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Sherman Antitrust Act

Der Sherman Antitrust Act war die erste Rechtsquelle für das US-amerikanische Wettbewerbsrecht gegen die Beschränkung des Marktes durch Marktmacht.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Erlassen wurde das nach seinem Urheber John Sherman benannte Gesetz im Jahre 1890. Grund für das Gesetz war die rasche Entwicklung der Wirtschaft in den USA mit der gleichzeitigen Entstehung von Monopolen (z.B. Standard Oil Company, Carnegie Steel Company, Accessory Transit Company) welche ihre Macht durch das Setzen von (überhöhten) Preisen ausnutzte. Besonders deutlich wurde das beim Schienenverkehr, für welche 1887 die Interstate Commerce Commission geschaffen wurde. Nach der Verabschiedung des Gesetzes wurde es zuerst kaum angewandt, erst unter Präsident Theodore Roosevelt erfolgte eine stärkere Anwendung.

Gefolgt wurde es 1914 vom Clayton Act, welcher das Gesetz ergänzte und präzisierte.

Inhalt

Das Gesetz beinhaltete ein generelles Monopolisierungsverbot. Weiterhin waren horizontale und vertikale Absprachen grundsätzlich verboten. Das Gesetz sah auch die Möglichkeit der Entflechtung vor, d.h. Unternehmen mit Monopolstellung konnten unter bestimmten Voraussetzungen aufgeteilt werden. Beim Erlass des Gesetzes war eine Strafe von bis zu 5.000 US-Dollar und/oder eine Gefängnisstrafe von bis zu einem Jahr vorgesehen. Später wurde die Strafe auf heute (2005) bis zu 10 Millionen USD für Unternehmen bzw. 1.000.000 USD und/oder bis zu zehn Jahre Haft für natürliche Personen erhöht.

Fälle

Siehe auch

Federal Trade Commission

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