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Stronsay

Stronsay gehört zu den schottischen Orkney und liegt im Osten, etwa 20 km nordöstlich von Kirkwall.

Auf der süßwasserreichen, etwa 10 Kilometer langen und bis zu 9,5 Kilometer breiten Insel mit einer Fläche von 32,75 km² leben heute nur noch 350 Einwohner. Während der Hauptzeit des Heringsfischfangs zu Mitte des 19. Jahrhunderts hatte die Insel etwa 5.000 Einwohner. Auf der Insel errichteten die Transalpinen Redemptoristen im Jahre 2000 das Kloster Golgotha.

Hauptort ist der Fährhafen Whitehall mit früher 2.000 Einwohner und Verbindungen nach Kirkwall auf Mainland sowie zu den Nachbarinseln Eday und Sanday. Im Norden befindet sich ein kleiner Lokalflugplatz.

Haupterwebszweige sind die Fischerei und die Landwirtschaft (in erster Linie Viehzucht) sowie der Tourismus.

Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdig ist vor allem die Natur. Es gibt es einige schöne Strände und im Osten die Steilküste mit Meereshöhlen, Gloups und dem Vat of Kirbister, einem beeindruckenden Felsbogen. Ansonsten gibt es auf der recht flachen Insel spärliche Überresten zweier Brochs (Benni Cuml, Hillock of Breawest), der Stalled Cairn bei Baywest und Reste von Kammergräbern sowie das Promontory Fort auf Lamb Ness. Einige Ancient cooking places besonders gut erhalten bei Kirbuster.

Papa Stronsay ist eine der kleinen Nebeninseln, die ansonsten oft als Calf (Kalb) oder Holm bezeichnet werden. Hier handelt es sich um die Insel auf der das vermutlich älteste Kloster der Orkney gestanden hat. Hier erfolgte im Jahre 1046 n. Chr. auch der Mord am letzten Spross der Sinclair (ursprünglich St. Clair) Earl Rognvald Brusason durch den Earl Thorfinn II. Sigurdsson (den Mächtigen) nahe der St. Nicholas Chapel, die ab 1998 ausgegraben wurde. Thorfinn war ein Sohn des Wikingerkönigs Sigurd II. Digri Hlodversson, von Dublin, der in der Schlacht von Clontarf getötet wurde. Die St. Nikolaus' Kapelle ist eine kleine mittelalterliche Kirche, die wahrscheinlich aus dem 11. Jahrhundert datiert und ihr Dasein als einfache, einzellige rechteckige Steinkirche begann. Im 12. Jahrhundert wurde ein Mittelschiff mit zwei Seitenaltären und ein Chorraum, der den Hauptaltar enthält angefügt. Die Kapelle war seit der Reformation im 16. Jahrhundert aufgelasen, wurde aber bis 1790 als landwirtschaftliches Gebäude verwendet, bevor sie zerstört wurde.

Im Jahr 1908 wurde auf der Insel von einem Fischer ein Tierkadaver gefunden, der als Monster von Stronsay bezeichnet wird.

Koordinaten: 59° 6′ n. Br., 2° 36′ w. L.