entsprechend auch der Propaganda des Staates.

Presse

Die kubanische Presse steht unter alleiniger Kontrolle der Regierung, der Kommunistischen Partei Kubas und der kommunistischen Massenorganisationen (Gewerkschaften, Frauenföderation etc.). Den größten Verbreitungsgrad haben folgende kubanische Zeitungen, die alle auch über eine teilweise mehrsprachige Internet-Version verfügen. Die Zeitungen und Zeitschriften haben trotz ihrer nur allmählich wieder steigenden Auflagen sehr viele Leser, da sie in der Regel in der Nachbarschaft systematisch untereinander ausgetauscht werden und eine faktische Monopolstellung innehaben.

Unabhängiger Journalismus wird konsequent verfolgt. Insbesondere Berichte über die Lage auf Kuba oder deren Weitergabe an ausländische Medien ist strengstens untersagt. Kritische unabhängige Journalisten publizieren ihre Texte auf ausländischen Internetseiten wie CubaNet. Auf der anderen Seite bemüht sich die Regierung auch zu verhindern, dass sich Bürger aus kubakritischen Quellen informieren können, Radio Martí, ein Radiosender der US-Regierung in spanischer Sprache, wird ständig gestört und Internetseiten werden gefiltert.

Fernsehen

Es gibt auf Kuba vier staatliche Fernsehsender (Cubavisión, die beiden Bildungskanäle Canal Educativo 1 und 2 und Tele Rebelde), die von der gesamten Bevölkerung empfangen werden können. Weiterhin gibt es den über Satellit ausgestrahlten Sender Cubavisión Internacional mit einem 24-Stunden-Programm. Nahezu alle kubanischen Haushalte verfügen über, allerdings mitunter sehr alte, Fernsehgeräte.

Seit Juli 2005 strahlt der Satellitensender teleSUR sein Programm für Lateinamerika aus, an dem Kuba mit 19 % Einlage beteiligt ist. In Kuba ist nur eine Tageszusammenfassung des Programms auf dem Sender Canal Educativo 2 zu sehen. Satellitenempfang und der Besitz von Empfangsschüsseln sind in Kuba verboten.

Radio

Neben zahlreichen Radiosendern mit gemischten Programmen und reinen Musiksendern gibt es unter anderen den nach eigenen Angaben ältesten 24-Stunden-Nachrichtensender Radio Reloj (Radio Uhr) mit ständiger Zeitansage. Ausländische Sender können, soweit technisch möglich, frei empfangen werden (mit Ausnahme des ständig gestörten US-Senders Radio Martí).

Internet

Das Internet ist in Kuba nur unter starken Restriktionen und zensiert zugänglich. Seit der Wirtschaftskrise von 1993 setzt die kubanische Regierung verstärkt auf das WWW als Kommunikationsmittel. Mit Hilfe der UNESCO wurde bereits 1994 ein Backbone für die ganze Insel installiert, der zunächst einmal speziell für die Anbindung der Ärzte an aktuelle nationale und internationale medizinische Datenbanken gedacht war und bis heute allein staatlicher Kontrolle unterliegt. Jeder kubanische Arzt hat, soweit er über einen Computer verfügt, Zugangsmöglichkeiten zu diesem System, das über Gateways auch den beschränkten Zugang zu internationalen Informationsquellen und die freie Verwendung von E-Mail-Diensten ermöglicht. Des Weiteren gibt es Internetzugänge in Schulen, Betrieben, Post und auch in privaten Haushalten. Privatzugänge müssen beantragt werden und sind so teuer, dass die breite Masse der Bevölkerung von ihnen ausgeschlossen bleibt[64]. Praktisch kommt er nur für Besitzer von Devisen in Frage. Die Regierung hat dutzende regimekritischer Web-Sites gesperrt, so dass sie von Kuba aus nicht erreichbar sind. Der E-Mail-Datenverkehr wird überwacht. Internetcafés mit vollwertigem, aber relativ langsamen Internetzugang sind nur ausländischen Touristen zugänglich.[65]

Die Ausstattung aller Schulen mit Computern und die Internet-Nutzung in vielen kubanischen Betrieben führen seit dem Jahr 2000 zu einem stetig ansteigenden internationalen Kommunikationsverkehr besonders über E-Mail. Dennoch haben in Kuba nur 1,7 Prozent der Bevölkerung Zugang zum Internet, was die mit niedrigste Rate in ganz Lateinamerika ist.[66] Es kommen 4,5 Computer auf 100 Einwohner, die allermeisten davon stehen jedoch in staatlichen Einrichtungen.[56]

Kuba brachte im Februar 2007 die Betaversion der eigenen Suchmaschine 2x3 heraus. Abrufbar sind 150.000 offizielle Seiten, von der staatlichen Presse bis hin zu Fidel Castros Reden.

Die neue Regierung unter Raúl Castro hat angekündigt, dass trotz der inzwischen erfolgten Aufhebung des Verbots zum Kauf von Computern für Privatpersonen, dass die Beschränkungen des Internetzugangs nicht so schnell erleichtert werden würden. Gründe seinen vor allem die beschränkten technischen und ökonomischen Kapazitäten. Die meisten Haushalte hätten ja noch nicht einmal einen Telefonanschluss.[67] Auch das US-Embargo gegen Kuba sei Mitschuld an der schlechten Internetversorgung im Land.[68][69]

Es wird derzeit eine unterseeische Glasfaserkabelverbindung zwischen Venezuela und Kuba gelegt. Mit deren Fertigstellung ist aber nicht vor Mitte 2009 zu rechnen. Kuba ist zur Zeit noch auf einen teuren und in der Kapazität begrenzten Satellitenkanal angewiesen.[69]

Mythos Kuba

Weltweit gibt es bei vielen mit dem Sozialismus verbundenen Menschen einen „Mythos Kuba“. Das kubanische Staatswesen wird als ein(ziger) gelungener Versuch des Sozialismus gesehen, der Vorbildcharakter nicht nur für die „Dritte Welt“ habe und den es zu verteidigen gelte. Große Sympathien hat das kubanische Modell auch in weiten Teilen Süd- und Mittelamerikas. Gründe hierfür sind:

In gleichem Maße wird die kubanische Regierung gerade von vielen Nichtlinken deutlich abgelehnt. Insbesondere in den USA ist sie als eine der letzten Bastionen des Kommunismus direkt vor der Haustür vielen ein Dorn im Auge. Sie argumentieren:

Differenzen dieser Art tragen in entsprechenden Medien zu einer sehr ideologisierten und schwierigen Auseinandersetzung bei.

Filme

Literatur

 Wiktionary: Kuba – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
 Wikiquote: Kuba – Zitate
 Commons: Kuba – Bilder, Videos und Audiodateien

Quellen

  1. Cuba en cifras
  2. Oficina Nacional de Estadísticas de Cuba: TABLA II.3 POBLACION POR COLOR DE LA PIEL Y GRUPOS DE EDADES, SEGUN ZONA DE RESIDENCIA Y SEXO zugegriffen am 30. März 2008
  3. Le Monde diplomatique: LATEINAMERIKA: EINE KURZE GESCHICHTE DER US-INTERVENTIONEN vom 16. Mai 2003
  4. Diana Barahona: Reporters Without Borders Unmasked
  5. Bundeszentrale für politische Bildung: Soziale Bewegungen in Kuba vom 9. Januar 2008
  6. Antrittsrede von Raúl Castro als neuer Präsident vor dem kubanischen Parlament (Spanisch) (Version in Englisch) vom 24. Februar 2008
  7. Todesstrafe Kuba
  8. Amnesty International: Kuba Jahresbericht 2007
  9. a b Amnesty International: Amnesty International - Report 2008 - Cuba
  10. Knut Henkel: Presse in Kuba – Kritik plötzlich erwünscht vom 13. Dezember 2007
  11. Die Zeit: Insel der blinden Passagiere Ausgabe 05 vom 24. Januar 2008
  12. welt.de: Kubaner verlangen mutiger nach Freiheit vom 12. Februar 2008
  13. Alarcón enfrenta cuestionamientos de estudiantes (BBC) Youtube-Video
  14. http://pewhispanic.org/files/factsheets/23.pdf
  15. GlobalSecurity.org: Mariel Boatlift (englisch)
  16. Rede von Fidel Castro anlässlich des 1. Mai 1980 in Havanna (spanisch)
  17. International Movie Database: 90 Miles (2001) (englisch)
  18. Kuba wehrt sich diplomatisch
  19. Nicole Winfield: UN Passes Cuba Resolution Calling for an End to US Embargo – Again Associated Press 9. November 2000
  20. United States Department of Agriculture, Foreign Agricultural Service Cuba-FAQ - Export
  21. Prensa Latina: Cuba Slams US Blockade Difficulties, 18. September 2007
  22. a b Kuba-Magazin: Welche Bedeutung hat das Wirtschaftsembargo? vom 14. Februar 2007
  23. CIA - The World Factbook - Cuba - Economy zugegriffen am 18. September 2007
  24. CRS-Report for Congress: Cuba: U.S. Restrictions on Travel and Remittances
  25. Associated Press via yahoo.com: Cuba: US passed dissidents private funds vom 18. Mai 2008
  26. Associated Press via yahoo.com: Cuban dissident says she got cash from US group vom 20. Mai 2008
  27. Schweizerische Friedensbewegung Die CIA und Kuba vom 1. Juni 1998
  28. Kirby Smith, Hugo Llorens, University of Texas (Hrsg.): Renaissance and decay: A comparison of socioeconomic indicators. (PDF) (englisch) (Stand: 9. Juli 2006).
  29. UNESCO: EFA Global Monitoring Report 2007
  30. Harvard Graduate School of Education
  31. a b c Welt-in-Zahlen.de > Länderinformation > Kuba
  32. CUBAN HEALTH CARE SYSTEMS AND ITS IMPLICATIONS FOR THE NHS PLAN. Select Committee on Health.
  33. Leo Burghardt: Zeit des Nach- und Überdenkens in Kuba, Neues Deutschland, 5. Januar 2008
  34. International Institute for Strategic Studies – Military Balance 2007, S.70
  35. CubaNet: Maniobras militares en Cuba, que se prepara ante „agresividad“ de Bush
  36. a b Auswärtiges Amt: Wirtschaftsdatenblatt Kuba
  37. BIP Bericht Granma vom 29. Dezember 2007
  38. Reale Index Mundi: Bruttoinlandsprodukt (BIP) - reale Wachstumsrate: 9,5 % (2006 est.)
  39. a b Informationen über Kubas Wirtschaft beim Auswärtigen Amt Deutschlands
  40. a b Landeskundliche Informationsseiten (LIS): Kuba, Landesüberblick
  41. Hadelsblatt.com Kuba erlaubt Einblick in Wirtschaftsmisere vom 12. Oktober 2007
  42. CEPAL: Balance preliminar de las economías de América Latina y el Caribe 2007
  43. Auswärtiges Amt
  44. Freshplaza.com: Cuba examines food production problems vom 12. Juli 2007
  45. derStandard: 104 Staatsbetriebe in der Landwirtschaft aufgelöst, 2. Mai 2008
  46. Basler Zeitung baz.ch: Kuba: Offensive gegen Schwäche in der Tourismusbranche vom 27. Juni 2007
  47. Spiegel-Online: Kuba erleichtert Einreise für Touristen vom 9. Mai 2007
  48. Handelsblatt: Kleine Revolution von oben, 25. September 2007
  49. Granma: Impfstoff zur Lungenkrebsbehandlung, 26. Juni 2008
  50. Spiegel-Online: Kaufrausch auf Kuba vom 2. April 2008
  51. Rede von Fidel Castro, Präsident der Republik Kuba, zur Festveranstaltung anlässlich des 60. Jahrestages seiner Aufnahme in die Universität, am 17. November 2005 in der Aula Magna der Universität Havanna
  52. Vgl. u.a CUBA -- El Costo de la Vida: Alimentación sowie Wikipedia: Rationierung in Kuba (engl.)
  53. Human Development Index 2007
  54. http://www.granma.cu/ingles/2007/junio/lun18/two-new-gas-fired.html Artikel zur Energieerzeugung in der Granma (englisch)
  55. Pilotanlage Windenergie (granma.cu) [1]
  56. a b Reuters: Cuba says few citizens have phones and computers zugegriffen am 29. Juni 2008
  57. Poonal: KUBA - Neue Umweltgesetzgebung geplant, 13.06.1995
  58. Edgar Göll: Umwelt - und Nachhaltigkeitspolitik in Kuba: Überblick und kritische Würdigung eines Weges zur Zukunftsfähigkeit, ISBN 978-3-929173-83-3, Berlin, Dezember 2006
  59. http://www.zeenews.com/articles.asp?rep=2&aid=331619&sid=ENV&ssid=26
  60. Living Planet Report 2006 des WWF
  61. Leo Burghardt: Kuba setzt auf Nachhaltigkeit, Neues Deutschland, 2. Februar 2008
  62. Edgar Göll, Kuba - Auf dem Weg zur Zukunftsfähigkeit?!
  63. Ministerio de Industría, Turismo y Comercio de España: Cuba: Turismo activo/naturaleza.
  64. Markus Goebel: Nachts lockt das Netz Die Zeit 32/2000
  65. ETECSA: Venta de tarjetas de internet en salas de navegación
  66. Internet Worldstats: Internet Usage and Population Statistics for the Caribbean zugegriffen am 18. Mai 2008
  67. EFE: Cuba rules out Internet liberalization in short term vom 12. Mai 2008
  68. International Herald Tribune/Associated Press: Official: Cuba supports unrestricted Internet, but US embargo makes it impossible vom 16. Mai 2008
  69. a b Telepolis: Kuba: Das Ende der Sonderstellung im Internet vom 17. Oktober 2007
  70. Arte.Fact/Kunsthochschule Kassel: TANZENDE UNFREIHEIT
  71. Havanna - Die neue Kunst, Ruinen zu bauen Seite zum Film
  72. ACHE - die afrikanische Seele Kubas
  73. [2] (Märchen von Kuba -Leseprobe)

Koordinaten: 20°-23° N, 74°-84° W