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Staatsbad

Staatsbäder sind Kurbetriebe im Besitz der deutschen Bundesländer. Viele Staatsbäder haben ihren Ursprung in der feudalistischen Zeit des 18. und 19. Jahrhunderts, als die Landesherren Heilquellen in Besitz nahmen und Badeeinrichtungen erbauen ließen. Diese Kureinrichtungen blieben bis in unsere Zeit in Landesbesitz. Die Kurorte tragen den Titel Staatsbad, doch tatsächlich in Staatsbesitz befinden sich nur einzelne Bereiche des Kurbetriebs, nicht aber die Orte selbst.

In jüngster Zeit trennen sich immer mehr Bundesländer von ihren Staatsbädern, teils durch Kommunalisierung, teils durch Privatisierung der Kuranlagen. Die rückläufige Zahl der Kurverordnungen, Gesundheitsreformen und die wirtschaftliche Rezession zwingen die Bäder zu Umstrukturierungen. Während die Kurorte versuchen, die Bereiche Wellness und Tourismus auszubauen, um Verluste aus dem Kurbetrieb auszugleichen, zieht sich der Staat zunehmend aus dieser ihm historisch erwachsenen Zuständigkeit zurück.