Normung
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Normung

Normung ist das Erarbeiten von Normen in Normungsgremien. Normen im Sinne dieses Artikels sind nur solche Standards, die durch Normungsorganisationen veröffentlicht wurden.

Normen sind ein Mittel zur Ordnung und Grundlage für ein Zusammenarbeiten und auch Zusammenleben. Die Normung bietet Lösungen für immer wiederkehrende Aufgaben an unter Berücksichtigung des Standes der Technik und Wissenschaft und der wirtschaftlichen Gegebenheiten.

Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Ländern zu schildern.

Inhaltsverzeichnis

Unterscheidung zwischen „Norm“ und „Standard“

Im Deutschen unterscheidet man die Begriffe Norm und Standard. Im englischen Sprachraum wird diese Unterscheidung nicht gemacht. Die von den Normungsorganisationen herausgegebenen Dokumente heißen „standards“, der Normungsprozess wird als „standardisation/standardization“ bezeichnet. Es gibt allerdings ein System nationaler und internationaler Organisationen, die „standards“ herausgeben und deren Arbeit auf Konsens basiert, deren Organisationen international bei den Vereinten Nationen registriert sind und deren Detailarbeit national koordiniert in Gremien ohne äußeren Wettbewerb abläuft.

Ein möglicher Ansatz zur Unterscheidung zwischen Norm und Standard bezieht sich auf die Faktoren Konsens und Zeit. Eine Norm ist ein Dokument, das durch eine breite Beteiligung aller interessierten Kreise im Konsens erarbeitet wird. In der Regel bezieht sich die Norm auf ein Verfahren oder ein System für eine Klasse von Anwendungen, die bereits eine gewisse Marktreife erlangt haben. Es gelingt nie, ohne die Nachfrage des Marktes eine Norm zu generieren.

Der Standard dagegen kann von einem geschlossenen Kreis von Unternehmen oder auch nur einem Unternehmen unter Ausschluss der Öffentlichkeit entwickelt werden. Im Produktlebenszyklus werden Standards meist zu einem früheren Zeitpunkt als Normen entworfen, um den Markt zu formen. Dies erfordert den nachhaltigen Einsatz der Beteiligten und recht bald die entsprechende Bestätigung durch eine Nachfrage im Markt. Industrieunternehmen bilden dazu unabhängig von den nationalen oder internationalen Organisationen der technischen Normung entweder Organisations- und Standardisierungskartelle oder andere Formen koopertiver Gruppen, deren Legitimität an allgemeinen offenen Zugang gebunden ist. Diese Kartelle erstellen ebenfalls Standards, die jedoch in Teilbereichen gegeneinander in Wettbewerb treten.

Beispiele für die Standardisierung jenseits der nationalen und internationalen Normung sind die Gruppen EIA, GS1, IUGG, IEEE.

Ziele der Normung

Normung hat zum Ziel, national wie international den Austausch von Waren und Dienstleistungen zu fördern und technische Handelshemmnisse zu verhindern, indem sie die Anforderungen an materielle und immaterielle Güter vereinheitlicht.

Weitere Ziele:

Deutsche Normungsstrategie

Die an der Normung beteiligten interessierten Kreise haben im Jahr 2004 eine Deutsche Normungsstrategie formuliert: „Normung und Standardisierung in Deutschland dienen der Wirtschaft und Gesellschaft zur Stärkung, Gestaltung und Erschließung regionaler und globaler Märkte.“

Die fünf Ziele lauten:

  1. Normung und Standardisierung sichern Deutschlands Stellung als eine der führenden Wirtschaftsnationen
  2. Normung und Standardisierung unterstützen als strategisches Instrument den Erfolg von Wirtschaft und Gesellschaft
  3. Normung und Standardisierung entlasten die staatliche Regelsetzung
  4. Normung und Standardisierung sowie die Normungsorganisationen fördern die Technikkonvergenz
  5. Die Normungsorganisationen bieten effiziente Prozesse und Instrumente an

Grundsätze der Normung

In der übernationalen Normung gelten in ähnlicher Form die Grundsätze wie sie für Deutschland in der DIN 820 „Normungsarbeit – Grundsätze“ formuliert sind: „Normung ist die planmäßige, durch die interessierten Kreise gemeinschaftlich durchgeführte Vereinheitlichung von materiellen und immateriellen Gegenständen zum Nutzen der Allgemeinheit. Sie darf nicht zu einem wirtschaftlichen Sondervorteil einzelner führen.“

Im einzelnen lauten die Grundsätze der Normung:

Freiwilligkeit

Die Mitarbeit an der Normung und die Anwendung geschieht freiwillig. Die Arbeitsergebnisse, die DIN-Normen, sind Empfehlungen, die keine andere Macht hinter sich haben als den in ihnen liegenden versammelten, qualifizierten Sachverstand. Erst durch Rechtsakte Dritter können sie Verbindlichkeit erlangen.

Öffentlichkeit

Alle Normungsvorhaben und Entwürfe zu DIN-Normen werden öffentlich bekannt gemacht und vor ihrer endgültigen Festlegung der Öffentlichkeit zur Stellungnahme vorgelegt. Kritiker werden an den Verhandlungstisch gebeten, wobei jeder eingegangene Einspruch mit dem Einsprecher verhandelt werden muss.

Beteiligung aller interessierten Kreise

DIN-Normen werden in Arbeitsausschüssen von Fachleuten der interessierten Kreise erarbeitet. Jeder kann sein Interesse einbringen. Ein Schlichtungs- und Schiedsverfahren sichert die Rechte von Minderheiten.

Konsens

Die der Normungsarbeit des DIN zugrunde liegenden Regeln garantieren ein für alle interessierten Kreise faires Verfahren, dessen Kern die ausgewogene Berücksichtigung aller Interessen bei der Meinungsbildung ist. Der Inhalt einer Norm wird dabei im Wege gegenseitiger Verständigung mit dem Bemühen festgelegt, eine allgemeine Zustimmung findende, gemeinsame Auffassung zu erreichen.

Einheitlichkeit und Widerspruchsfreiheit

Das Deutsche Normenwerk befasst sich mit allen technischen Disziplinen. Die Regeln der Normungsarbeit sichern seine Einheitlichkeit.

Sachbezogenheit

DIN-Normen sind ein Spiegelbild der Wirklichkeit. Definitionsgemäß müssen dabei technische Normen Fragen des Gemeinwohls einbeziehen und spiegeln deshalb nicht nur das technisch Machbare, sondern auch das gesellschaftlich Akzeptierte wider.

Ausrichtung am Stand der Wissenschaft und Technik

Die Normung vollzieht sich in dem Rahmen, den die wissenschaftliche Erkenntnis setzt. Sie sorgt für die schnelle Umsetzung neuer Erkenntnisse. DIN-Normen sind Niederschriften des Standes der Technik.

Wirtschaftlichkeit

Jede Normensetzung ist auf ihre wirtschaftlichen Wirkungen hin zu untersuchen. Es darf nur das unbedingt Notwendige genormt werden. Normung ist kein Selbstzweck.

Ausrichtung am allgemeinen Nutzen

DIN-Normen haben gesamtgesellschaftliche Ziele einzubeziehen. Der Nutzen für alle steht über dem Vorteil einzelner.

Internationalität

Die Normungsarbeit des DIN unterstützt das volkswirtschaftliche Ziel eines von technischen Hemmnissen freien Welthandels und des Gemeinsamen Marktes in Europa. Das erfordert Internationale und Europäische Normen.

Normen

Eine Norm (zum Beispiel eine technische Norm oder eine Verfahrensnorm; engl. standard, frz. norme) ist die Festlegung der Eigenschaften von technischen Einheiten wie Geräten, Bauteilen, Systemelementen, aber auch von technischen Schnittstellen, Prozessen, Mess- und anderen Verfahren.

Eine Norm ist eine durch eine Normungsorganisation beschlossene und veröffentlichte Regel. Alle Instanzen eines Normungsverfahrens wurden durchlaufen, anschließend wurde sie beschlossen und veröffentlicht. Voraussetzung für eine Norm ist, dass sie notwendig und technisch ausgereift ist und die beteiligten Fach- und Verkehrskreise sie wollen. Nicht die Normungsorganisation normt, sondern die Fachleute bedienen sich ihrer, um Normen zu entwickeln und zu veröffentlichen.

Nationale Normungsorganisationen übernehmen regionale (hier europäische) und internationale Normen, die dann – nötigenfalls übersetzt – als nationale Normen erscheinen. Dann findet sich bei den Titeln die gleichzeitige Nennung von DIN, EN und ISO (z. B. bei DIN EN ISO 9001). Sie besagt, dass eine Norm unter derselben Nummer gleichzeitig eine deutsche, europäische und internationale Norm ist. DIN gleicht seine Nummerierung möglichst an EN und ISO an, vgl. die Liste der DIN-Normen. Neue Normen sind deshalb in der Regel DIN EN, DIN EN ISO oder DIN ISO. Bei wenigen traditionsreichen Normen deutschen Ursprungs wird die DIN-Nummer nach der Rück-Übernahme bewahrt.

Es gibt auch gemeinsame Normungsgremien von ISO und IEC. Deren Normen nennen beide Organisationen (z. B. ISO/IEC 12119: Information Technology; Software products; Quality requirements and testing instructions). Entsprechend gibt es auch Normen „DIN ISO/IEC“.

Internationale und Europäische Normen gelten bei Nicht-Vorhandensein vergleichbarer deutscher Normen nicht automatisch subsidiär in Deutschland, sondern nur, wenn sie von DIN übernommen wurden. Europäische Normen haben für Deutschland eine größere Verbindlichkeit als Internationale Normen in dem Sinne, dass es keine einer EN widersprechende Deutsche Norm geben darf.

Aus dem englischen Sprachgebrauch kommt der Begriff de jure standard, der sich mit dem deutschen Begriff Norm deckt. Im Gegensatz dazu ist ein de facto standard nicht durch ein Normungsverfahren anerkannt. Für de facto standard wird auch der Begriff Industriestandard verwendet.

Bekannt sind zum Beispiel

Ebenen der Normungsarbeit

Nationale Normung

In Deutschland ist die Normung eine planmäßige Gemeinschaftsarbeit der so genannten interessierten Kreise. Dies sind Experten aus den Bereichen Unternehmen, Handel, Hochschulen, Verbraucher, Handwerk, Prüfinstitute, Behörden. Die Normungsarbeit ist in Normenausschüssen und Arbeitsgruppen innerhalb des DIN Deutsches Institut für Normung e. V. organisiert.

Der Normungsprozess

Das Einleiten von Normungsarbeiten kann von jedem Interessierten beantragt werden, indem ein begründeter Normungsantrag gestellt wird. Der zuständige Normenausschuss entscheidet über dessen Annahme oder Ablehnung. Für die Entscheidung ist zu klären, ob für den Normungsgegenstand ein Bedarf besteht bzw. zu erwarten ist und ob die interessierten Kreise bereit sind, am Normungsvorhaben mitzuarbeiten und zur Finanzierung beizutragen. Angenommene Normungsanträge werden im „DIN-Anzeiger für technische Regeln“ veröffentlicht. Im Ausschuss treffen die interessierten Kreise aufeinander, wobei die Anzahl der Experten nicht höher als 21 sein soll, und erarbeiten auf Basis einer Normvorlage einen Norm-Entwurf. Dieses Dokument entsteht im Konsens. Der Norm-Entwurf wird veröffentlicht. Die Öffentlichkeit sowie Experten, die nicht persönlich am Normungsprozess beteiligt waren, haben vier Monate Zeit, um zum Norm-Entwurf Stellung zu beziehen. In weiteren drei Monaten berät der Arbeitsausschuss die Stellungnahmen. Ein Schlichtungsverfahren regelt strittige Fälle. Nach der Verabschiedung der endgültigen Fassung durch den Ausschuss und die Prüfung durch das DIN wird das Ergebnis als DIN-Norm veröffentlicht.

Der Normungsprozess wird detailliert in der DIN 820-4 „Normungsarbeit – Geschäftsgang“ geregelt.

Europäische Normung

Die Europäische Normung wird im Rahmen der drei Organisationen CEN, CENELEC und ETSI durchgeführt. CEN bezeichnet sich als ein „System formaler Prozesse zur Herstellung von Normen, das durch die 29 nationalen Mitgliedsorganisationen getragen wird“. Die nationalen Mitgliedsorganisationen stimmen über Europäische Normen ab und implementieren diese. Die Normungsorganisationen haben – ausgenommen ETSI – je Land nur ein Mitglied, das die gesamten Normungsinteressen dieses Landes zu vertreten hat. Bei Abstimmungen haben die Mitglieder entsprechend ihrer Wirtschaftskraft unterschiedliche Stimmen. Deutsche Interessen werden durch das DIN in Europa vertreten.

Das Ziel der europäischen Normung ist die Harmonisierung der nationalen Normen in den Mitgliedsländern durch einheitliche Einführung von Europäischen Normen. Durch die europäische Normung sollen Handelshemmnisse abgebaut werden und gleiche Rahmen- und Wettbewerbsbedingungen für den europäischen Binnenmarkt geschaffen werden.

Durch die Neue Konzeption haben Europäische Normen eine Funktion bei der Deregulierung des Europäischen Binnenmarktes. Verzeichnisse von DIN-Normen, bei deren Anwendung man davon ausgehen kann, dass die grundlegenden Sicherheitsanforderungen europäischer Richtlinien erfüllt sind, werden im Bundesanzeiger sowie auf der Webseite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) veröffentlicht.

Mitarbeit in europäischen Normungsgremien

In Deutschland entscheiden die einzelnen Normenausschüsse des DIN über die Mitarbeit an einem europäischen Normungsvorhaben. Die fachliche Betreuung wird einem Arbeitsausschuss, einem so genannten Spiegelausschuss zugewiesen. Dieser hat eine deutsche Meinungsbildung durchzuführen und sie im europäischen Gremium zu vertreten. Dies kann durch schriftliche Kommentare, Entsendung von Delegationen und/oder Benennung von Experten geschehen.

Bei Vorliegen eines Normungsantrages in Deutschland hat das DIN zu überprüfen, ob zu diesem Thema ein europäischer Normungsprozess besteht bzw. der Normungsvorschlag für diese Ebene in Betracht zu ziehen ist.

Ist der Schlussentwurf einer Europäischen Norm in einer formellen Abstimmung von der Mehrheit der abstimmenden Länder angenommen worden, so muss er von den Mitgliedsorganisationen in das nationale Normenwerk übernommen werden.

Internationale Normung

Die Internationale Normung wird im Rahmen der drei Organisationen Internationale Organisation für Normung (ISO), Internationale elektrotechnische Kommission (IEC) und Internationale Fernmeldeunion (ITU) durchgeführt. ISO und IEC haben je Land nur ein Mitglied, das die gesamten Normungsinteressen dieses Landes zu vertreten hat. Für Deutschland ist das DIN Deutsches Institut für Normung e. V. Mitglied der ISO, für Österreich das Österreichisches Normungsinstitut (ÖNORM) und für die Schweiz die Schweizerische Normen-Vereinigung (SN).

Die Zusammenarbeit zwischen ISO und dem Europäischem Komitee für Normung (CEN) regelt die Wiener Vereinbarung.

Ziel der Internationalen Normung ist es, internationale Vereinbarungen als Internationale Normen zu veröffentlichen. Ihre Aufgabe ist, die Normung und damit zusammenhängende Bereiche weltweit zu fördern, um den internationalen Waren- und Dienstleistungsverkehr zu erleichtern und die Zusammenarbeit auf allen Gebieten geistiger, wissenschaftlicher, technischer und wirtschaftlicher Tätigkeit auszubauen.

Die Mitarbeit in der internationalen Normung erfolgt nach ähnlichen Prinzipien wie bei der Europäischen Normung (siehe oben). Im Unterschied zur Europäischen Normung haben die Mitglieder in der internationalen Normung jeweils nur eine Stimme. Es besteht für die nationalen Mitglieder die Möglichkeit, aber keine Verpflichtung, internationale Normen in das nationale Normenwerk zu übernehmen. Sollte eine internationale Norm in das nationale Normenwerk übernommen werden, so darf dies nur als vollständige, identische Übernahme erfolgen.

Übernahme von europäischen und internationalen Normen in das nationale Regelwerk

Nach der Vilamura-Regelung der Europäischen Union mit dem CEN muss jedes Mitglied der Europäischen Union das komplette Regelwerk EN in das nationale Regelwerk zu 100 % übertragen. Dieses Verfahren baut nicht nur Handelshemmnisse ab, sondern mindert auch die Benachteiligung von wirtschaftsschwächeren gegenüber wirtschaftsstärkeren Ländern.

Man kann natürlich nicht die gesamten 100 % auf einmal ins nationale Regelwerk übernehmen. Die Auslastung der europäischen Normungsorganisationen liegt in etwa bei 83 %. Dies ist aber nur ein Durchschnitt von allen europäischen Organisationen. Als Vergleich: Das DIN zählt etwa eine Auslastung von 98 %. Damit ist das DIN Spitzenreiter bei der Übernahme vom EN-Regelwerk ins nationale Regelwerk.

Das europäische CEN hat mit der ISO eine Vereinbarung getroffen, die vorsieht, dass ausgewählte internationale Normen in das europäische Regelwerk übernommen werden. Und wie oben ausgeführt, müssen diese somit ins nationale Regelwerk übernommen werden.

Beispiele:

Geschichte

In Deutschland wurde 1917 die Zentrale Organisation zur Erarbeitung von Normen gegründet, jetzt „DIN Deutsches Institut für Normung e. V.“. In Österreich wurde 1920 das Österreichische Normungsinstitut (ON) gegründet. Jedoch sind manche „Normen“ viel älter. So wurde die erste „VDE-Vorschrift“ über Kabelschuhe und Klemmschrauben im Jahre 1896 herausgegeben. Der VDE (Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik e.V.) hat bereits im Jahre 1906 sein erstes „Normalien-Buch“ veröffentlicht.

Aus der Absicht heraus, die Industrialisierung durch Rationalisierung weiter voranzutreiben, wuchs in den einzelnen Staaten das Interesse an der Normung.

1926 wurde die International Federation of the National Standardizing Associations (ISA) gegründet. Die Arbeitsergebnisse der ISA galten als Vorschläge oder Empfehlung für die nationalen Normausschüsse.

An erster Stelle standen die ISA-Passungen, die eine Austauschbarkeit von Maschinenteilen erst ermöglichten.

Die ersten Bestrebungen, auf weltweiter Ebene eine Normung zu betreiben, sind weitaus älter. Elektrotechniker erkannten schon Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts die Notwendigkeit nach kontinuierlichen, methodischen und internationale Normungen. Bereits 1906 wurde die Internationale Elektrotechnischen Kommission IEC gegründet.

Nach der Unterbrechung durch den Zweiten Weltkrieg entstand die Bezeichnung Internationale Organisation für Normung (ISO), die neue internationale Normungskommission als Nachfolgerin der ISA. Deutschland ist seit 1952 wieder Mitglied der ISO und des IEC. Die Geschäfte der ISO führt das Zentralsekretariat aus, die des IEC ein Generalsekretariat, beide mit Sitz in Genf, Schweiz. Die nach Fachgebieten zusammengesetzten Technischen Komitees (TC) leisten dabei die Normungsarbeit.

Organisationen

Verwandte Themen

Literatur

Weltweite Normungsorganisationen

Europäische Organisationen

Nationale Organisationen

Sonstiges