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Microsoft Windows

Dieser Artikel erläutert das Betriebssystem Microsoft Windows; zu anderen Bedeutungen siehe Windows (Begriffsklärung).
Microsoft Windows
Entwickler Microsoft
Version Windows Vista (30. Januar 2007)
Abstammung \ MS-DOS \ Windows 9x
\ Windows NT
Lizenz Microsoft EULA
Website Microsoft Windows

Microsoft Windows [ˈmaɪkɹoʊsɑːft ˈwɪndoʊz] ist ein Markenname für Betriebssysteme der Firma Microsoft. Ursprünglich war Microsoft Windows eine grafische Erweiterung des Betriebssystems MS-DOS (wie zum Beispiel auch GEM oder PC/GEOS), inzwischen hat Microsoft das DOS-Fundament aber völlig aufgegeben und setzt ausschließlich auf Windows-NT-Betriebssystemversionen.

Das Hauptanwendungsgebiet für die Windows-Betriebssystemgruppe ist der Desktop-Bereich, es existieren allerdings auch Produkte speziell für den Betrieb von Servern oder Embedded Devices wie z. B. PDAs.

Heute ist Microsoft Windows mit einem Marktanteil von geschätzten 90 Prozent das meistgenutzte Betriebssystem auf PC-Systemen, was zu Unmut bei den Befürwortern alternativer Betriebssysteme führt und immer wieder Kernpunkt von Diskussionen um den Hersteller Microsoft und dessen Firmenpolitik ist. Auch gab es immer wieder Gerichtsverfahren, die diese Monopolstellung und die damit verbundene mögliche Ausnutzung zum Inhalt hatten.

Inhaltsverzeichnis

Produktlinien

Zeitleiste der einzelnen Windows-Versionen

DOS-Linie für 16-Bit-Rechner

Die 16-Bit-Versionen von Microsoft Windows basierten ursprünglich vollständig auf MS-DOS und benutzten es für alle Systemzugriffe. Microsoft Windows stellte lediglich eine Erweiterung in Form einer grafischen Benutzeroberfläche dar. Das änderte sich mit Windows 3.x allmählich, insbesondere durch die Einführung der 32-Bit-Zugriffe und des experimentellen Win32s-Subsystems. Die Win32s-Komponente stellte in Windows 3.1x einen Teilsatz der Win32-API aus Windows NT bereit, wodurch einige für Windows 95 oder Windows NT entwickelte Programme damit funktionierten. Zwischen Windows-Programmen auf älteren Windows-Versionen (einschließlich Windows 3.x) ist nur kooperatives Multitasking verfügbar. Mit Windows for Workgroups wurde eine Version mit integrierter Netzwerkfähigkeit veröffentlicht. Der Namenszusatz wurde ab Windows 95 und in allen Windows NT-Versionen wieder fallengelassen.

16-Bit-Versionen von Microsoft Windows (Erscheinungsdatum in Klammern):

DOS-Linie für 32-Bit-Rechner

Die sogenannte Windows-9x-Linie basiert auf MS-DOS, besitzt aber einen eigenen 32-Bit-Betriebssystemkern, der nach dem Systemstart die Systemzugriffe mittels sogenannter VxDs (Virtual Device Driver, Virtuelle Gerätetreiber) steuert. Die Win32-API war zu dem Zeitpunkt nichts vollkommen neues, da Windows NT 3.1 und Windows NT 3.5 bereits auf dem Markt waren. Windows 95 war aber die erste Windows-Version für Heimanwender, die diese benutzte.

Windows 9x bringt sein eigenes angepasstes DOS mit, während frühere DOS-basierte Windows-Versionen ein vorinstalliertes DOS voraussetzten. Der Start von Windows ist dabei (außer in Windows Me) mittels eines Eintrags in die textbasierte Datei MSDOS.SYS verhinderbar, so dass Windows wie in früheren Versionen manuell durch das DOS-Programm WIN.COM gestartet werden kann. Microsoft wollte dem Benutzer zwar suggerieren, MS-DOS existiere nicht mehr eigenständig, allerdings war das MS-DOS-Betriebssystem aus jedem Windows 9x auch vollständig ohne Windows lauffähig. Windows 9x besitzt eine eingeschränkte Unterstützung für präemptives Multitasking und Speicherschutz.

Der Begriff „Windows 9x“ leitet sich aus den nun spezielleren Namen (anstatt nur Versionsnummern) her, die in den meisten DOS-basierten Windows-Versionen 4.x mit einer Neun beginnen. Aus diesem Schema stößt nur Windows Me hervor, es wird aber trotzdem mit den sehr verwandten anderen Versionen zusammengefasst.

Windows-9x-basierte Versionen (Erscheinungsdatum in Klammern)

NT-Linie

Die Microsoft Windows NT-Serie besitzt einen eigenen Kernel. Das Kürzel NT steht für New Technology (sinngemäß und korrekt übersetzt „neue Technik“). Der Name stand zunächst für eine von Microsoft zu entwickelnde Version des Betriebssystems OS/2, die so nie realisiert wurde. NT stand ursprünglich für N-Ten (N10), einen Emulator, auf welchem das System von Microsoft in der Anfangsphase betrieben wurde.[1]

Windows NT ist für verschiedene Prozessorarchitekturen konzipiert und wurde ursprünglich für Intel-386, Mips, Power-PC und Alpha-Prozessoren angeboten. Diese breit angelegte Unterstützung wurde allerdings im Laufe der Zeit immer mehr ausgedünnt. Seit der XP-Einführung (Ende 2001) wurden praktisch nur noch x86-basierte Systeme unterstützt; die frühere Entwicklung von Versionen von NT für die Alpha-Architektur von DEC und weiteren wurde nach und nach eingestellt. Mit den Ankündigungen von AMD und Intel, zukünftig 64-bit-Prozessoren fertigen zu wollen, begann bei Microsoft die Entwicklung entsprechender Betriebssystemvarianten. Mitte 2005 stellte Microsoft dann auf seiner betriebseigenen Veranstaltung „WinHEC 2005“ in Seattle seine neuen Produkte Microsoft Windows XP Professional x64 Edition, Microsoft Windows Server 2003 x64 Standard Edition, Microsoft Windows Server 2003 x64 Enterprise Edition und Microsoft Windows Server 2003 x64 Datacenter Edition vor.

MS-DOS wird bei Bedarf emuliert, weitgehend namens- und funktionsgleiche Befehle sind als Laufzeitumgebung verfügbar, und weitere DOS-Programme können weiter verwendet werden, solange sie keinen direkten Zugriff auf die Hardware erfordern. Spiele laufen daher meist gar nicht oder wenn, dann nur ohne Ton und Joystick-Unterstützung. Abhilfe schaffen DOS-Emulatoren wie z. B. DOSBox.

NT besitzt präemptives Multitasking mit Speicherschutz. Direkte Hardwarezugriffe von Programmen sind (im Gegensatz zur DOS-Linie) durch die strikte Durchsetzung eines Schichtenmodells nicht erlaubt. Beginnend mit Microsoft Windows 2000 wurden die NT-Linie und die Konsumentenvariante von Microsoft Windows vereinheitlicht und in eine gemeinsame Produktlinie überführt. Mit der XP-Version kann die Zusammenführung „unsicherer Consumer-Multimedia-Versionen, DOS-basiert“ und „sicherer NT-Profi-Versionen ohne Multimedia“ als abgeschlossen betrachtet werden.

Microsoft Windows NT

NT-basierte Versionen (Erscheinungsdatum in Klammern)

Microsoft Windows NT 3.1 (Juli 1993)

Microsoft Windows NT 3.5 (September 1994, Codename „Daytona“)

Microsoft Windows NT 3.51 (Mai 1995)

Microsoft Windows NT 4.0 (29. August 1996, Codename „Shell Update Release“)

Microsoft Windows 2000 (NT Version 5.0, Februar 2000)

Microsoft Windows XP (NT Version 5.1, 25. Oktober 2001, Codename „Whistler“)

Microsoft Windows XP Starter Edition

Microsoft Windows XP Home Edition

Microsoft Windows XP Professional

Microsoft Windows XP Media Center Edition

Windows XP Tablet PC Edition

Microsoft Windows PE

Microsoft Windows Fundamentals for Legacy PCs

Microsoft Windows XP Embedded

Microsoft Windows Server 2003 (NT Version 5.2, 2003)

Microsoft Windows Server 2003 Standard Edition

Microsoft Windows Server 2003 Enterprise Edition

Microsoft Windows Server 2003 Datacenter Edition

Microsoft Windows Server 2003 Web Edition

Microsoft Windows Compute Cluster Server 2003

Microsoft Windows Vista (NT Version 6.0, Codename „Longhorn“)

für Privatbenutzer 30. Januar 2007, für Firmen bzw. Unternehmen 30. November 2006

Microsoft Windows Home Server

Microsoft Windows Server 2008

Microsoft Windows 7

CE-Linie für mobile Geräte

Microsoft Pocket PC Reihe

Sonstiges

Des Weiteren gibt es noch unterschiedliche Versionen für einzelne Gerätetypen sowie spezielle Versionen für diverse Hauptprozessoren.

Sicherheit

Sicherheit war jahrelang eine der größten Schwachstellen von Windows, und sogar Microsoft selbst war das Opfer von Einbrüchen in ihre Systeme. Aufgrund der weiten Verbreitung von Windows haben viele Programmierer von Malware die Windows-Plattform als Angriffsziel gewählt. Andere Plattformen wie Linux, Unix, Mac OS X und FreeBSD wurden nicht so stark attackiert. Windows wurde ursprünglich für einfache Benutzbarkeit als Einzelbenutzersystem ohne Netzwerkverbindung konzipiert, deshalb fehlten wichtige Sicherheitsmerkmale. Windows NT und seine Nachfolger wurden auf Sicherheit (auch im Netzwerk) und Mehrbenutzerbetrieb optimiert. Die Internetsicherheit wurde jedoch außer acht gelassen, da das Internet zur damaligen Zeit noch keine hohe Relevanz hatte. In Kombination mit stellenweise fehleranfälligem Quelltext war das System angreifbar (oft durch Pufferüberläufe). Windows ist ein häufiges Ziel von Wurm- und Virenautoren. Darüber hinaus wurde Windows, bis Windows Server 2003, standardmäßig mit deaktivierten Sicherheitsoptionen ausgeliefert, auch angreifbare (wenn auch nützliche) Dienste waren aktiviert. Im Juni 2005 hat Bruce Schneiers Counterpane Internet Security berichtet, dass sie über 1000 neue Viren und Würmer für Windows Systeme in den letzten sechs Monaten gesichtet hätten.

Microsoft hat die Sicherheitsprobleme um die Jahrtausendwende zugegeben und gab bekannt, dass dem Thema Sicherheit fortan höchste Bedeutung zugemessen werde. Das dringend benötigte System für automatische Updates wurde erstmals mit Windows 2000 eingeführt. Das Ergebnis war, dass das Service Pack 2 für Windows XP und das Service Pack 1 für Windows Server 2003 sehr viel schneller von den Kunden installiert wurden, als es sonst der Fall gewesen wäre. Microsoft verteilt Sicherheitspatches über sein Windows Update System normalerweise einmal im Monat (Patch Day).

Sicherheitsanalysen von Drittparteien

Eine Studie von Kevin Mitnick und der Firma Avantgarde aus dem Jahre 2004 führte zu dem Ergebnis, dass ein ungeschütztes Windows-XP-System ohne Sicherheitsaktualisierungen im Internet nur vier Minuten ohne Kompromittierung durchhält. Die AOL National Cyber Security Alliance Online Safety Study von Oktober 2004 hat festgestellt, dass 80 % aller Windows Systeme von zumindest einem Spyware/Adware-Programm infiziert waren. Die am häufigsten empfohlenen Strategien zur Erhöhung der Sicherheit von Windows-Produkten beinhalten die Verwendung von Hard- oder Software Firewalls, Antivirus- und Antispyware-Produkten sowie die regelmäßige Aktualisierung des Betriebssystems mit Microsoft Update.

Software

Auf Windows-Betriebssystemen können in der Regel nur Windows-Programme ausgeführt werden. Bei einigen Ausgaben der Windows-Versionen mit NT-Kernel ist zwar auch das POSIX-Subsystem enthalten, diese sind jedoch defacto wirkungslos, da wichtige POSIX Elemente wie symbolische Links und eine POSIX kompatible Shell fehlen. POSIX kompatible Anwendungen können oft gar nicht oder nur mit sehr hohem Aufwand auf Microsoft Windows Betriebssysteme portiert werden.

Kernel-Mode-Treiber für Microsoft Windows Vista in der 64-Bit-Version müssen signiert sein, um beim Systemstart automatisch geladen werden zu können.

Manche der mit Windows ausgelieferten Zusatzprogramme, wie z. B. der Webbrowser werden in der Regel so tief in das System integriert, dass ein Auswechseln dieser Komponenten sehr erschwert wird.

Herkunft und Verwendung des Begriffes

Der Begriff Window (Fenster) als Bezeichnung für ein Software-Oberflächenelement geht zurück auf das in den frühen 1970er Jahren im Xerox PARC entwickelte WIMP-Paradigma (Window, Icon, Menu, Pointing-device) für den Aufbau von Benutzerschnittstellen. Microsoft Windows ist eines von vielen Systemen, die dieses Paradigma umsetzen.

Um den Begriff „Windows“ als Markennamen gibt es andauernden Streit, da er beschreibenden Charakter hat, für eine Funktion des Betriebssystems (nämlich Programme in Fenstern laufen zu lassen), und daher auch andere den Begriff in ihren Produkten verwenden wollen. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollte man möglichst immer den vollständigen Markennamen Microsoft Windows verwenden.

Kritik

Microsoft konnte mit seinen Betriebssystemen im Laufe der 1990er Jahre eine Vorrangstellung auf dem Desktop-Markt erreichen und bildet seitdem ein Quasi-Monopol. Alternativen stellen die freien Open-Source-Betriebssysteme Linux und BSD sowie das (in seinen wichtigsten Komponenten) nicht freie Mac OS X dar. Ein Hauptvorwurf an Windows war die unbefriedigende Stabilität, die sich mit dem Durchsetzen der NT-Basis für Privatanwender jedoch deutlich verbessert hat (Windows XP Home / geplant „Neptune“ als Windows 2000 Home).

Immer wieder wird auch Kritik an vermuteten Zusammenhängen zwischen Windows- und Intel-Versionen geäußert: Durch neue, leistungsfähigere Windows-Versionen würden erhöhte Anforderungen an die Hardware gestellt, was Anwender zum Kauf neuer Hardware verleite. Diese neue Hardware würde von den Windows-Entwicklern schließlich als Standard angesehen, um anschließend mit der nächsten Windows-Version wieder höhere Anforderungen zu stellen. Diese Kritik ist auch unter dem Stichwort „Wintel“ (ein Kunstwort zusammengesetzt aus „Windows“ und „Intel“) bekannt und auch über Absprachen zwischen Microsoft und Intel tauchen immer wieder Gerüchte auf. [3]

Weiter werden wie zum Beispiel von Analysten des IT-Marktforschungsinstituts Gartner die fehlende Modularität, ein veralteter und ausufernder Programmcode, zu lange Entwicklungszyklen und zu geringe Innovationen bemängelt. [4]

Die wichtigsten Windows-Versionen im Überblick

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(Arbeitstitel, danach bei erfolgter Veröffentlichung Produktname in Klammern)

Interface Manager (Windows 1.0)

Hauptartikel: Microsoft Windows 1.0

Erste Version überhaupt, die 1983 auf der Comdex vorgestellt wurde. Es wurde von der Marketing-Abteilung in „Windows“ umbenannt, da die Entwickler immer von Fenstern sprachen. Im November 1985 stand es schließlich in den Läden. Es war zugleich die erste GUI von Microsoft für DOS. Am 10. November 1983 wurde es erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und schließlich mit Verspätung knapp zwei Jahre später im August 1985 zum Verkauf freigegeben. Insgesamt gab es vier Versionen: 1.01, 1.02, 1.03, 1.04. Version 1.01 kam nur in den USA heraus, und 1.02 war eine in verschiedene Sprachen, u. a. Deutsch, übersetzte Version 1.01.

Sparta (Windows for Workgroups 3.1)

Erste netzwerkfähige Windows-Version. Im Handel war es im November 1992 erhältlich.

Siehe auch: Microsoft Windows 3.x

Daytona (Windows NT 3.5 und Windows NT 3.51)

Hauptartikel: Windows NT 3.5/3.51

Eine Weiterentwicklung von Windows NT 3.1, die weiterhin mit der Oberfläche von Windows 3.x daherkam. Da die dosbasierenden Windowssysteme noch vorherrschten, wurde vor allem die Kompatibilität zu Windows 95-Programmen verbessert, darüber hinaus gab es Verbesserungen in Stabilität und Geschwindigkeit. Auf dem Markt war die noch fehlerhafte Version 3.5 schließlich im September 1994 zu finden, die überarbeitete Version 3.51 mit heutigen Standardtreibern bereits kurz darauf im Juni 1995.

Chicago (Windows 95)

Hauptartikel: Windows 95

Endversion im Verkauf August 1995. In beiden Folgejahren erscheinen Windows 95 B (zweite Fassung) und Windows 95 C (dritte Fassung). Das System wird seit Januar 2002 von Microsoft offiziell nicht mehr unterstützt.

Cairo (Windows NT 4.0)

Hauptartikel: Windows NT 4.0

Erscheint kurz nach Windows 95, es hat im Gegensatz zu Windows NT 3.x die gleiche Benutzeroberfläche wie Windows 95, aber auf dem NT-Kernel basierend. Der Kern ist dadurch deutlich stabiler als Windows 95. Auch dieses System wird seit Januar 2002 von Microsoft nicht mehr unterstützt.

Nashville

Oft als Beta von Windows 95 B oder Windows 96 bezeichnet, war Nashville tatsächlich nur eine Technologie-Vorschau, aus der später unter anderem der Active Desktop des Internet Explorers 4.0 hervorging.[5] Das In-Verbindung-Bringen mit Windows 96 geht auf den Uninstall-Eintrag zurück, den Nashville hinterlässt, wenn man es als Update für Windows 95 installiert. Da es in Nashville keine weiteren Referenzen zu Windows 96 gibt und die einzig bekannte Beta-Version auch nie für den Gebrauch außerhalb Microsofts gedacht war, lässt sich über den Sinn des Uninstall-Eintrags nur spekulieren.

Memphis (Windows 98)

Hauptartikel: Windows 98

Erscheint als Evolutionsstufe von Windows 95 drei Jahre später. Es enthält hauptsächlich Internet-Erweiterungen wie den integrierten Internet Explorer 4.0 sowie Multimedia-Erweiterungen. Seit 2006 wird Windows 98 nicht mehr von Microsoft unterstützt. Zweiterfolgreichstes System neben Windows 95. Mitte 1999 erschien eine überarbeitete Version von Windows 98, Windows 98 Second Edition (Zweite Ausgabe). Sie enthält beispielsweise das Windows 98 Service Pack 1, den Internet Explorer 5 sowie einige Verbesserungen im Bereich Multimedia und USB.

Georgia (Windows Millennium Edition)

Hauptartikel: Windows Millennium Edition

Ist gegen Ende 2000 als Nachfolger von Windows 98 auf dem Markt erschienen. Auch hier wurden hauptsächlich kosmetische Änderungen und Multimedia-Verbesserungen vorgenommen – so zum Beispiel eine verbesserte Version des Windows Media Player. Ein Tool zur Systemwiederherstellung, an einem automatischen oder vom Benutzer gesetzten Punkt, ist ähnlich wie in Windows XP möglich. Ferner wurde der Schutz von Systemdateien verbessert. Das Löschen von diesen wird jetzt durch die System File Protection (SFP) PC-Health, im Gegensatz zu den Vorgängerversionen, von vornherein verhindert. Durch das Programm „Komprimierte Ordner“ wird das Erstellen und Entpacken von ZIP-Archiven direkt unterstützt. Darüber hinaus enthält es noch diverse neue Funktionen und galt daher als Pausenfüller bis zur nächsten „großen“ Version Windows XP.

NT 5.0 (Windows 2000)

Hauptartikel: Windows 2000

Ist Anfang 2000 erschienen und stellt den Nachfolger von Windows NT 4 dar. Es ist weitaus stabiler als sein Vorgänger, bietet neue Unterstützung für Geräte aller Art und stellt auch Spielmöglichkeiten zur Verfügung. Windows 2000 wird später auch in Server-Versionen ausgeliefert, die für unterschiedliche Unternehmensgrößen ausgelegt sind, um seinen Vorgänger, den NT-4-Server, abzulösen. Active Directory wird in den Servervarianten das erste Mal angeboten. 2006 wurden die Server-Versionen eingestellt.

Odysee

Windows-2000-Nachfolger, abgebrochen, nie erschienen. Projektinhalt ist in Windows XP eingeflossen.

Whistler (Windows XP)

Hauptartikel: Windows XP

(interne Versionsnummer 5.1 und somit direkter Nachfolger von 2000)

Bestverkauftes System, ist im Oktober 2001 erschienen und verschmilzt erstmals die beiden Produktschienen zwischen kommerziellem und Heim-System, stellt auch eine neue Benutzerführung bereit mit noch mehr Multimedia und Internet im System. In der Anfangszeit der Entwicklung existierte ein alternativer Entwicklungsast als Windows Neptune Die neue Produktaktivierung soll urheberrechtswidrige Verwendung verhindern, es gab und gibt darüber heftige Diskussionen, in denen man Microsoft seine Vorgehensweise als Ausspionieren von Benutzern vorwarf und vorwirft. Ohne Nachfrage beim Nutzer lässt sich Microsoft eine große Menge an Daten regelmäßig übermitteln, unter anderem den zuletzt mit dem MS-Mediaplayer benutzten Medieninhalt (Filmtitel etc., bei den neueren Versionen allerdings nur, wenn man diesem Verhalten bei der Installation zustimmt). Im September 2004 wurde das Service Pack 2 veröffentlicht, mit Schwerpunkt auf Verbesserung der Netzwerksicherheit. (Einführung von Funktionalität rund um das Sicherheitscenter: Automatische Betriebssystemupdates, ein Paketfilter (Firewall) und die Überwachung von Anti-Viren-Software werden dem Anwender durch Betriebssystemdialoge fortwährend nachdrücklich empfohlen bzw. aufgedrängt.)

Das Service Pack 3, das zugleich das letzte für Windows XP sein soll, sollte am 29. April 2008 veröffentlicht werden, jedoch gab es ein Kompatibilitätsproblem bei Nutzern von Microsofts Dynamics Retail Management System und dem Service Pack 3, sodass es am 6. Mai veröffentlicht wurde[6]. Zusätzlich zu den Aktualisierungen seit SP1 beherbergt das Service Pack 3 auch einige weitere aktualisierte Programme, wie den Background Intelligent Transfer Service (Bits) 2.5, Windows Installer 3.1, Management-Console (MMC) 3.0 und die Core XML Services 6.0 (Programmaktualisierungen des Internet Explorers 7 und Media Players sind nicht enthalten)[6]Das Update erlaubt künftig Windows XP als Gastsystem in Microsofts Virtualisierungssystem Hyper-V zu verwenden, dessen Veröffentlichung für Herbst 2008 erwartet wird. Das Service Pack 3 bringt eine messbar verbesserte Systemgeschwindigkeit[7]. Es läuft nur auf der x86-Version von Windows XP

.NET Server (Windows Server 2003)

Hauptartikel: Windows Server 2003

Die Server-Variante von Windows XP und Nachfolger der Windows-2000-Server-Systeme. Die Produktbezeichnung „Windows Server .NET“ wurde von Microsoft fallengelassen. Windows Server 2003 besitzt zudem die interne Versionsnummer 5.2 und ist somit ein weiterer Spross der 2000-Produktlinie.

Longhorn (Windows Vista)

Hauptartikel: Windows Vista

Die erste Alphaversion zu Windows Vista, Windows Longhorn, kam bereits Anfang 2002 heraus. In die Läden fand es schließlich am 30. Januar 2007, nachdem der Termin mehrfach verschoben worden war. Trotzdem konnten in Windows Vista nicht alle geplanten Funktionalitäten verwirklicht werden (z. B. die Dateisystemerweiterung WinFS). Die grafische Benutzerschnittstelle wurde neu erstellt und bietet die Modi Aero Basic und Aero Glass.

Fiji

Neue Version des Windows Media Center, welche wahrscheinlich erst in der zweiten Jahreshälfte 2008 für Windows Vista erscheinen wird. Eine Anmeldung zu einer Betaphase von Fiji war Anfang 2007 möglich, allerdings wurde diese noch nicht gestartet.

Windows 7 (ehem.: Windows Vienna und Blackcomb)

Die jetzt Windows 7 genannte Version wurde bereits im Jahre 2000 unter dem Codenamen Blackcomb angekündigt und sollte Windows XP (Codename: Whistler) ablösen. Unter anderem sollte Windows Blackcomb erkennen, wie ein eingetippter Satz abgeschlossen werden sollte.[8] 2001 entschied Microsoft sich jedoch, vermutlich im Hinblick auf technische Möglichkeiten, zwischen Windows XP und Blackcomb eine weitere Version von Windows zu veröffentlichen, die später Windows Vista genannt wird. 2006 änderte man außerdem den Codenamen von Windows Blackcomb zu Windows Vienna.

Mit dem Erscheinen von Windows Vista und der Ablösung des bisherigen Entwicklungsleiters von Windows Jim Allchin durch Steven Sinofsky wurde der Name im Februar 2007 [9] in „Windows 7“ (für Windows NT 7.0) geändert. Eine neue Windows-Version soll jetzt alle drei Jahre erscheinen.[10] Windows 7 wird voraussichtlich im Januar 2010 auf den Markt kommen.[11][12]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Paul Thurrott's SuperSite for Windows: Windows Server 2003: The Road To Gold, Part One: The Early Years
  2. golem.de: Microsoft: Windows 7 kommt im Januar 2010
  3. Microsoft wollte angeblich mit abgespecktem Vista Intel helfen. In: heise online. 29. Februar 2008 (Stand: 11. April 2008).
  4. Netzeitung: Microsoft droht Kollaps mit Windows
  5. The History of Microsoft Internet Explorer
  6. a b heise.de: „Service Pack 3 für Windows XP nun auch offiziell zum Download“, 7. Mai 2008]
  7. Windows XP SP3 Yields Performance Gains (englisch) – Artikel bei exo.blog, vom 23. November 2007
  8. Bill Gates: Professional Developers Conference Remarks (12. Juli 2000, englisch)
  9. Winfuture: [http://winfuture.de/news,29794.html News bei Winfuture (Februar 2007, deutsch)
  10. WinFuture: Vista-Nachfolger 'Vienna' heißt nur noch Windows '7' (2. Februar 2007)
  11. golem.de: Microsoft: Windows 7 kommt im Januar 2010
  12. derStandard.at – Präsentation von Windows 7 bereits am Dienstag?
 Commons: Microsoft Windows – Bilder, Videos und Audiodateien
 Commons: Screenshots von Windows-Software – Bilder, Videos und Audiodateien