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Dr. Feelgood

Dr. Feelgood ist eine Band von Canvey Island in der Nähe von Southend, Essex. Sie sind eine der wenigen Bands, die im British Blues Boom und in der Punkära gleichermaßen Erfolg hatten. Die vor allem in den 1970er Jahren aktive Band wurde bekannt durch Lieder wie Back in the Night und Roxette. Sie wurde im Jahre 1971 von Sänger Lee Brilleaux und Gitarrist Wilko Johnson (bürgerlich: John Wilkinson) gegründet. Bald darauf kamen Bassist John Sparks und Drummer The Big Figure (bürgerlich: John Martin) dazu.

Wie viele andere Pub Rock-Bands, wie die auch aus Southend stammenden Eddie & the Hot Rods, waren Dr. Feelgood hauptsächlich durch ihre Live-Auftritte bekannt, daneben waren jedoch auch die Alben wie Down by the Jetty und Malpractice sehr beliebt. Den Durchbruch der Band brachte 1976 das Live-Album Stupidity, welches sogar auf Platz Eins in den englischen Charts landete.

Nach dem nächsten Album, Sneakin' Suspicion, verließ Wilko Johnson aufgrund interner Differenzen die Gruppe und wurde durch John „Gypie“ Mayo ersetzt. Mit Mayo war die Band nicht mehr so erfolgreich wie in früheren Zeiten mit Johnson, dennoch konnte sie 1979 mit Milk and Alcohol noch einen Platz in den Charts erreichen.

Nachdem auch Mayo die Band verlassen hatte, gaben Dr. Feelgood nicht auf, sondern nahmen weiter Musik auf und gingen auf Tour, bis am 7. April 1994 Brilleaux an Krebs starb. Mit Pete Gage und Robert Kane wurden wieder zwei neue Mitglieder aufgenommen. Seit den späten 1990er Jahren befinden sich Dr. Feelgood (ohne Originalmitglieder) immer wieder auf Tour.

Neben der Band tragen noch ein Lied und ein Album von Mötley Crüe und Aretha Franklin den Namen Dr. Feelgood. Außerdem veröffentlichte der Blues-Pianist Piano Red einen Teil seiner Werke unter dem Pseudonym Dr. Feelgood & the Interns. Der Name der Band stammt vom Song „Dr. Feelgood“ der englischen Band Johnny Kidd & The Pirates (Vorschlag von John B. Sparks). Das erfolgreiche schwedische Popduo Roxette hat sich nach einem Dr.-Feelgood-Titel benannt.

Diese Band wird im Krimi „Silentium!“ von Wolf Haas indirekt erwähnt.

Diskografie

Literatur / Primärquellen