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Operation Magic Carpet (Pazifik)

Die Operation Magic Carpet (deutsch etwa Operation Fliegender Teppich) war die größte militärische Rückholaktion aller Zeiten. Sie begann nach Beendigung des Pazifikkriegs am Ende des Zweiten Weltkriegs am 6. September 1945 und war erst März 1946 beendet. Die Operation wurde von den USA ausgeführt, um alle im Pazifikraum nicht mehr benötigten landgestützten Militäreinheiten zurück in das amerikanische Heimatland zu bringen.

Da für die geplante Invasion der japanischen Hauptinseln, der Operation Downfall, im Westpazifik sehr viele amerikanische Schiffe auf Abruf lagen, konnten diese nach der japanischen Kapitulation zum Transport der Truppen genutzt werden. Ziel der Operation war es, so viele Soldaten wie möglich aus dem pazifischen Raum bis Weihnachten nach Hause zu bringen. Der erste Transport startete am 6. September aus der Bucht von Tokio und nahm auf Okinawa Passagiere auf. Im September brachte die US-amerikanische Marine 8241 Soldaten nach Hause.

Nachdem die zuständige War Shipping Administration sich des Umfangs der Operation bewusst geworden war, ließ sie Liberty- und Victory-Schiffe einsetzen. Flugzeugträger landeten ihre Flugzeuge auf Landbasen und an Deck wurden Schlafgelegenheiten und sanitäre Anlagen installiert. Ebenso wurden Hospitalschiffe und die im Pazifik liegenden Transporter eingesetzt.

In der Spitzenzeit der Operation, im Dezember 1945, brachte die Navy über Magic Carpet 370.000 Soldaten mit 369 Schiffen zurück. Der Schienenverkehr innerhalb der USA brach teilweise zusammen, da er nicht auf den Andrang so vieler Menschen eingerichtet war.

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