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Karl Dietel

Karl Dietel (* 27. Februar 1912; † 18. März 1996 in Münchberg) war Kreisheimatpfleger des Landkreises Münchberg, Chronist und Heimatforscher im Fichtelgebirge.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Am 1. Oktober des Jahres 1948 wurde Karl Dietel als Bahnhofsvorsteher nach Münchberg versetzt und konzentrierte von nun an seine Forschungen ganz auf diesen Bereich. Ab 1952 war er auch ehrenamtlicher Mitarbeiter des Landesamtes für Denkmalpflege in Franken.Seine Frau Annemarie und sein Sohn Gernot unterstützten ihn maßgeblich in seinem Schaffen und führten seine Arbeiten auch weiter. Er verstarb 84-jährig am 18. März 1996.

Ausgrabungen am Waldstein

In den Jahren 1960 bis 1974 erforschte er die Ostburg auf dem Großen Waldstein und konnte durch systematische Grabungen die Meinung seiner Vorgänger, wie Ludwig Zapf, korrigieren und ein wissenschaftliches Fundament für die weitere Forschung über den Waldstein begründen. Die Grabungen bei der Ostburg hat er in einer Arbeit ausführlich beschrieben und er fertigte Lagepläne der verschiedenen Mauerreste samt einer ersten Datierung der Bausubstanz, die heute fast gänzlich wieder überwachsen ist.

Literarisches Werk

Seine Arbeiten befassen sich vorrangig mit der Geschichte von Burgen und Siedlungen im Raum des früheren Landkreises Münchberg und dem Hofer Raum, siehe z.B. Münchberg, Schweinsbach, Sparneck (mit Kloster und gleichnamigem Geschlecht), Uprode, Waldstein mit Bärenfang. Seine anschaulichen Aufsätze und Bücher, die sich nicht nur an Fachleute wenden, sind geprägt von sorgfältigem Quellenstudium und zum Teil auch erstmaligen Beobachtungen und Vermessungen vor Ort. Sicher hat er dazu beigetragen lokale Geschichte vor Ort populär zu machen. Insgesamt legte er 250 Publikationen vor.

Ehrungen und Auszeichnungen

Werke (Auswahl)

Literatur

Personendaten
Dietel, Karl
Kreisheimatpfleger des Landkreises Münchberg, Chronist und Heimatforscher im Fichtelgebirge
27. Februar 1912
18. März 1996
Münchberg