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Gute-Nachricht-Bibel

Die Gute-Nachricht-Bibel (GNB) ist eine kommunikative Bibelübersetzung, zuletzt revidiert 1997.

Inhaltsverzeichnis

Autoren und Akzeptanz

Erstellt wurde die GNB in Kooperation der Deutschen Bibelgesellschaft (evangelisch), des Katholischen Bibelwerks e. V. Stuttgart und der evangelischen und katholischen Bibelgesellschaften in Österreich. Die GNB wird also von evangelischen und katholischen Bibelwerken vertrieben und ist damit die einzige ökumenische Bibel im deutschen Sprachgebiet[1]. In der katholischen Kirche ist sie jedoch nur zum privaten Bibelstudium vorgesehen, für alle anderen Belange wird die Einheitsübersetzung herangezogen.

Geschichte

Das Neue Testament erschien 1968 unter dem Titel ›Gute Nachricht für Sie - NT 68‹ in starker Anlehnung an ein amerikanisches Projekt, 1970 wurde das Neue Testament dann noch einmal selbständig aus dem Griechischen übersetzt. 1982 wurde die Übersetzung des Alten Testaments abgeschlossen und die Gesamtbibel erschien unter dem Titel ›Bibel in heutigem Deutsch‹. Bei der anschließenden Gesamtrevision der Vollbibel wurde der Text noch einmal tiefgreifend überarbeitet, um besonders die Bedeutungsnuancen im Urtext stärker herauszuarbeiten. Die neue GNB wurde 1997 veröffentlicht. Bei der Revision wurde generell ein höheres Sprachniveau, in den poetischen Texten auch dichterisch gehobene Sprache angestrebt. Seit 2000 liegt eine durchgesehene Ausgabe in neuer Rechtschreibung vor.

Vergleich mit anderen Bibelübersetzungen

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In den Psalmen findet man in der GNB freie Rhythmen, während der Text in der EÜ stärker für die Psalmodie eingerichtet ist.

Tatsächlich bietet die Lutherübersetzung oft eine veraltete Deutung seltener oder singulärer Vokabeln (Hapaxlegomena) im Alten Testament (z.B. Hiob 38,36). Auch fließen in die Lutherbibel in hohem Maße persönliche Interpretationen Luthers ein.

Die Einheitsübersetzung ist durch ihre große Uneinheitlichkeit gekennzeichnet, welche durch die vielen daran beteiligten Übersetzer hineingetragen wurde. Als echtes Kind ihrer Zeit bietet sie oft Konjekturen (Verbesserungen eines vermeintlich verderbten Textes), bei denen man mittlerweile (und die neue GNB ist eben auf einem neueren Stand) zu mehr Zurückhaltung neigt. Im Buch Sirach hat die EÜ die hebräischen Fragmente mit der vollständig erhaltenen griechischen Fassung zusammenmontiert; die neue GNB übersetzt nur den griechischen Text und geht damit einen wissenschaftlich klareren Weg.

Die Elberfelder Bibel ist von unschlagbarer Beliebtheit bei allen Hebräischlernenden, die ihre Hausaufgaben auf die Schnelle erledigen müssen. Liest man längere Partien, so stellt sich jenes von der Lutherbibel sattsam bekannte Phänomen ein: der Lesende versteht die Argumentation etwa des Paulus nicht, die für Moderne fremde (vielleicht auch befremdliche?) Welt etwa der mythologischen Partien im Hiob/Ijob wird dem Leser vorenthalten.

Um sich selbst ein Bild zu machen, lese man die Gottesreden im Hiob/Ijob (38-41) oder Ezechiels/Hesekiels Vision eines neuen Tempels (40-48) wahlweise im Luther oder in der Elberfelder, frage sich kritisch, wieviel man eigentlich verstanden hat, und vergleiche das Resultat wiederum mit der GNB.

Eine weitere Bibelübersetzung mit gleicher Zielsetzung, aber mehr evangelikaler Ausrichtung, ist die „Hoffnung für Alle“ der Internationalen Bibelgesellschaft International Bible Society, IBS, die vom Brunnen Verlag herausgegeben wird.

Leseprobe

„Jesus fuhr fort: Macht euch klar, was es bedeutet, dass Gott angefangen hat, seine Herrschaft aufzurichten! Er handelt dabei wie jener König, der mit den Verwaltern seiner Güter abrechnen wollte. Gleich zu Beginn brachte man ihm einen Mann, der ihm einen Millionenbetrag schuldete.“

Matthäus 18,23–24

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Die evangelische Seite hat sich 2005 aus dem einzigen anderen ökumenischen Bibelübersetzungs-Projekt Einheitsübersetzung (EÜ) zurückgezogen