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Tatort (Fernsehreihe)

Seriendaten
Originaltitel: Tatort
Produktionsland: Deutschland, Österreich, Schweiz (bis 2002)
Produktionsjahr(e): seit 1970
Länge pro Folge: etwa 90 Minuten
Anzahl der Folgen: 700 (+13)[1]
Originalsprache: Deutsch
Musik: Titelmelodie: Klaus Doldinger
Genre: Kriminalfilm
Erstausstrahlung: 29. November 1970
Besetzung

Pro Sendeanstalt mindestens ein Ermittlerteam, siehe Ermittler

Tatort ist der Titel einer Fernseh-Kriminalreihe der ARD und des ORF, die im Deutschen (im Ersten sowie in den Dritten) und Österreichischen Fernsehen (ORF) ausgestrahlt wird. Das Schweizer Fernsehen produzierte von 1990 bis 2001 Tatort-Folgen.

Die Grundkonzeption dieser Krimireihe geht auf eine Idee von Horst Jaedicke zurück, dem Fernsehdirektor des damaligen SDR in Stuttgart, der als Fernsehspiel-Koordinator der ARD die Zusammenarbeit der Fachredaktionen in den beteiligten Rundfunkanstalten für die Tatort-Reihe auf den Weg brachte.

Die erste Folge Taxi nach Leipzig wurde am 29. November 1970 in der ARD ausgestrahlt (Produziert vom NDR, mit Walter Richter als Kommissar Trimmel). Bereits 1969 wurde der Fernsehfilm Exklusiv!, ebenfalls mit Kommissar Trimmel, ausgestrahlt; dieser wurde 1971 (und auch seither) als Tatort, Folge 9, wiederholt und ist der von der Produktion her älteste Tatort. Konzipiert wurde die Reihe als Nachfolgerin der Stahlnetz-Krimis der ARD und als Konkurrenz zur ZDF-Krimiserie Der Kommissar mit Erik Ode.

Der Tatort ist die älteste und derzeit auch beliebteste noch laufende Krimireihe im deutschsprachigen Raum. Die Erstausstrahlung läuft in der Regel sonntags um 20:15 Uhr im Ersten (ein Platz, den sie sich mit dem etwas seltener gesendeten Krimireihenformat Polizeiruf 110 teilt). Während in der Anfangszeit die Einzelfolgen unterschiedliche Längen von teilweise bis zu knapp zwei Stunden aufwiesen, hat sich seit Ende der 80er Jahre eine einheitliche Länge von ca. 88 Minuten pro Folge durchgesetzt.

Seit Januar 2008 gibt es auch eine eigenständige Version für die ARD-Hörfunksender, den Radio Tatort.

Inhaltsverzeichnis

Konzept

Im Gegensatz zu anderen Fernsehkrimireihen sind bei ihren Tatort-Produktionen die einzelnen Rundfunkanstalten der ARD jeweils für ihr Sendegebiet zuständig. Jede Rundfunkanstalt verfügt über mindestens ein Ermittlerteam (Ausnahme: Bis zur Fusion von SFB und ORB zum RBB produzierte der ORB keine Tatorte – s. u.). Dadurch, dass nicht in jeder Folge dieselben Ermittler zu sehen sind, wird für Abwechslung gesorgt. Zum Konzept der Reihe gehört das Lokalkolorit: Die jeweiligen regionalen Besonderheiten der Stadt oder Gegend, in der ermittelt wird, sollen in die Handlung mit eingearbeitet werden. Beliebt waren in Hamburger Tatorten etwa die St.-Pauli-Landungsbrücken oder nahezu regelmäßig der Kölner Dom als Hintergrund der Schlußszene im derzeitigen Kölner Tatort.

Anfangs war keine Reihe mit festen Darstellern geplant, sondern lediglich ein für Krimis reservierter Programmplatz am Sonntagabend, den die beteiligten Sender in Eigenregie füllen sollten. Inhaltlich wurden lediglich das Lokalkolorit sowie, als Abgrenzung zur ZDF-Krimiserie Der Kommissar, Schauplätze außerhalb des Studios vorgegeben.

Den ersten Folgen kann auch eine gewisse gesellschaftspolitische Bedeutung zugeschrieben werden: Erstmals trat im deutschen Krimi der Konflikt zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Schichten auf. In diesem Kontext kann auch die Figur des 1980 eingeführten Kommissars Schimanski gesehen werden. Mit ihm trat erstmals ein Ermittler auf, der eindeutig und wahrnehmbar der Arbeiterschicht entstammt.

Auch die Thematik der innerdeutschen Teilung wurde wiederholt aufgegriffen, so z. B. in der ersten Folge, Taxi nach Leipzig, sowie in Transit ins Jenseits (1976) und in der Schimanski-Folge Unter Brüdern (1990). In letzter Zeit wird beim „Tatort“ öfter das Konzept des Eindringens in ein relativ selbstständiges "Milieu" verfolgt. Als Milieus kommen z. B. in Frage: Wirtschafts-, Politik- und Finanzmilieus, Unterschichten-, Migrations- und Außenseiter-Milieus, Jugend- und Vereinsmilieus (z. B. Feuerwehr, Gartenkolonie) oder Gruppierungen des eng umgrenzten organisierten Verbrechens. Durch die Konzentration auf das engere Umfeld gelingen oft nahe Einblicke auch für Zuschauer, die in der Realität kaum Kontakt zu diesen vielgestaltigen Milieus haben. Es gehört sogar zum Konzept der Sendereihe, dass sich die Ermittler oft erst selbst einen Überblick über die am Tatort vorgefundenen neuen Verhältnisse verschaffen müssen. Das „gewöhnliche“ Verbrechen, das quasi jedermann widerfahren kann und dessen kriminalistische Aufklärung kaum Probleme aufwirft, ist dramaturgisch völlig ins Abseits geraten. Es hat eine eigene Krimigattung hervorgebracht: den Psychokrimi, wo die psychische Konstitution des Täters im Mittelpunkt steht.

Episoden

Hauptartikel: Liste der Tatort-Episoden

Seit Beginn der Reihe wurden 700 Episoden (plus 13 österreichische Eigenproduktionen) ausgestrahlt. Die ersten zwei Jahrzehnte wurden in der Regel nur elf oder zwölf Filme pro Jahr erstellt, danach wurde die jährliche Produktion immer weiter erhöht. 2005 wurden bereits 35 neue Folgen gesendet. Eine Vielzahl von Drehbuchautoren und Regisseuren war für die Reihe tätig, unter ihnen bekannte Personen wie Felix Huby, Wolfgang Petersen und Michael Verhoeven.

Der Inhalt der Episoden sowie die Charaktere der Ermittler haben sich seit Beginn der Reihe deutlich verändert. Dies ist kein Zufall, denn „seit rund 30 Jahren bildet die Krimiserie bundesrepublikanische Realität ab“ (Frankfurter Rundschau).

Handlungsorte

Anders als die meisten deutschen Krimiserien finden die Tatort-Episoden, auch bedingt durch die verschiedenen Ermittlerteams der beteiligten Rundfunkanstalten, an verschiedenen Schauplätzen statt, die regelmäßig ihren Schwerpunkt im Gebiet der produzierenden Rundfunkanstalt haben. Dabei überwiegen stark Teams, die an feste Einsatzorte gebunden sind, in der Regel Großstädte, jedoch gibt es auch immer wieder nicht fest ortegebundene Ermittler, etwa Kommissar Finke in den 1970er Jahren (Schleswig-Holstein) und gegenwärtig Kommissarin Charlotte Lindholm (Niedersachsen). Zu den bekanntesten Tatort-Schauplätzen zählen München (u.a. Veigl), Hamburg (u.a. Stoever), Berlin (u.a. Ritter/Stark), Köln (Ballauf/Schenk) und die Ruhrgebietsstädte Essen (Haferkamp) und Duisburg (Schimanski). Berlin, Hamburg und München sind seit Beginn der Serie praktisch durchgehend als Handlungsorte etabliert. Kleinere und nur einmalig in Erscheinung tretende Handlungsorte (etwa bei den „Wanderarbeitern“ Finke oder Lindholm, auch bei Einzelfolgen mit nicht wiederkehrenden Kommissaren in den 1980er Jahren) werden häufig nicht konkret benannt oder mit fiktiven Namen belegt.

Wichtige Tatort-Produktionen

Ermittler

Eine Besonderheit der Serie ist die Zahl der Ermittler. Im Gegensatz zu anderen Fernsehserien gibt es beim Tatort eine Vielzahl von Hauptdarstellern, die von Folge zu Folge wechseln, in der Regel jedoch in sich wiederkehrende Figuren darstellen. Derzeit gibt es fünfzehn Ermittler bzw. Ermittlerteams; insgesamt sind bereits 70 verschiedene Ermittler(-teams) in Erscheinung getreten. Diese Besonderheit liegt an der Konzeption der Serie (s. o.) als Gemeinschaftsproduktion der neun ARD Rundfunkanstalten sowie des ORF. Von 1990 bis 2001 war auch das Schweizer SF beteiligt.

In den frühen Folgen stehen die zu lösenden Fälle mit den damit verbundenen Personen von Verdächtigen, Zeugen und Tätern im Vordergrund der Handlung. Die Kommissare spielen darin überwiegend nur als Polizisten eine Rolle. Ihre Darstellung als Privatpersonen unterbleibt dabei weitgehend, von vielen frühen Tatort-Kommissaren sind nicht einmal die Vornamen bekannt.

Private Einblicke blieben eher selten, so war Kommissar Veigl schon mal in einer Volkstheateraufführung zu sehen oder beim Besuch eines Fußball-WM-Spiels (1974). Etwas mehr Privatleben erhielten einzig die frühen WDR-Ermittler Zollfahnder Kressin (vor allem wechselnde Freundinnen) sowie Kommissar Haferkamp, dessen geschiedene Frau (dargestellt von Karin Eickelbaum) regelmäßig in Erscheinung trat und auch schon mal in Ermittlungen mit eingespannt wurde. Im Lauf der Jahre wird immer mehr auch die persönliche Geschichte der Ermittler oder deren Eigenarten erzählt, dies wurde vor allem zu Beginn der achtziger Jahre durch den Auftritt von Kommissar Schimanski (dargestellt von Götz George) eingeläutet.

Kommissarinnen

Zu Beginn der Reihe waren alle Ermittelnden männlich. Dies änderte sich 1978 durch Kommissarin Buchmüller, dargestellt von Nicole Heesters. Mit dieser Kommissarin wurden zwar nur drei Folgen produziert, doch fortan gab es stets weibliche Verstärkung für die männlichen Kollegen. Der Tatort nahm damit eine Vorreiterstellung in der deutschen Krimilandschaft ein. Mittlerweile ermitteln Kommissarinnen in Ludwigshafen (Lena Odenthal), Bremen (Inga Lürsen), Hannover (Charlotte Lindholm), Frankfurt am Main (Charlotte Sänger), Konstanz (Klara Blum) und Leipzig (Eva Saalfeld).

Entwicklung der Ermittlerteams

In der Anfangszeit waren Kommissare und Ermittler üblich, die als Einzelkämpfer auftraten, keine festen Kollegen in wiederkehrenden Rollen hatten oder zumindest von der Gewichtung in der Handlung sehr stark über ihren Mitarbeitern standen. Ein Einzelkämpfer war beispielsweise Zollfahnder Kressin (Sieghardt Rupp), Kommissar Finke (Klaus Schwarzkopf) hatte zwar über mehrere Folgen identische Assistenten, die jedoch nicht allzu stark ins Gewicht fielen. Der erste Ermittler Kommissar Trimmel (Walter Richter) hatte zwar einen festen Mitarbeiterstamm, doch auch hier lag das Gewicht noch recht stark auf dem „Chef“.

Im Laufe der Zeit kam es zu einer sukzessiven Verlagerung hin zu mehr Teamarbeit, wobei die Rollen der Mitarbeiter nach und nach stärker wurden. Größere Eigenständigkeit entwickelte etwa schon der feste Mitarbeiter Willy Kreutzer (Willy Semmelrogge) von Kommissar Haferkamp (Hansjörg Felmy), der während eines „Urlaubes“ seines Chefs auch schon mal einen Fall alleine lösen durfte. Auch die Mitarbeiter Lenz (Helmut Fischer) und Brettschneider (Willy Harlander) von Kommissar Veigl sowie Assistent Wirz (Kurt Jaggberg) von Inspektor Marek wurden im Laufe der Zeit etwas selbständiger. Der Übergang zum Ermittlerteam wird am deutlichsten erkennbar in der Figur des Kommissar Thanner (Eberhard Feik), der sich an der Seite von Kommissar Schimanski (Götz George) sehr schnell zum gleichwertigen, wenn auch anders agierenden, Partner entwickelt. Der ursprünglich noch recht eigenständig agierende Kommissar Stoever (Manfred Krug) erhielt nach wenigen Folgen einen nahezu gleichwertigen, wenn auch anfänglich noch rangniedrigeren Partner in der Figur des Brockmöller (Charles Brauer). Seit den 90er Jahren sind Ermittlerteams weit in der Überzahl, doch gibt es auch immer noch Solisten mit wechselnden Begleitfiguren, etwa Kommissarin Lindholm (Maria Furtwängler).

Zumeist werden bei Auslaufen eines Ermittlers oder Ermittlerteams alle Protagonisten neu besetzt (siehe unten "Zukünftige Ermittler"), jedoch kam es auch immer wieder vor, dass nach dem Weggang der bisherigen Hauptfigur einer der Mitarbeiter in die Rolle des Chefs nachrückte, etwa Kommissar Lenz (Helmut Fischer) an die Stelle von Kommissar Veigl (Gustl Bayrhammer), der es dort noch auf sieben eigene Folgen brachte. Eine starke Kontinuität hatten in dieser Hinsicht lange die Tatort-Folgen aus Österreich, hier folgte der ehemalige Assistent Wirz (Kurt Jaggberg) dem pensionierten Vorgänger Marek (Fritz Eckhardt) und wurde später seinerseits vom bereits eingeführten Fichtl (Michael Janisch) abgelöst. Jüngst gelang dem bisherigen Mitarbeiter Deininger (Gregor Weber) von Kommissar Palu (Jochen Senf) der Sprung in das nachfolgende Ermittlerteam.

Neben dieser Kontinuität gab es vor allem in den 1970er und bis Mitte der 1980er Jahre, zuletzt bisher aber noch 1996 auch immer wieder Einzelauftritte von Ermittlern, die zuvor unbekannt waren und auch später nicht mehr in Erscheinung traten.

Vereinzelte Ausnahmen in den Reihen der Tatort-Ermittler finden sich in Form von Protagonisten, die nicht der Kriminalpolizei angehören. Dies waren bisher beispielsweise Zollfahnder Kressin in den Anfangsjahren, MAD-Oberstleutnant Delius (Horst Bollmann) sowie Streifenpolizist Rolfs (Klaus Löwitsch) in den 80er Jahren oder gegenwärtig Psychologin Jung im Kieler und Rechtsmediziner Professor Boerne (Jan Josef Liefers) im Münsteraner Tatort.

Besonderheiten

Sonderfälle bildeten 1997 Kommissarin Sommer (Hannelore Elsner), die aus einer zuvor eigenständigen Krimiserie für zwei Folgen in die Tatort-Reihe integriert wurde, sowie die oben bereits erwähnte Folge „Unter Brüdern“, die eine Kooperation mit der aus der DDR stammenden Krimiserie „Polizeiruf 110“ darstellt und beide Ermittlerteams kooperieren lässt.

Ausnahme-Folgen waren ebenfalls die Filme „Zahn um Zahn“ und „Zabou“ mit dem Duo Schimanski/Thanner, die, bisher einmalig, unter dem Tatort-Label in den Jahren 1985 und 1987 zunächst als Kinofilme liefen. Einige Jahre nach dem Ende des Teams Schimanski/Thanner wurde 1997 die Figur des Horst Schimanski in einer gleichnamigen Serie reaktiviert, die nicht mehr innerhalb der Tatort-Reihe läuft. Dort wird die Biografie der Figur Schimanski jedoch fortgeschrieben, auch wenn dieser kein Kommissar mehr ist, sondern nur fallweise als halboffizieller Ermittler eingesetzt wird. In kleinerem Umfang tritt dort auch der aus den Schimanski-Tatorten bekannte Polizist Hänschen wieder auf. Im kleineren Rahmen erlebte auch die Figur Thanner ein kurzfristiges weiterbestehen, da sie nach Ende des betreffenden Tatort-Teams noch für einige Folgen zu den „Kollegen“ der erwähnten Crossover-Folge von Polizeiruf 110 wechselte.

Der Stuttgarter Kommissar Ernst Bienzle, der auf einer Romanfigur von Felix Huby beruht, trat über seine Tatort-Aktivitäten hinaus, bisher in der langen Tatort-Geschichte ebenfalls einmalig, auch als Theaterfigur auf.

Üblicherweise sind die Ermittlerteams einem festen Kommissariat zugeordnet und agieren so weitgehend in „ihrem Revier“. Eine Ausnahme bildete Kommissar Lutz (Werner Schumacher), dessen permanente Strafversetzungen zum Konzept gehörten. Damit war die Figur des Eugen Lutz dem Publikum besser unter dem Spitznamen „Wanderpokal“ bekannt.

Gastauftritte

Gastauftritte von Tatort-Kollegen:

In den frühen Folgen waren Gastauftritte der Kommissare üblich. In fast jeder Folge spielte in einer Nebenrolle ein Tatort-Kommissar aus einer anderen Stadt mit. Und nicht nur das: Bereits in „Kressin und der tote Mann im Fleet“ (3. Tatort) ermitteln Kressin und Trimmel gemeinsam in Hamburg. Mittlerweile sind Gastauftritte selten geworden, einen der letzten bekannteren hatte der Saarbrücker Kommissar Palu (Jochen Senf) in der letzten Tatort-Folge mit Götz George, „Der Fall Schimanski“ von 1991. Die Idee wurde in den Jahren 2000 und 2002 mit den Folgen Quartett in Leipzig und Rückspiel wieder aufgenommen. Hier ermitteln die Kölner Kommissare Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Schenk (Dietmar Bär) gemeinsam mit ihren Leipziger Kollegen Ehrlicher (Peter Sodann) und Kain (Bernd Michael Lade).

Gastauftritte von sonstigen Schauspielern und Prominenten:

Liste der aktuellen Tatort-Ermittler

Stand: 25. Mai 2008

Jahr Sender Ermittler Schauspieler Stadt Anzahl der Folgen
seit 1989 SWR (bis 1998 SWF) KHK Lena Odenthal (Leitung) und KOK Mario Kopper Ulrike Folkerts und Andreas Hoppe Ludwigshafen 44, davon 35 mit Kopper (ab Folge 10)
seit 1991 BR KHK Ivo Batić und KHK Franz Leitmayr Miroslav Nemec, Udo Wachtveitl und Michael Fitz München 49, davon 44 mit Menzinger (Folgen 4–47)
1992–94, seit 1997 WDR KHK Max Ballauf und KHK Freddy Schenk (bis 12. Okt. 1997 KOK) Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär Köln, eine Episode in Leipzig 40, davon zwei gemeinsam mit Ehrlicher und Kain
seit 1997 RB KHK Inga Lürsen (Leitung) und KHK Nils Stedefreund Sabine Postel und Oliver Mommsen Bremen, Bremerhaven 17, davon 12 mit Stedefreund (ab Folge 6),davon 2 mit Rufus Beck
seit 1999 ORF Chefinspektor, später Major Moritz Eisner Harald Krassnitzer Wien sowie andere Orte in Österreich 18
seit 2001 RBB (bis 2003 SFB) KHK Till Ritter, KHK Felix Stark und KOK Lutz Weber Dominic Raacke, Boris Aljinovic und Ernst-Georg Schwill Berlin 18
seit 2002 HR KOK Charlotte Sänger und KHK Fritz Dellwo (Leitung) Andrea Sawatzki und Jörg Schüttauf Frankfurt am Main 12
seit 2002 NDR KHK Charlotte Lindholm Maria Furtwängler Hannover und andere Orte in Niedersachsen 12
seit 2002 SWR KHK Klara Blum (Leitung) und KOK Kai Perlmann Eva Mattes und Sebastian Bezzel Konstanz 14, davon 10 mit Perlmann (ab Folge 5)
seit 2002 WDR KHK Frank Thiel und Prof. Karl-Friedrich Boerne Axel Prahl und Jan Josef Liefers Münster (Westfalen) 13
seit 2003 NDR KHK Klaus Borowski und Psychologin Frieda Jung Axel Milberg und Maren Eggert Kiel 10
seit 2006 SR KHK Franz Kappl (Leitung) und KHK Stephan Deininger Maximilian Brückner und Gregor Weber Saarbrücken 2
seit 2008 SWR KHK Thorsten Lannert und KHK Sebastian Bootz Richy Müller und Felix Klare Stuttgart 1
seit 2008 MDR KHK Eva Saalfeld und KHK Andreas Keppler Simone Thomalla und Martin Wuttke Leipzig 1

Liste der ehemaligen Tatort-Ermittler

Stand: 9. März 2008

Jahr Sender Ermittler Schauspieler Stadt Anzahl der Folgen
1970–1982 NDR Kriminalhauptkommissar Paul Trimmel,KOM Petersen,KK Höffgen, KM Laumen, STa Potheine Walter Richter Hamburg 11 davon 6 mit KOM Petersen, 5 mit KK Höffgen, 8 mit KM Laumen (Joachim Richert), 2 mit STa Potheine
1970–1973 SR Kriminalhauptkommissar Liersdahl, Assistent Schäfermann Dieter Eppler, Manfred Heidmann Saarbrücken 2
1971–1973 WDR Zollfahnder Kressin Sieghardt Rupp Köln 7 davon 2 mit Zollrat Lenschau (Hermann Lenschau)
1971–1986 SDR Kriminalhauptkommissar Eugen Lutz, Hauptkommissar Brauchle, Assistent Nordenstedt, Richard Wagner/Glöckle Werner Schumacher, Max Strecker, Pierre Franckh, Frank Strecker acht verschiedene in Baden-Württemberg 16, davon 2 mit Brauchle, 1 mit Nordenstedt, 12 mit Wagner
1971–1979 HR Kriminalkommissar Konrad, Hauptmeister Klipp, Kriminalassistent Robert Wegner Klaus Höhne Frankfurt am Main 8
1971–1978 NDR Kriminalhauptkommissar Finke Klaus Schwarzkopf Kiel und andere Orte in Schleswig-Holstein 7
1971–1987 ORF Inspektor Viktor Marek Fritz Eckhardt Wien 14
1971–1972 SFB Kriminalhauptkommissar Erwin Kasulke, Kommissar Paul Esser Berlin 2 eine davon mit Assistent Roland
1972–1981 BR Melchior Veigl Gustl Bayrhammer München 15 (+ 2 MDR 1992)
1972 SWF Horst Pflüger Ernst Jacobi Baden-Baden 1
1973 RB Walter Böck Hans Häckermann Bremen 1
1973–1977 SWF Franz Gerber Heinz Schimmelpfennig Baden-Baden 5
1974–1980 WDR Heinz Haferkamp Hansjörg Felmy Essen 20
1974–1977 NDR Heinz Brammer Knut Hinz Hannover 4
1975–1977 SFB Martin Schmidt Martin Hirthe Berlin 3
1977–1984 SR Horst Schäfermann

(in einer Folge Manfred)

Manfred Heidmann Saarbrücken 4
1978–1980 SWF Marianne Buchmüller Nicole Heesters Mainz 3
1978 HR Bergmann Heinz Treuke Frankfurt am Main 1
1978–1979 SFB Matthias Behnke Hans-Peter Korff Berlin 2
1979 NDR Nagel Diether Krebs Hannover – ehem. Landkreis Burgdorf 1
1979–1985 NDR MAD Oberstleutnant Delius Horst Bollmann Köln 3
1980 HR Sander Volkert Kraeft Frankfurt am Main 1
1980 WDR Paul Enders Jörg Hube Essen, Frankfurt am Main 1
1980–1982 NDR Jochen Piper Bernd Seebacher Bremen 2
1980 WDR Willy Kreutzer Willy Semmelrogge Essen 1
1981–1983 HR Bergmann Lutz Moik Frankfurt am Main 2
1981–1985 SFB Friedrich Walther Volker Brandt Berlin 6
1981–1988 SWF Hanne Wiegand Karin Anselm Baden-Baden, Karlsruhe, Mainz 8
1981 NDR Greve Erik Schumann norddeutsche Kleinstadt 1
1981 NDR Kriminalhauptkommissar Beck Hans Häckermann Hamburg 1
1981–1991 WDR Horst Schimanski, Christian Thanner und „Hänschen“ Götz George, Eberhard Feik und Chiem van Houweninge Duisburg 29
1981–1987 BR Ludwig Lenz Helmut Fischer München 7
1982 HR Werner Rolfs Klaus Löwitsch Frankfurt am Main 1
1982 NDR Nikolaus Schnoor Uwe Dallmeier Ort bei Bremerhaven 1
1983 NDR Ronke Ulrich von Bock Hamburg 1
1984 HR Rullmann Hans-Werner Bussinger hessische Kleinstadt 1
1984–2001 NDR Paul Stoever und Peter Brockmöller Manfred Krug und Charles Brauer Hamburg 41, davon 37 mit Brockmöller
1984–1986 ORF Hirth Kurt Jaggberg Wien 3 (+ 7 nur ORF)
1985 HR Reinhold Dietze Klaus Löwitsch Frankfurt am Main 1
1985–2001 HR Edgar Brinkmann Karl-Heinz von Hassel Frankfurt am Main 28
1985–1989 SFB Hans Georg Bülow Heinz Drache Berlin 6
1986 BR Sigi Riedmüller Günther Maria Halmer München 1
1986 ORF Journalist Alexander Lutinsky Miguel Herz-Kestranek Wien 1 nur ORF
1987–1988 SDR Georg-Thomas Schreitle Horst Michael Neutze Stuttgart, Führstadt 3
1987 BR Karl Scherrer Hans Brenner München 1
1987 ORF Herbert Passini Christoph Waltz Wien 1
1988 ORF Pfeifer Bruno Dallansky Wien 1 (+4 nur ORF)
1988–2005 SR Max Palu Jochen Senf Saarbrücken 17
1988–1989 BR Otto Brandenburg Horst Bollmann München 2
1989–1996 ORF Michael Fichtl Michael Janisch Wien 8 (+1 nur ORF)
1990 DRS Walter Howald Mathias Gnädinger Bern 1
1991–1992 DRS Reto Carlucci Andrea Zogg Bern 2
1991–1995 SFB Franz Markowitz Günter Lamprecht Berlin 8
1992–1997 WDR Bernd Flemming, Miriam Koch und Max Ballauf (Team Flemming) Martin Lüttge, Roswitha Schreiner und Klaus J. Behrendt Düsseldorf 15, davon 8 mit Ballauf
1992–2007 SWR (bis 1998 SDR) Ernst Bienzle und Günter Gächter Dietz-Werner Steck und Rüdiger Wandel Stuttgart 25
1992–2007 MDR Kriminalhauptkommissar Bruno Ehrlicher (Leitung) und Kriminalhauptkommissar M. Kain Peter Sodann und Bernd Michael Lade erst Dresden, später Leipzig, je eine Episode in Köln und Weimar 45, davon zwei gemeinsam mit Ballauf und Schenk
1993–2002 DRS Philipp von Burg und Markus Gertsch László I. Kish und Ernst C. Sigrist Bern 9
1995 HR Leo Felber Heinz Schubert Frankfurt am Main 1
1996–1998 SFB Ernst Roiter und Michael Zorrowski Winfried Glatzeder und Robinson Reichel Berlin 12
1996 ORF Max Becker Klaus Wildbolz Wien 1
1997 ORF Paul Kant und Jakob Varanasi Wolfgang Hübsch und Johannes Nikolussi Wien 2
1997 NDR Lea Sommer Hannelore Elsner Hamburg 2
1999–2000 SFB Till Ritter und Robert Hellmann Dominic Raacke und Stefan Jürgens Berlin 6 (Ritter seit 2001 weiter mit Stark)
2001–2008 NDR KHK Jan Casstorff (Leitung), KOK Eduard Holicek und KM Jenny Graf Robert Atzorn, Tilo Prückner und Julia Schmidt Hamburg 15, davon 11 mit Graf

Zukünftige Ermittler

Stand: 25. Mai 2008

Jahr Sender Ermittler Schauspieler Stadt
ab 2008 NDR Cenk Batu Mehmet Kurtuluş Hamburg

Sprache

In den neueren Folgen wird fast ausschließlich Standarddeutsch gesprochen, Ausnahmen bilden einige Folgen des ORF, des SR und des SWR. In der Anfangszeit des Tatorts zählte zum Lokalkolorit jedoch auch der in der jeweiligen Gegend gesprochene Dialekt, was beispielsweise dazu führte, dass die frühen Folgen mancherorts kaum zu verstehen waren. Der NDR sendete 1982 die Folge Watt Recht is, mutt Recht bliewen, in der Plattdeutsch gesprochen wurde, teilweise mit hochdeutschen Untertiteln. Ein solches Experiment wurde nie wiederholt.

Die österreichische Fernsehserie Trautmann sollte ursprünglich innerhalb der Tatort-Reihe laufen, wurde aber von der ARD kurz vor der ersten Ausstrahlung wegen des angeblich schwer verständlichen Wiener Dialekts abgesetzt.

Vorspann

Der Darsteller im Vorspann (durch einen Schlitz blickende Augen und eine flüchtende Person) ist Horst Lettenmayer. Er bekam für den Dreh damals einmalig 400 DM. Als späte Anerkennung ist (in einer einzigen Episode) auch der Rest von ihm zu sehen: 1989 spielte er in dem Schimanski-Tatort Der Pott einen Gewerkschaftsboss, der als Leiche endet[2].

Die Titelmusik wurde 1970 von Klaus Doldinger komponiert und im Lauf der Zeit nur zweimal, 1978 und 2004 [3], behutsam modifiziert. Bei der Einspielung war Udo Lindenberg als Schlagzeuger beteiligt.

Wiederholungen

Wiederholungen von Tatort-Folgen im deutschen Fernsehen laufen in den letzten Jahren häufig in den Dritten Programmen. Bereits gesendete Folgen werden auch im Ersten wiederholt, derzeit in der Regel freitags um 21:45 Uhr. Teilweise, beispielsweise während der Zeit der Sommerferien, laufen auch zum Hauptsendetermin Sonntag abends bereits früher ausgestrahlte Folgen. Auffällig ist, dass überwiegend Folgen neueren Datums wiederholt werden (selten Folgen von deutlich über 10 Jahren Alter). Alte Folgen sind nur sehr selten zu sehen und laufen in unregelmäßiger Folge als "Filmnächte" (zumeist drei Folgen hintereinander) samstags im 3. Programm des NDR.


Schwesterserie

Das DDR-Pendant zum Tatort war der Polizeiruf 110, der sich heute mit dem Tatort den Sendeplatz teilt. Die erste Crossover-Folge zwischen den beiden Reihen bildete 1990 die Tatort-Folge Unter Brüdern, in der die westdeutschen Kommissare Schimanski und Thanner (dargestellt von Götz George und Eberhard Feik) auf ihre ostdeutschen Kollegen Fuchs und Grawe (dargestellt von Peter Borgelt und Andreas Schmidt-Schaller) treffen. Nachdem Schimanski sich aus dem Tatort verabschiedet hatte, gab es die Polizeiruf-Folge „Thanners neuer Job“ (1991), in der Eberhard Feik im Polizeiruf eingeführt werden sollte. Einen weiteren Berührungspunkt gab es im Jahr 2006: In der Polizeiruf-Folge Die Mutter von Monte Carlo (Erstausstrahlung 29. Januar 2006) trifft Polizeiruf-Kommissar Thomas Keller (dargestellt von Jan Gregor Kremp) auf seinen Frankfurter Tatort-Kollegen Fritz Dellwo (dargestellt von Jörg Schüttauf).

Literatur

Einzelnachweise

  1. Die 13 Folgen sind österreichische Eigenproduktionen
  2. Sächsische Zeitung: Die Augen der Nation vom 21. Mai 2008.
  3. HörZu, Nr.21/2008 Jubiläumsheft 700 Folgen Tatort, Seite 156, 16. Mai 2008

Siehe auch