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Internationale Konvention zum Schutz der Rechte aller Wanderarbeitnehmer und ihrer Familien

Die Internationale Konvention zum Schutz der Rechte aller Wanderarbeitnehmer und ihrer Familienangehörigen (engl. International Convention on the Protection of the Rights of All Migrant Workers and Members of Their Families) ist eine von den Vereinten Nationen getragene Konvention, die der Verbesserung des rechtlichen Status von Migranten mit Arbeitnehmerstatus, Saison- und Gelegenheitsarbeitern sowie deren Familienangehörigen dient. Die Konvention legt fest, wie die allgemeinen Menschenrechte im Besonderen für Wanderarbeiter anzuwenden sind. Mit ihr wurde erstmalig eine verbindliche rechtliche Basis für die Behandlung dieser besonderen Personengruppe geschaffen.

Nach dem Beschluss der UN-Generalversammlung am 18. Dezember 1990 und ihrer Ratifizierung durch 20 Staaten trat die Konvention am 1. Juli 2003 in Kraft. Zur Überwachung ihrer Implementierung wurde der Ausschuss zum Schutz der Rechte aller Wanderarbeitnehmer und ihrer Familienangehörigen (Committee on the Protection of the Rights of All Migrant Workers and Members of Their Families) eingerichtet, welcher der UN-Menschenrechtskommission untersteht.

Stand der Ratifizierung

Die Konvention wurde bisher von folgenden 37 Staaten ratifiziert (Stand: 7. Juni 2007):

Konvention ratifiziert
 Agypten Ägypten  Kap Verde  Libyen  Seychellen
 Albanien  Ecuador  Mali  Sri Lanka
 Algerien  El Salvador  Marokko  Syrien
 Argentinien  Ghana  Mauretanien  Tadschikistan
 Aserbaidschan  Guatemala  Mexiko  Turkei Türkei
 Belize  Guinea  Nicaragua  Uganda
 Bolivien  Honduras  Peru Uruguay
 Bosnien und Herzegowina  Kirgisistan  Osttimor
 Burkina Faso  Kolumbien  Philippinen
 Chile  Lesotho  Senegal

Weitere 15 Staaten haben die Konvention unterzeichnet:

Konvention unterzeichnet
 Bangladesch  Guyana  Liberia  Serbien
 Benin  Indonesien Montenegro  Sierra Leone
 Gabun  Kambodscha  Paraguay  Togo
 Guinea-Bissau  Komoren  Sao Tome und Príncipe São Tomé und Príncipe

Bislang haben keine Industrie- und Einwanderungsländer die Konvention unterzeichnet oder ratifiziert.