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Reuss (Fluss)

Blick vom Furkapass auf das Urserental, mit Andermatt und dem Oberalppass im Hintergrund
Teufelsbrücke in der Schöllenenschlucht um 1900
Die Reuss in Luzern

Die Reuss ist ein Fluss in der Schweiz. Sie ist 158 Kilometer lang und hat ein Einzugsgebiet von 3425 Quadratkilometern. Damit ist sie nach Rhein, Aare und Rhône der viertgrösste Fluss der Schweiz.

Die Reuss entspringt im Gotthardmassiv, am Gotthardpass und am Furkapass auf 2431 m ü.M.. Gotthardreuss und Furkareuss vereinigen sich im Urserental und fliessen nach Osten. Einer der Quellflüsse der Furkareuss ist die Witenwasserenreuss.

Bei Andermatt biegt der Fluss nach Norden ab und durchquert die Schöllenenschlucht. Die unwegsame Schöllenenschlucht mit ihren steilen, hunderte Meter hohen Granitwänden war im Mittelalter das Hindernis zur Erschliessung des Gotthardpasses, das nur durch schwierige Kunstbauten wie das Urnerloch und die Teufelsbrücke überwunden werden konnte. In der Schöllenen befindet sich auch das Suworow-Denkmal, das dem russischen General Suworow gewidmet wurde und an die Schlacht von 1799 erinnert.

Bei Göschenen verlassen Bahn und Autobahn die Gotthardtunnel-Röhren. Bis Erstfeld folgen weitere Schluchten, dann geht es durch die breite Ebene des Urner Reusstals, bis die Reuss bei Flüelen in den Vierwaldstättersee mündet.

In Luzern verlässt sie den See wieder und fliesst als breiter Fluss mit vielen Schlaufen und Windungen in zuerst östlicher, dann nördlicher Richtung durch das Reusstal vorbei an alten Städtchen wie Bremgarten und Mellingen, bis sie unterhalb von Windisch beim Wasserschloss in die Aare mündet.

Von geschichtlicher Bedeutung ist die Reuss insofern, als sie im Mittelalter seit dem 10. Jahrhundert während ca. 200 Jahren Grenzfluss auf Schweizer Gebiet zwischen dem Königreich Burgund und dem deutschen Kaiserreich respektive zeitweilig den übrigen Teilen des Kaiserreiches war.

Die wichtigsten Reuss-Seitentäler sind:

 Commons: Reuss (Fluss) – Bilder, Videos und Audiodateien