Heim

Lories

Lories

Allfarbloris (Trichoglossus haematodus)

Systematik
Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Lories
Wissenschaftlicher Name
Loriidae

Die Lories oder Loris (Loriidae) sind eine Nektar trinkende Familie aus der Ordnung der Papageienvögel (Psittaciformes). Die Familie wird in 13 Gattungen zu je einer bis zehn Arten unterteilt. Häufig werden sie auch als Unterfamilie Loriinae zu den Eigentlichen Papageien (Psittacidae) gestellt.

Außerdem bezeichnet Loris (Loridae) auch baumbewohnende Primaten. Um Verwechslungen zu vermeiden, kann für die Vögel (Loriidae) die Schreibweise Lories verwendet werden. Der Singular heißt in allen Fällen Lori.

Inhaltsverzeichnis

Aussehen

Lories sind kleine bis mittelgroße, farbenprächtige, baumbewohnende Papageien. Eine Besonderheit liegt in ihrer Ernährungsweise. Sie ernähren sich hauptsächlich von Pollen und Nektar, aber auch von weichen, saftigen Früchten. Zur besseren Nahrungsaufnahme ist ihre Zungenspitze mit bürsten- oder pinselartig aufrichtbaren Papillen besetzt.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Lories umfasst Australien und die benachbarte Inselwelt, von Sulawesi (Indonesien) und Mindanao (Philippinen) im Westen, über die Karolinen im Norden zu den Marquesas-Inseln und Pitcairn in Osten und Tasmanien im Süden. Besonders viele Arten sind auf Neuguinea zu finden. In Neuseeland fehlt die Familie.

Ernährung

Lories besitzen eine lange, schmale Zunge, deren Spitze dicht mit Papillen besetzt ist. Wenn ein Lori seine Zunge in eine Blüte steckt, richten sich diese Papillen auf. Wie ein Schwamm wird dadurch der Nektar aufgesogen. Zieht der Vogel die Zunge zurück in den Schnabel, wird der Nektar an Hautfalten im Gaumen ausgedrückt. Dieser Vorgang wird in schneller Folge wiederholt.

Werden Lories als Ziervogel gehalten, werden sie mit einer speziellen Lori-Suppe ernährt, die im Handel erhältlich ist und nur mit Wasser angerührt werden muss. Das Futter wird je nach Art ergänzt mit Pollen, Obst, starkehaltigen Samen, Keimfutter, Lebendfutter und Zweigen mit Knospen.

Nestbau

Die Lories sind Höhlenbrüter - so wie die meisten Papageien. Üblicherweise werden dazu Baumhöhlen benutzt, einige Arten aber nisten in hohen, säulenförmigen Termitenbauten.

Gattungen [1]

Siehe auch

Außer den Loris gibt es auch andere Papageienvögel, die Nektar trinken:

Siehe außerdem: Systematik der Vögel

 Commons: Lories – Bilder, Videos und Audiodateien
 Wikiversity: Gesetzliche Mindestanforderungen zur Haltung von Loris und anderen nektartrinkenden Vögeln (Checkliste für Österreich) – Kursmaterialien, Forschungsprojekte und wissenschaftlicher Austausch

Quellen

  1. Systematik nach H. E. Wolters (1975-1982), zitiert in: Lantermann, Werner. Papageienkunde: Biologie - Verhalten - Haltung - Artenauswahl der Sittiche und Papageien. Berlin, Parey, 1999, ISBN 3-8263-3174-5