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Lutherstadt Eisleben

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 51° 31′ N, 11° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Mansfeld-Südharz
Höhe: 114 m ü. NN
Fläche: 91,55 km²
Einwohner: 23.789 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 260 Einwohner je km²
Postleitzahl: 06295
Vorwahl: 03475
Kfz-Kennzeichen: MSH
Gemeindeschlüssel: 15 0 87 130
Stadtgliederung: 6 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: Markt 1
06295 Eisleben
Webpräsenz:
www.eisleben.eu
Bürgermeisterin: Jutta Fischer (parteilos)

Eisleben ist die zweitgrößte Stadt im Landkreis Mansfeld-Südharz im östlichen Harzvorland, Sachsen-Anhalt. Bekannt ist sie als Geburts- und Sterbeort von Martin Luther. Eisleben zählt zusammen mit der Lutherstadt Wittenberg seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe und gehört dem "Bund der Lutherstädte" an. Die Lutherstätten in Eisleben und Wittenberg haben sich zusammen zur Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt vereint.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Stadt liegt etwa 30 km westlich von Halle (Saale) und ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Lutherstadt Eisleben.

Stadtgliederung

Ortsteile der Stadt mit Datum der Eingemeindung:

Stand der Einwohnerzahlen: 31. Dezember 2003

Klima

Klimadiagramm von Eisleben-Helfta[1]

Die durchschnittlich Lufttemperatur in Eisleben-Helfta beträgt 8,5 °C, der jährliche Niederschlag 509 Millimeter.

Geschichte

Die Zeit der Völkerwanderungen

Im dritten bis fünften Jahrhundert, der Zeit der Völkerwanderungen, zogen suebische Stämme, Angeln und Warnen aus dem Raum Holstein, Schleswig und Mecklenburg nach Süden. Westlich von Elbe und Saale bis nach Thüringen hinein lässt sich dieser Weg an den Endungen der Ortsnamen "-leben" nachvollziehen. So entstanden beispielsweise zwischen Haldensleben und Erfurt etwa 100 Städte und Dörfer mit dieser Endung im Ortsnamen. Nach Prof. Größler bedeutet das Wort "Leben" in diesem Zusammenhang Erbe oder Erbgut. Die vordere Teil dieser Ortsnamen bezieht sich auf die Sippe der Grundherren. [2]

Im fünften Jahrhundert hatten sich die Einwanderer mit den ansässigen Hermunduren vermischt und gehörten zum Reich der Thüringer, das 531 durch die Franken beendet wurde. Nordthüringen wurde in Folge der Niederwerfung durch Sachsen besiedelt. Im weiteren Verlauf der Geschichte siedelten fränkische Könige in einigen Regionen schwäbische, hessische und friesische Bauern an. Es entstanden Gaubezeichnungen wie Schwabengau, Hassegau und Friesenfeld. [2]

Das Mittelalter

Die Wasserburg am Faulen See

Im neunten und zehnten Jahrhundert entstand am Westufer des so genannten "Faulen Sees" eine Wasserburg. Am 23. November 994 wird Eisleben in einer Urkunde des späteren Kaisers Otto III. als einer von sechs Orten genannt, die bereits früher Marktprivilegien einschließlich Münz- und Zollrecht erhalten hatten. Der Marktflecken, der sich an der Kreuzung zweier Handelsstraßen und im Schutz der königlichen Wasserburg entwickelte, war königliches Tafelgut, in dem die Abgaben aus den umliegenden Dörfern entgegen genommen wurden. [3]

Der Knoblauchkönig

1081 bestätigten die sächsischen Fürsten in Eisleben die Wahl von Hermann von Luxemburg (1053−1088), Graf von Salm, zum Gegenkönig zu Heinrich IV., während jener sich in Italien aufhielt. Hermann residierte in der Eisleber Wasserburg und wurde von Heinrichs Truppen aus Friesland belagert. Der Graf Ernst von Mansfeld kam zu Hilfe und schlug die Friesen. Das Schlachtfeld nannte man lange Zeit Friesenstraße, heute Freistraße. [4] Nachdem Hermann bis 1084 nicht ausreichend Unterstützung zur Durchsetzung seines Thronanspruchs sammeln konnte, verließ er die Stadt. Da vor den Mauern der Burg damals viel Knoblauch gewachsen sein soll, nannte man ihn den „Knoblauchkönig“. [5] An der Nordwand des Rathauses befindet sich eine Sandsteinplastik, die den König darstellt. Heute ist er eine Imagefigur der Tourismuswerbung.

Erste urkundliche Erwähnung als Stadt

Im Jahr 1069 erhielt das Geschlecht der Mansfelder, die ihre Stammburg in Mansfeld hatten, von Kaiser Heinrich I. das Gaugrafenamt. Eisleben entwickelte sich bald zur Hauptstadt dieser Grafschaft.[3] Ab 1121 setzten die Grafen von Mansfeld einen Stadtvogt für die Regierung der Stadt ein. Erst ab 1809 hatte Eisleben einen selbständigen Bürgermeister, der nicht von der Obrigkeit eingesetzt worden war. Um 1150 begann die Trockenlegung des „Faulen Sees“, eines Feuchtgebietes am westlichen Rand des Siedlungsgebietes. Bischof Wichmann von Magdeburg hatte Friesen und Flamen für den Bau von Entwässerungsgräben und Dämmen herbeigerufen, die im späteren Nicolaiviertel angesiedelt wurden. Die Spuren sind noch heute anhand vieler Gräben und Dämme beispielsweise an der Landwehr abzulesen. [5]

In der Mitte des 12. Jahrhunderts begann man mit dem Bau der ersten Stadtmauer, die den Markt und die umliegenden Gassen umfasste. Die Mauer wurde von den Stadtbürgern errichtet und jede Handwerkszunft war für die Erhaltung und Verteidigung eines Abschnittes verantwortlich. Die Bewachung der Tore oblag den von der Stadt besoldeten Stadtknechten. [5] Diese Mauer umgab nur den Markt und einige umliegende Gassen. [3]

Im Jahre 1180 wurde Eisleben als Stadt (Civitas) mit zwölf Ratsmännern (Consules) unter Leitung des Stadtvogts erstmals urkundlich erwähnt. Die Stadtbürger waren den Grafen von Mansfeld abgabepflichtig, der Stadt oblag die niedere Gerichtsbarkeit. Die älteste bekannte Prägung der Eisleber Münze stammt aus dem Jahre 1183. Es gab die beiden Pfarreien St. Andreas und St. Gotthard. [5]

Der Ursprung des Kupferschieferbergbaus

Um das Jahr 1200 wurde am Kupferberg in Hettstedt erstmals ein Kupfererzvorkommen aufgeschlossen; der Sage nach von die beiden Bergknappen Nappian und Neucke, die bis heute die Symbolfiguren des Mansfelder Bergbaus sind. Anfangs schürften die Bauern noch auf ihrem eigenen Land, doch bald entwickelte sich daraus ein Gewerbe. Das Bergrecht (Bergregal) verlieh Kaiser Friedrich II. den Mansfelder Grafen 1215; 1364 wurde es durch Karl IV. bestätigt.[5] Der Bergbau veränderte die wirtschaftliche Struktur und wurde zur Grundlage für den Reichtum sowohl der Grafen und als auch der Stadt. [3][5]

Das Kloster Helfta

Das Ziesterzienserinnen-Kloster St. Maria wurde durch den Mansfelder Grafen Burchard I. im Jahre 1229 gegründet und zunächst in der Nähe des Schlosses Mansfeld errichtet. Dazu gehörte auch das Katharinenhospital in Eisleben. Schon 1258 verlegte man das Kloster nach Kloster Helfta, einem heutigen Ortsteil von Eisleben. Durch die drei Mystikerinnen wurde das Kloster als „Krone der deutschen Frauenklöster“ bekannt. Während der erfolglosen Belagerung der Stadt durch den Herzog von Braunschweig im Jahre 1342 wurden die umliegenden Dörfer und damit auch das Kloster zerstört. Anschließend begann man mit der fünften Erweiterung der Stadtmauer. Das Kloster wurde an den Rand der Stadtbefestigung an den heutigen Klosterplatz in Eisleben verlegt. Das Kloster Neuen Helfta bestand bis zum Bauernkrieg 1525. Der Wiederaufbau begann erst 1998.[5] Viele Bauern aus den zerstörten Dörfern siedelten nun, mit Erlaubnis des Grafen, südlich der Stadtmauer, jenseits der Bösen Sieben (damals noch Willerbach). In der Rammtorstraße stehen heute die typischen Ackerbürgerhäuser.[3]

Aufbau und Stadtbrand von 1498

Es folgte ein Jahrhundert des steten Aufschwunges. Während der Halberstädter Bischofsfehde bewährte sich 1362 die Stadtbefestigung gegen die Belagerer. 1371 wurde das Heilig-Geist-Stift erstmals urkundlich erwähnt und 1409 ein erstes Rathaus aus Stein. 1462 wurde der Chor der „St.-Nicolai-Kirche“ eingeweiht, die man auf den Grundmauern der Gotthardkirche errichtet hatte. 1433 wurde ein Kauf- und Gewandhaus mit Waage auf dem Marktplatz erwähnt; der Stadtort entspricht dem Haus Markt 22. Im Jahr 1440 zählte die Stadt 530 Hausbesitzer und an die 4.000 Einwohner. Mit dem Bau der Türme für St. Petri-Pauli begann man 1447, für die Nicolaikirche und die Andreaskirche 1462.

Am 10. November 1483 wurde Martin Luther in der Langen Gasse, der heutigen Lutherstraße, geboren. Am darauf folgenden Tag, dem Martinstag, taufte man ihn in der Kirche St.-Petri-Pauli. Die Familie Luther blieb nur bis zum Frühjahr 1484 in Eisleben. Durch die Taufe blieb Luther aber sein Leben lang mit der Stadt verbunden.

Zwischen 1480 bis 1520 wurde eine zweite Stadtmauer gebaut. Dabei kamen die Vororte Petriviertel (Bauern), Nicolaiviertel (Friesen) und Nußbreite (Bergleute) in die Stadt. 1498 verwüstete ein verheerender Brand die Stadt innerhalb des ersten Mauerringes. Neben den vielen Wohnhäusern brannte auch das Rathaus ab, die St. Andreaskirche wurde beschädigt. Nur durch eine fünfjährige Steuerbefreiung durch die Mansfelder Grafen konnte eine einschneidende Bevölkerungsabwanderung abgewendet werden.

Renaissance

Neustadt und Reformation

1501 spaltete sich das Haus der Grafen von Mansfeld durch Erbteilung in die Familien Mansfeld-Vorderort, Mansfeld-Mittelort und Mansfeld-Hinterort. [6] Anfang des 16. Jahrhunderts baute sich jede dieser Familien in Eisleben eine Stadtresidenz. [3] Graf Albrecht IV. (1480−1650), ein Sproß des Zweiges Hinterort, siedelte zur Belebung des Bergbaus, westlich der Altstadt Berg- und Hüttenarbeiter aus anderen Gegenden Deutschlands an und verlieh dieser Siedlung ebenfalls das Stadtrecht. Man nannte sie „Neue Stadt bei Eisleben“, heute „Neustadt“ oder „Annenviertel“. Am heutigen „Breiten Weg“ entstand 1571 bis 1589 das Neustädter Rathaus, in das 1848 das Land- und Stadtgericht einzog und dann bis 1853 das Kreisgericht. Daher wird das Haus auch als das „Alte Gericht“ bezeichnet. 1514 verlangte Kaiser Maximilian I. von Albrecht die Annullierung des Stadtrechtes. Albrecht widersetzte sich aber dieser Forderung und gründete stattdessen das Annenkloster mit Kirche, ein Augustiner-Eremitenkloster, in dem er 1518 mit Luther zusammentraf. 1520 entschied sich der Generalkonvent der Augustiner im Annenkloster für die Lehre Luthers. 1532 löste sich das Kloster auf. [5]

Während die Grafen von Mansfeld-Vorderort an ihrem katholischen Glauben festhielten, schlossen sich die Vertreter der Familie Mansfeld-Hinterort unter Gebhard VII. und vor allem Albrecht VII., der ein enger Freund Luthers war, dem Reformationsgedanken an.[7] 1525 führten sie die evangelische Lehre ein und beschlossen die Gründung einer evangelischen Schule neben der Andreaskirche. [5] Dennoch behandelten sie ihre Untertanen nicht besser oder schlechter, als dies ihre katholischen Verwandten taten. Als die Bauernkriege, an denen sich auch viele unzufriedene Bergleute aus Eisleben beteiligten, große Teile der Mansfelder Grafschaft verwüsteten, ließ Albrecht VII. die entbrannten Aufstände blutig und mitleidslos niederschlagen. Die Wirren der Reformationskriege bedingten zum Teil sogar, dass sich verwandte Mansfelder auf unterschiedlichen Seiten als Gegner gegenüber standen. [6] Während des Bauernkrieges wurde auch das Benediktinerkloster in Holzzelle und das Kloster Helfta verwüstet, die Nonnen wurden vertrieben. 1529 starben hunderte Eisleber an der Pest. Mit dem Grafen Hoyer IV. von Mansfeld-Vorderort starb 1540 einer der einflussreichsten Gegner der Reformation im Mansfelder Land (Grabtumba in der Andreaskirche). [5] Luther persönlich versuchte mehrfach die Streitigkeiten unter den Grafen -vor allem um die Neustadt- zu schlichten. 1546 kam er zum letzten mal in die Stadt. am 16. Februar unterschrieb er zusammen mit Justus Jonas die Stiftungsurkunde für die erste Lateinschule, das heutige Martin-Luther-Gymnasium. Am 18. Februar 1546 starb Martin Luther in Eisleben. Dem Andenken dieses Ereignisses ist das Martin-Luther-Sterbehaus gewidmet. Aufgrund seines Engagements für die Reformation verhängte Kaiser Karl V. 1547 die Reichsacht über Graf Albrecht VII. Sie wurde aber 1552 wieder aufgehoben. [6]

1550 forderte eine weitere Pestepedemie an die 1.500 Tote. Viele Bergleute verließen die Stadt, sodass 1554 ein Teil der Schächte geschlossen werden mussten. Lohnsenkungen verursachten Unruhen und Arbeitsniederlegung. 1562 brannte die Katharinenkirche ab und wurde nicht wieder aufgebaut. Der sächsische Kurfürst August erwirkte 1567 die Schließung einer Eisleber Druckerei, die eine Schrift gegen seine Prediger gedruckt hatte, und die Festnahme des Druckers. Die zahlreichen Erbteilungen, maßlose Ausgaben und die schlechte wirtschaftliche Situation führten 1570 zum Bankrott der Mansfelder Grafen. Sie verloren die Hoheitsrechte an Sachsen, das einen Oberaufseher nach Eisleben entsandte. Aufgrund des Mangels an Arbeitskräften im Bergbau, wurde die Abwanderung unter Strafe gestellt. [5]

Das 17. Jahrhundert

Stadtbrände, Pest und Dreißigjähriger Krieg

Das Jahrhundert begann 1601 mit der schlimmsten Brandkatasrophe der Stadtgeschichte. In der Innenstadt konnte sich das Feuer unter den dicht aneinander gereihten Fachwerkhäusern schnell ausbreiten. So wurden 253 Wohnhäuser, die Superintendentur, die Waage sowie die Türme der Andreaskirche und die Stadtschlösser der Grafen von Mansfeld zerstört. [8] Die sozialen Missstände, unter denen die Bergleute zu leiden hatten, führten am 8. Februar 1621 zur Belagerung des Hauses des Münzmeisters Ziegenhorn am Breiten Weg. 1.000 Bergleute forderten das Ende der Falschmünzerei. 1626 kam es zu einer erneuten Pestepidemie mit hunderten von Toten. 1628 kam mit Wallenstein der Dreißigjährige Krieg nach Eisleben, und die Stadt wurde durch die Söldner der Katholischen Liga verwüstet. In der Folge kam auch der Bergbau zum Erliegen. 1631 zogen mehrfach Truppen aus beiden Kriegslagern durch die Stadt und erzwangen Quartier und Proviant. Als 1635 der sächsische Kurfürst Johann Georg I. mit Kaiser Ferdinand II. einen Sonderfrieden schloss wurde in allen Kirchen Dankgottesdienste abgehalten. Aber schon 1636 wurde die Stadt durch die Schweden gebrandschatzt. Die Überfälle dauerten bis 1644 an. 1653 zerstörte ein weiterer Stadtbrand 166 Wohnhäuser, und 1681 kamen 900 Menschen durch die Pest ums Leben. Luthers Geburtshaus brannte beim Stadtbrand von 1689 bis auf das Erdgeschoss ab. [5]

Wiederaufbau

Im Jahre 1671 erlaubte der sächsische Kurfürst die „Freilassung“ des Bergbaus im Mansfelder Land. Dies war die Voraussetzung für die Weiterentwicklung und Industrialisierung des Bergbaus.1691 wurde das Waagehaus wieder aufgebaut. 1693 folgte Luthers Geburtshaus, das nun als Armenschule und als Museum genutzt wurde.[5]

20. Jahrhundert

Die Stadtgemeinde Eisleben gehörte ab 1815 zum Mansfelder Seekreis, der seinen Kreissitz in der Stadt hatte. Zwischen 1908 und der DDR-Kreisreform 1950 war Eisleben ein eigener Stadtkreis.

Der Eisleber Blutsonntag

Zu Beginn der Zeit des Nationalsozialismus wurden beim Überfall eines SA-Trupps auf die Geschäftsstelle der KPD-Unterbezirksleitung am Breiten Weg 30 (zur DDR-Zeit "Straße der Opfer des Faschismus") zahlreiche Personen schwer verletzt und drei ermordet. Seitdem spricht man vom Eislebener Blutsonntag. Neben den politischen Gegnern leisteten auch Geistliche Widerstand gegen das Naziregime, so Pfarrer Johannes Noack von der Bekennenden Kirche, der wegen "Staatshetze" zu Zuchthaushaft verurteilt wurde, an deren Folgen er 1942 verstarb.

Nachkriegszeit

Im Frühjahr 1945 wurde das Kreisgebiet durch die amerikanischen Alliierten Streitkräfte besetzt. Ab dem Sommer gehörte es zur sowjetischen Besatzungszone und ab 1949 zur DDR. Die beiden Landkreise Mansfelder Gebirgskreis und Mansfelder Seekreis wurden 1950 mit der Stadt Eisleben zum Landkreis Eisleben vereinigt. 1952 wurde dieser in die Kreise Eisleben und Hettstedt aufgeteilt, die 1994 zum Landkreis Mansfelder Land zusammengeschlossen wurden. Seit 2007 ist der Landkreis Mansfelder Land mit dem Landkreis Sangerhausen zum Landkreis Mansfeld-Südharz zusammen geschlossen. Der Verlust des Kreissitzes bedeutet für die Stadt Eisleben eine empfindliche Einbuße.

Einwohnerentwicklung

(jeweils zum 31. Dezember)

Religionen

Politik

Stadtrat

Der Stadtrat Eislebens setzt sich aus 36 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen, einschließlich der hauptamtlichen Bürgermeisterin.

SPD CDU Die Linke FFG Einzelmandatsträger Gesamt
6 13 10 5 1 36 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 13. Juni 2004)

Bürgermeisterin

Jutta Fischer, als parteilose Kandidatin der SPD, wurde am 26. März 2006 mit 51 % der Stimmen zur Bürgermeisterin gewählt.

Wappen

Blasonierung: „In Blau ein offener silberner Flug.“

Das Wappen erinnert an die Zugehörigkeit der Stadt Eisleben zur Grafschaft Mansfeld. Die beiden Flügel waren die Helmzier im Wappen der Altmansfelder Grafen, die zusammen mit dem Helm seit Beginn des 16. Jahrhunderts im Schild als Stadtwappen erscheinen. Ab der Mitte des 17. Jahrhunderts wurde der Helm mit den Flügeln über den Schild gesetzt. Im Schild selbst verblieben dann nur noch die bis heute bekannten zwei Flügel.

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

In Eisleben befindet sich die Landesbühne Sachsen-Anhalt.

Museen

Das Geburtshaus von Martin Luther ist das erste und älteste Museum auf deutschsprachigen Boden und eines der ältesten der Welt. Weitere Museen sind das Sterbehaus von Luther mit dem Museum Sterbehaus, das Regionalgeschichtliche Museum sowie das Liboriushaus, das zum Kloster Helfta gehört.

Bauwerke

Kirchen

Friedhöfe

Denkmäler

Profanbauten

Regelmäßige Veranstaltungen

Wirtschaft und Infrastruktur

Bildungseinrichtungen

Ehemalige Bildungseinrichtungen

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Personen, die mit der Stadt in Verbindung stehen

Literatur

Einzelnachweise

  1. Deutscher Wetterdienst, Normalperiode 1961–1990
  2. a b Kurt Lindner: Lutherstadt Eisleben, Centrum des Mansfelder Kupferschieferbaus. Eisleben 1982.
  3. a b c d e f Marion Ebruy, Klaus Foth: Stadtführer Eisleben, Eisleben 2002.
  4. Cyriacus Spangenberg: „Mansfeldische Chronik“/
  5. a b c d e f g h i j k l m n Burkhard Zemlin: „Stadtführer Lutherstadt Eisleben“
  6. a b c Die Grafen von Mansfeld
  7. „Die Grafen von Mansfeld und ihre Herrschaft“
  8. „Stadtgeschichte der Lutherstadt Eisleben“
  9. Unser Mansfelder Land. Heimatblatt für Eisleben und Hettstedt. Januar 1957. S.3ff
  10. a b c Haustafel am Gebäude
  11. ADB Bd. 38
  12. Dingsda-Verlag
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