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Forelle

Dieser Artikel behandelt den Fisch Forelle. Für weitere Bedeutungen siehe Forelle (Begriffsklärung).

Forelle ist die unspezifische Sammelbezeichnung für eine Reihe lachsartiger Fische. Meist ist damit die Bachforelle (Salmo trutta) als die in Europa wohl bekannteste Vertreterin der Forellenfische gemeint. Sie ist mit dem atlantischen Lachs (Salmo salar) gattungsverwandt und hat zahlreiche Unterarten:

Wie die anderen Forellen ist diese Art ein räuberischer Süßwasserfisch, der in Bächen und Flüssen lebt. Die Meerforelle wandert, wie der atlantische und die pazifischen Lachse (Oncorhynchus), ins Meer und kommt zum Laichen zurück in die Süßgewässer (Wanderfische), wobei sie beim Durchqueren von Fließgewässern auch Hindernisse wie Wasserfälle, u.U. auch über Fischwege, überwindet.

Die Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss, früher Salmo gairdneri) ist mit den pazifischen Lachsen verwandt und wurde als Zuchtfisch aus Amerika eingeführt. Sie wird, wie inzwischen auch die Bachforelle und der Bachsaibling, in großem Stil in Teichanlagen gezüchtet.

Inhaltsverzeichnis

Zubereitung als Speise

Die Forelle ist ein Speisefisch; eine klassische Art der Zubereitung ist die Forelle nach Müllerinart. Weitere Möglichkeiten der Zubereitung sind etwa, die Forelle als Forelle blau mit Essig gar zu ziehen oder zu räuchern.

Siehe auch

Sonstiges

Der Dichter Christian Friedrich Daniel Schubart hat der Forelle in seinem Gedicht Die Forelle ein Denkmal gesetzt, das von Franz Schubert als Kunstlied vertont worden ist; von Franz Liszt gibt es eine Transkription des Liedes für Klavier ohne Gesang. Die Melodie aus diesem Lied wird auch in Schuberts Forellenquintett verwendet und variiert.

Gedichttext:

In einem Bächlein helle,
 Da schoss in froher Eil'
Die launige (bei Schubert „launische“) Forelle
 Vorüber wie ein Pfeil.
Ich stand an dem Gestade
 Und sah in süßer Ruh'
Des munter'n Fisches (bei Schubert „Fischleins“) Bade
 Im klaren Bächlein zu.

Ein Fischer mit der Rute
 Wohl an dem Ufer stand,
Und sah's mit kaltem Blute,
 Wie sich das Fischlein wand.
So lang dem Wasser Helle,
 So dacht ich, nicht gebricht,
So fängt er die Forelle
 Mit seiner Angel nicht.

Doch plötzlich ward dem Diebe
 Die Zeit zu lang. Er macht
Das Bächlein tückisch trübe,
 Und eh' ich es gedacht,
So zuckte seine Rute,
 Das Fischlein zappelt d'ran,
Und ich mit regem Blute
 Sah die Betrogene an.

(von Schubert nicht vertont)
Die ihr am goldenen Quelle
 Der sicheren Jugend weilt,
Denkt doch an die Forelle,
 Seht ihr Gefahr, so eilt!
Meist fehlt ihr nur aus Mangel
 Der Klugheit, Mädchen, seht
Verführer mit der Angel!
 Sonst blutet ihr zu spät!

 Wiktionary: Forelle – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
 Commons: Forelle – Bilder, Videos und Audiodateien