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Franco Frattini

Franco Frattini [ˈfraŋko fraˈtːiːni] (* 14. März 1957 in Rom) ist ein italienischer Politiker (Popolo della LibertàForza Italia) und seit Mai 2008 zum zweiten Mal Außenminister unter Silvio Berlusconi.

Politische Karriere in Italien

Frattini studierte Rechtswissenschaften, legte 1979 das Staatsexamen ab und war bis 1984 als Staatsanwalt tätig. Anschließend wurde er Richter, zunächst am Verwaltungsgerichtshof der Region Piemont, ab 1986 am Consiglio di Stato. Nach verschiedenen Aufgaben in der Ministerialverwaltung wurde Frattini 1995 Minister für öffentliche Angelegenheiten und Regionalpolitik unter Premierminister Lamberto Dini; im März 1996 trat Frattini von diesem Amt zurück.

Bei den Parlamentswahlen von 1996 wurde er als Vertreter des Wahlkreises Bozen-Leifers in die Italienische Abgeordnetenkammer gewählt und war als Vertreter der Opposition Mitglied der Geheimdienstkommission. Obwohl er 2001 wieder in Bozen und Leifers kandidierte, wurde er nicht gewählt, weil die Südtiroler Volkspartei den Kandidaten des Ulivo Claudio Bressa unterstützt hat. Durch das komplizierte Wahlsystem zog er trotzdem über den nationalen Verhältniswahlkreis ins Parlament ein und wurde zum Minister für Geheimdienst und 2002 wurde er Außenminister seines Landes, das Amt hatte er bis zu seiner Ernennung zum Vizepräsidenten der EU-Kommission im Jahr 2004 inne.

Politische Karriere in Europa

Im November 2004 wurde Frattini als EU-Kommissar für Justiz, Freiheit und Sicherheit und als Vizepräsident der EU-Kommission vorgeschlagen. Zunächst sollte dies Rocco Buttiglione werden, der jedoch wegen diverser Äußerungen umstritten war. Seit dem 18. November 2004 bekleidet Frattini das Amt. Im März 2008 kündigte er an, Brüssel für einen Monat zu verlassen, um für die bevorstehenden italienischen Parlamentswahlen zu kandidieren. Am 8. Mai 2008 wurde er erneut als Außenminister in das vierte Kabinett Berlusconi berufen.


Personendaten
Frattini, Franco
italienischer Politiker und EU-Kommissar
14. März 1957
Rom