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Waldemar (Schweden)

Valdemar Birgersson (* 1243; † 26. Dezember 1302 in Nyköpingshus) war schwedischer König zwischen 1250 und 1275.

Valdemar Birgersson war Sohn des Birger Jarl und dessen erster Ehefrau Ingeborg Eriksdotter und wurde nach dem Tode seines Onkels Erik Eriksson erst siebenjährig zum König gewählt. Die Regierungsmacht aber verblieb in den Händen seines Vaters, der schon davor Reichsverweser gewesen war, bis zu dessen Tod 1266. Er heiratete 1260 Sophie von Dänemark, die Tochter des dänischen Königs Erik Plovpenning.

Über seine selbständige Regierungstätigkeit nach 1266 ist wenig bekannt, aber Anfang der 70er Jahre kam es zum Konflikt mit seinen Brüdern Magnus, der Anspruch auf das Amt des Reichsverwesers mit all der Machtfülle, die deren Vater innehatte, machte, und Erik. 1275 ging der Streit in einen offenen Kampf über, nachdem die beiden Brüder Unterstützung von Seiten des dänischen Königs Erik Klipping bekommen hatten. Sie schlugen die Anhänger Valdemars in der Schlacht bei Hova im selben Jahr. Valdemar Birgersson floh nach Norwegen und sein Bruder Magnus Ladulås wurde zum König gewählt. Obwohl Valdemar 1275 abdankte, ging der Kampf um die Königskrone, aus dem Magnus Ladulås schließlich 1279 als unbestrittener Sieger hervorging, noch einige Jahre weiter. Die Jahre ab 1279 verbrachte Valdemar im dänischen Exil, von wo aus er seinem Bruder entgegenarbeitete. Dies führte schließlich dazu, dass er 1288 in Nyköpingshus arrestiert wurde, nachdem er schon drei Jahre davor mit Einverständnis der Kirche aufgrund seiner Liebesaffären, u. a. mit seiner Schwägerin Prinzessin Jutta von Dänemark, für unzurechnungsfähig erklärt worden war. Er starb 1302 im Gefängnis in Nyköpingshus.

Nachkommen

Aus der Ehe mit Sophie:

Personendaten
Waldemar I.
Valdemar Birgersson
schwedischer König
1243
26. Dezember 1302