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Berkenthin

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 53° 44′ N, 10° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Herzogtum Lauenburg
Amt: Berkenthin
Höhe: 12 m ü. NN
Fläche: 10,22 km²
Einwohner: 2069 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 202 Einwohner je km²
Postleitzahl: 23919
Vorwahl: 04544
Kfz-Kennzeichen: RZ
Gemeindeschlüssel: 01 0 53 009
Adresse der Amtsverwaltung: Am Schart 16
23919 Berkenthin
Webpräsenz:
www.amt-
berkenthin.de
Bürgermeister: Hans-Joachim Speth (SPD)

Berkenthin ist eine Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg im südöstlichen Schleswig-Holstein. Sie ist Verwaltungssitz des gleichnamigen Amtes, dem weitere zehn Gemeinden angehören.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Durch das südöstlich der Hansestadt Lübeck gelegene Gemeindegebiet Berkenthins verläuft der Elbe-Lübeck-Kanal, der die Elbe mit der Trave und der Ostsee verbindet. Die beiden Ortsteile sind durch eine Brücke miteinander verbunden, über diese Brücke führte die B208. Die Gemeinde hat einen Anteil am Naturpark Lauenburgische Seen. Die Nachbargemeinden sind Klempau, Groß Disnack, Kastorf, Behlendorf, Niendorf, Göldenitz, Düchelsdorf, Sierksrade und Rondeshagen.

Geschichte

Der Ort wurde im Jahre 1230 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. 1264 verlieh der Bischof von Ratzeburg die Hälfte des Zehnten des Dorfes Parketin an eine örtliche Adelsfamilie, die das adlige Gut und Gericht Klein Berkenthin bis 1681 besaßen. 1900 wurde der Kanal eingeweiht. Am 1. Oktober 1938 die lauenburgischen Gemeinden Kählstorf und Göldenitz sowie der lübbische Ort Hollenbeck eingegliedert. Im Jahre 1974 wurde Berkenthin als ländlicher Zentralort eingestuft. 1985 erhielt die Gemeinde die Genehmigung ihr eigenes Wappen zu führen. 1991 wurde zur Förderung sportlicher Aktivitäten ein Sportzentrum auf dem Gelände der früheren Sägerei gebaut. Ein Rasensportplatz, ein Kunstrasenplatz, zwei Tennisplätze und ein Mehrzweckraum dienen seither dem Einzugsbereich als Anlaufstelle in Sachen Sport.

Politik

Wappen

Blasonierung: „Geteilt. Oben in Rot eine silberne mit drei Kleeblättern besetzte Schrägleiste, unten von Schwarz und Silber dreimal schräg geteilt.“[1]

Die silberne Schrägleiste entstammt einem Siegel des Ortsadeligen Detlev von Parkentin aus dem 13. Jahrhundert.

Bauwerke

Kunst und Kultur

Verkehr

Durch Berkenthin führt die Bundesstraße 208 von Ratzeburg nach Bad Oldesloe. Von der Bundesautobahn 1 gelangt man über die Anschlussstelle Bad Oldesloe nach Berkenthin. Die neue Ostseeautobahn führt ca. acht km nördlich der Gemeinde vorbei (bis 2007 noch Anschlussstelle Lübeck-Genin). In 12 km Entfernung liegt der Regionalflughafen Lübeck-Blankensee.

Bis 1962 verfügte Berkenthin zudem über einen Bahnhof an der sogenannten Kaiserbahn von Hagenow über Ratzeburg nach Bad Oldesloe. Die Strecke wurde ab 1972 abgetragen, die nahe Brücke über den Elbe-Lübeck-Kanal existierte noch bis vor wenige Jahren.

Quellen

  1. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
 Commons: Berkenthin – Bilder, Videos und Audiodateien