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Furcht und Elend des Dritten Reiches

Furcht und Elend des Dritten Reiches ist ein Theaterstück des deutschen Dramatikers Bertolt Brecht, das er im Zeitraum von 1935 bis 1939 in der Emigration verfasst hat. In insgesamt 24 Szenen, denen jeweils ein kurzes Gedicht voraus geht, wird der Nationalsozialismus dargestellt. Insbesondere soll erfasst werden, auf welche Weise sich die totalitäre Diktatur auf die einzelnen Lebensbereiche der Menschen ausgewirkt hat. So geht es beispielsweise um die Rechtsprechung oder die Furcht von Eltern, dass ihr Sohn sie anschwärzen könnte, weil sich diese gegenüber dem Regime zum Teil kritisch äußern.

In Anlehnung an Heinrich Heines Deutschland. Ein Wintermärchen wollte Brecht das Stück ursprünglich Deutschland - Ein Greuelmärchen nennen. Brecht verfasste das Stück 1935 im dänischen Exil; er stützte sich dabei auf Berichte von Augenzeugen sowie Artikel in Zeitungen.

Einige Szenen daraus wurden am 21. April 1938 in Paris uraufgeführt. Das Werk wurde 1938 erstmals in Prag veröffentlicht. In Deutschland erschien es beim Aufbau-Verlag im Jahr 1948.