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Briefing

Briefing ist ein Anglizismus (engl. brief = kurz, briefing = Einsatzbesprechung), der eine Kurzeinweisung (Kurzbesprechung) vor einem wichtigen Ereignis bezeichnet (z. B. Tauchen, Fallschirmspringen, Geheimdienstaktion, Psychologie u. v. m.). Eine Kurzauswertung nach einem wichtigen Ereignis wird als Debriefing bezeichnet (engl. Nachbesprechung; Schlussbesprechung, Manöverkritik). Der Informationsabgleich nach dem Briefing wird Rebriefing genannt. Um über einen längeren Zeitraum auf dem Laufenden zu bleiben gibt es auch das Update-Briefing - die Auffrischungsbesprechung. Über große Entfernungen kann ein Video-Briefing erfolgen. Der US-Präsident bekommt sein tägliches Intelligence-Briefing. Im Deutschen wird der Begriff Unterrichtung verwendet.

Inhaltsverzeichnis

Militär

Briefing stammt aus dem Militärjargon. Das Briefing war ursprünglich die Lagebesprechung, bei der die Tagesbefehle ausgegeben wurden. Vor Militäroperationen gibt es ein Missionsbriefing, früher als Operationsbefehle bezeichnet.

Werbung

Briefing ist die Information über alle erforderlichen Sachverhalte, die ein Marktforschungsinstitut oder eine Werbeagentur benötigt, um ein Angebot abgeben oder einen Auftrag ausführen zu können. Das Briefing beschreibt die Aufgabenstellung und enthält Informationen über Ziele, Zielgruppen, Konkurrenz, Wettbewerbsvorteile und Entwicklungen.

Um das gewünschte (kreative) Ergebnis zu erhalten, erfordert das Briefing Spielraum in der Ergebnisgestaltung . Erst durch den gewährten Spielraum unterscheidet sich das Briefing von einer Aufgabenstellung.

Der Briefende muss daher sehr genau differenzieren zwischen den genau vorgegebenen, geschlossenen Ergebnisbestandteilen und den offenen Ergebnisbestandteilen.

Folgende Punkte sind Bestandteil eines Werbebriefings:

Unterricht

Unter Briefing versteht man auch ein Unterrichtsinstrument, in welcher die Lehrperson sich nicht mit der ganzen Klasse, sondern mit einzelnen Teamchefs unterhält, ihnen Arbeitsanweisungen erteilt, von ihnen die gemachten Erfahrungen während der Ausführung in der Gruppe berichten lässt (Re-Briefing).

Luftfahrt

In der Berufsluftfahrt werden alle wichtigen Aktivitäten nach Checklisten abgearbeitet bzw. zeitkritische Handlungen nach ihrer Durchführung mit Checklisten nachträglich kontrolliert. Für wichtige zeitkritischen Handlungen (Start, Landung) führen der Pilot und der Kopilot eine vorgeschriebene kurze Besprechung zum Zweck der Absprache zwecks Koordinierung der gemeinsamen Handlungen und zur Wiederholung (recall) und Einprägen durch - Startbriefing und Landebriefing .

Bei Start-Briefing werden die verschiedenen möglichen Startzwischenfälle (schwere Fehlermeldungen, Triebwerksausfall, unwichtige Warmeldungen) und die Reaktionen darauf besprochen. Die normalen Prozeduren sind nicht Bestandteil des Startbriefings.

Das Lande-Briefing ist umfangreicher und variiert stärker, als das Startbriefing (Landebahn, Winde, Frequenzen, Fehlanflugverfahren, Besonderheiten der verschiedenen Flugplätze). Allerdings ist es für die Piloten sehr monoton, wenn sie an ihnen sehr gut vertrauten Flugplätzen zur tausendsten Landung (z. B. auf ihrem Heimatflughafen Frankfurt) das Landebriefing zum tausendsten Mal durchführen müssen.

Briefwechsel

Briefing ist ein Zusammentreffen oder ein ausführlicher Briefwechsel mit den Kollegen/Kunden, in dem noch einmal alles besprochen wird, was konkret im Projekt gefordert, wie dies ausgeführt wird und was machbar ist.

Siehe auch

Briefing oder Debriefing vor oder nach

Literatur