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Marusha

Marusha Aphrodite Gleiß (* 18. November 1966 in Nürnberg) ist eine deutsch-griechische DJane, Moderatorin, Musikproduzentin und Schauspielerin. Sie ist eine bekannte Vertreterin der kommerziellen elektronischen Musik. Ihr Markenzeichen waren eine Zeit lang ihre grün gefärbten Augenbrauen. Gelegentlich wird Marion als ihr richtig Vorname genannt. Diesen Namen erhielt sie, da es früher gesetzlich vorgeschrieben war, dass der Name im Pass von einem deutschen Namensbuch aufgeführt werden musste. Erst mit der Abschaffung dieses Gesetzes Anfang der 90er Jahre konnte sie ihren eigentlichen Namen offiziell annehmen. [1]

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Bis zu ihrer Einschulung wuchs sie bei ihrer Großmutter in Griechenland auf. 1989 gründete die gelernte Industriekauffrau den ersten Techno-Club ihrer Heimatstadt.

Im November 1990 ging Marusha erstmals mit Dancehall beim noch existenten DDR-Radiosender DT64 auf Sendung. Dancehall war eine der ersten Techno-Musik-Sendungen im deutschen Radio. Nachdem DT64 eingestellt wurde, entstand 1992 Rockradio B. In selben Jahr wurde die Sendung umgelabelt in Rave Satellite. Aus Rockradio B vom ORB und dem Jugendsender vom SFB namens Radio 4 U wurde dann wiederum im Jahr 1993 das gemeinsame Radio Fritz. Weiterhin moderierte sie das von ihr und Ulrike Licht produzierte TV-Jugendmagazin Feuerreiter, welches erst im ORB und anschließend in der ARD ausgestrahlt wurde.

1991 begann Marusha mit der Produktion eigener Musikstücke. Der große Durchbruch gelang ihr 1994 mit dem Titel Somewhere over the Rainbow, einer Coverversion des gleichnamigen Titels aus dem Film-Soundtrack The Wizard of Oz aus dem Jahr 1939. Die Single verkaufte sich über 500.000-mal, erreichte Platz 3 der Media-Control-Charts und ebnete damit den Weg für weitere kommerziell erfolgreiche Technostücke. Dieser Erfolg ist auch auf das Zusammentreffen mit WestBam zurückzuführen, mit dessen Bruder DJ Dick sie damals liiert war. Auch die Nachfolgesingles It Takes Me Away, Raveland und Marushas Debüt-Album Raveland gelangten in die deutschen Charts. Damals nannte man Marusha „The Queen of Techno“. Marusha hat mittlerweile in rund 30 Ländern aufgelegt.

1995 erschien das ebenfalls sehr erfolgreiche Nachfolger-Album Wir, das die Hitsingles Deep, Unique und Secret enthielt, und Marusha weiterhin eine große Medienpräsenz und Charterfolge bescherte. Besonders in dieser Zeit reiste Marusha nonstop um die Welt, von einem Rave zum anderen. Dadurch unterbrach sie erstmals weitere Produktionen. Erst Ende 1997 erschien eine neue Single namens Ur Life, die vorerst Marushas letzter Hit bleiben sollte. Das 1998er Album No hide no run konnte trotz guter Kritik nicht mehr an die Erfolge von Wir und Raveland anknüpfen. Die Singleauskopplungen Free Love und My best friend konnten sich in den Charts auch nicht mehr so hoch platzieren wie frühere Produktionen. Das lag unter anderem daran, dass sich die Technomusik in den späten 90ern stark gewandelt hatte und echte Rave-Tracks nicht mehr gefragt waren. Obwohl das neue Album sich den neuen Strukturen des Techno angepasst hatte, konnte es bei den Fans nicht so richtig punkten.

Seit 1997 ist Marusha aus den Medien weitgehend verschwunden.

1998 spielte Marusha in dem Film Planet Alex die Asiatin Asaki. Um der Rolle gerecht zu werden, färbte sie sich die Haare schwarz. Damit legte sie auch ihr Markenzeichen, die grünen Augenbrauen, ab.

Nach einer längeren Pause, in der sich Marusha auch unter anderem an Drum ’n’ Bass (Maru) versuchte, kam 2002 ein Mixalbum mit dem Titel Nonstop heraus, das aus einer Compilationreihe stammt. In diesem Jahr lief ihr Vertrag mit Low Spirit auch aus und Marusha gründete ihr eigenes Label Namens Ping Pong Productions, bei dem sie von nun an ihre Tracks herausbrachte. 2003 konnte die Single Snow in July sogar wieder die Charts erreichen.

Im Jahr 2004 brachte Marusha ein neues Album namens Offbeat auf den Markt, welches einen Neuanfang signalisieren sollte und auch musikalisch eine Wende mit sich brachte. Marusha hat den Grundstein gelegt für eine Musik abseits des Kommerziellen und orientiert sich nun eher am alternativen Sektor.

2005 wurde sie Mutter eines Jungen (Quentin).

Zuletzt moderierte sie bei dem Radiosender Fritz des Rundfunk Berlin-Brandenburg und außerdem seit dem 19. November 2005 wieder Rave Satellite auf Fritz. Letztere Sendung wurde am 25. August 2007 eingestellt.

Seit Juni 2007 ist Marusha Jurymitglied bei Popstars on Stage auf ProSieben. Am 16. November 2007 erschien ihr Album Heat.

Diskografie

Alben

Singles

Remixes

Auszeichnungen

Quellen

  1. [1]
Personendaten
Marusha
Gleiss, Marion
deutsche DJane, Moderatorin, Produzentin und Schauspielerin
18. November 1966
Nürnberg, Bayern