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Gigue

Bei einer Gigue (französisch, [ʒiːɡ]) , auch unter der italienischen Bezeichnung Giga bekannt, handelt es sich um eine Tanzform der Barockmusik in lebhaftem, raschem 12/8-Takt, mitunter auch im 6/8-Takt.

Ursprünglich ein bäuerlicher Tanz, entwickelte sich die Gigue zu einem häufig verwendeten Stilmittel der barocken Hochmusik in Konzerten, Sonaten und vor allem Tanz-Suiten.

Zu unterscheiden sind die Gigue gaye (fröhlich, lebhaft) und die Gigue grave (ernst, gemessen). Letztere hat große Ähnlichkeit mit der Allemande; nicht selten wird ein und dasselbe Stück bald als Allemande, bald als Gigue rubriziert.

Unter anderem wurde sie von Komponisten wie Johann Sebastian Bach, Georg Philipp Telemann und Georg Friedrich Händel häufig verwendet.

Siehe auch: Gesellschaftstanz, Jig, Historischer Tanz

Notenbeispiel

Aus einem Duett von Georg Philipp Telemann

Literatur