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Mossad

Mossad (המוסד למודיעין ולתפקידים מיוחדים,  Hamossad Lemodi'in Uletafkidim Meyuchadim ?/i, Institut für Aufklärung und besondere Aufgaben, eigentlich M. Merkazi Le-Modiin U-Letafkidim Meyuhadim, „Allgemeiner Nachrichten- und Sicherheitsdienst") ist der Name des israelischen Auslandsgeheimdienstes. Er gilt als einer der effizientesten und erfolgreichsten Geheimdienste der Welt und ist in seiner Funktion vergleichbar mit der US-amerikanischen CIA oder dem deutschen BND. Die rechtlichen Befugnisse des Mossad reichen jedoch wesentlich weiter.

Das Motto des Dienstes lautet: "By Way of Deception, thou shalt do War." -->„Durch Täuschung sollst du Krieg führen“.

Inhaltsverzeichnis

Auftrag

Als Auslandsnachrichtendienst Israels hat der Dienst primär die Aufgabe Informationen, die für die Regierung, das Militär und die Sicherheit des Landes von Relevanz sein könnten, mit nachrichtendienstlichen Mitteln, wie menschlicher Quellen (HUMINT) und elektronische Aufklärung (SIGINT), zu beschaffen. Darüber hinaus fungiert der Dienst auch weltweit als operativer Arm der Regierung, der zuweilen mit Gewalt und unter Verletzung internationalen Rechts die Interessen Israels durchsetzt (Ermordungen und Entführungen). Der MOSSAD betreut und steuert auch sämtliche Militär- und Sicherheitsberatung verbündeter und befreundeter Staaten.

Organisation

Das Hauptquartier des Mossad befindet sich in Tel Aviv. Seine Personalstärke wird auf rund 1.200 Mitarbeiter geschätzt. Lediglich ein Bruchteil der Mitarbeiter sind aktive Agentenführer, so genannte Katsas. Die im Vergleich zu anderen Geheimdiensten geringe Anzahl an operativen Mitarbeitern erklärt sich darin, dass der Mossad weltweit auf ein engmaschiges Netz an freiwilligen Helfern (Sayan'im) zurückgreifen kann. Meistens handelt es sich dabei um Personen (israelische Staatsbürger oder jüdische Sympathisanten anderer Staatsangehörigkeiten), die im Zielland einer Operation ansässig sind und diskret logistische Unterstützung leisten, zum Beispiel durch Bereitstellung von Transportmitteln, sicheren Wohnungen oder durch Beschaffung von Information.

Die jeweilige Identität des Mossad-Chefs war lange ein israelisches Staatsgeheimnis. Seit Ende der 1990er Jahre werden die Namen aber bekanntgegeben.

Struktur

Die innere Gliederung des Mossad ist weitgehend unbekannt. Vermutlich verfügt er aber über acht Abteilungen:

Zusätzlich gibt es eine Abteilung, die sich mit Atomwaffen befasst. In ihr gingen wesentlich Teile des ehemals vierten israelischen Nachrichtendienstes Lakam auf, als dieser 1986 aufgelöst wurde.

Geschichte

Der Mossad wurde am 1. September 1951 mit der Zusammenführung der Vorgängereinrichtungen Zentralinstitut für Koordination und Zentralinstitut für Aufklärung und Sicherheit gegründet.

Nach dem Mord an Israels Premierminister Jitzhak Rabin und verschiedenen Fehlschlägen musste der in der Öffentlichkeit bis dahin nur als „S“ bekannte Schabtai Schawit als Generaldirektor des Mossad zurücktreten. Am 24. März 1996 wurde Generalmajor Danny Yatom zum neuen Generaldirektor ernannt. Ab diesem Zeitpunkt wurden die Namen der Mossad-Chefs erstmals öffentlich bekannt gegeben. Als Folge des missglückten Attentats auf Khalid Meshaal (siehe unten) und einer missglückten Operation in der Schweiz trat Yatom zurück. Den Posten übernahm im März 1998 Efraim Halevy. Halevy war zuvor Mossad-Agent und dann Vertreter Israels bei der Europäischen Union gewesen. Im Oktober 2002 entließ der damalige Premierminister Ariel Scharon Halevy, mit dem er wiederholt über die richtige Strategie gegen den palästinensischen Terror in Streit geraten war. Zurzeit leitet General Meir Dagan den Mossad. Er diente gemeinsam mit Scharon in der israelischen Armee. Dagan leitete eine Kommandoeinheit, die im Gazastreifen militante Palästinenser aufspürte und liquidierte. Vermutlich wird sich der Mossad unter ihm wieder mehr auf verdeckte Operationen und Spezialoperationen konzentrieren.

Erfolgreiche Operationen

Fehlgeschlagene Operationen

Umstrittene Operationen

Die Beteiligung des Dienstes wird von unterschiedlicher Seite bei folgenden Operationen angenommen, kann aber naturgemäß nicht oder noch nicht abschließend belegt werden:

Leitung

Verweise

Quellen

  1. Bowyer, Bell, J.: Assassin: Theory and Practice of Political Violence. New Brunswick: Transaction Publishers, 2005. ISBN 1412805090. Seite 138
  2. Israelis 'using Kurds to build power base' , The Guardian, 21. Juni 2004 (Englisch)

Literatur

Weblinks