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Zeche Friedlicher Nachbar

Die Zeche Friedlicher Nachbar war ein Steinkohlen-Bergwerk in Bochum-Linden.

Die bergrechtliche Gewerkschaft Friedlicher Nachbar wurde 1854 gegründet. 1898 übernahm ein Konsortium der Rheinischen Bank die Zeche, daran beteiligt waren auch die Industriellen Hugo Stinnes und August Thyssen.

1899 übernahm die Gewerkschaft die Kuxe der Gewerkschaft der benachbarten Zeche Baaker Mulde, 1904 wurde auch die Zeche Hasenwinkel übernommen.

Im gleichen Jahr erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft.

Mit dem Zusammenschluss wurde 1899 eine neue Schachtanlage errichtet auf der zentral alle Kohlen gefördert werden sollten. Diese entstand neben dem alten Schacht von Baaker Mulde. Damit war auch der neue 'Wetterschacht Ostholz erforderlich. Außerdem erhielt die Grube eine unterirdische Hauptwasserhaltung.

Die Gesellschaft wurde 1904 auf Betreiben von Stinnes und Bernhard Dernburg auf die Deutsch-Luxemburgische Bergwerks- und Hütten-AG verschmolzen, um einen vertikal integrierten Bergbaukonzern zu schaffen. Die neue Gesellschaft ließ die alten Schächte Friedlicher Nachbar 1 und Baaker Mulde neu ausbauen.

1961 wurde die letzte Schachtanlage von Friedlicher Nachbar stillgelegt.

Das Turmfördergerüst von Friedlicher Nachbar würde in den 1960er Jahren demontiert und auf der Schachtanlage Zollverein in Essen neu aufgebaut. Dort steht es heute noch.

Der Schacht Friedlicher Nachbar 2 ist jedoch bis heute noch offen geblieben, er gehört zur Zentralen Wasserhaltung der DSK aus ihm wird nach wie vor Grubenwasser aus einer Teufe von ca. 200 Metern gepumpt.


Koordinaten: 51° 25' 39" N, 07° 10' 40" O