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Costa Rica

República de Costa Rica

Republik Costa Rica

Flagge Wappen
Wahlspruch: „¡Vivan siempre el trabajo y la paz!“
(Span. für „Es leben für immer die Arbeit und der Friede!“)
Amtssprache Spanisch
Hauptstadt San José
Staatsform Präsidialrepublik
Staatsoberhaupt und Regierungschef Präsident Óscar Arias Sánchez
Fläche 51.100 km²
Einwohnerzahl 4.075.261 (Quelle: CIA 2006)
Bevölkerungsdichte 80 Einwohner pro km²
BIP/Einwohner 4.361 US-$ (2005)
Währung Colón, US-Dollar weit verbreitet
Nationalhymne Noble patria, tu hermosa bandera
Zeitzone UTC-6
Kfz-Kennzeichen CR
Internet-TLD .cr
Telefonvorwahl +506

Costa Rica (spanisch für Reiche Küste, früher auch Kostarika) ist ein Staat in Zentralamerika. Er grenzt im Norden an Nicaragua und im Süden an Panama. Begrenzt wird Costa Rica im Osten durch die Karibik und im Westen durch den Pazifik.

Inhaltsverzeichnis

Bevölkerung

Die Bevölkerung besteht aus: 94 % Mestizen und Weiße, 3 % Schwarze, 1 % Indios, 1 % Chinesen, und restliche Ausländer

Costa Rica hat den geringsten Anteil indigener Bevölkerung unter den mittelamerikanischen Staaten, der Großteil der Bevölkerung besteht aus Nachkommen spanischer Einwanderer. Etwa 60 % der Ticos/Ticas (Costaricaner) leben in Städten. Zwei Drittel der etwa vier Millionen Einwohner des Landes leben im klimatisch begünstigten Hochland, Siedlungsschwerpunkt ist das Valle Central, in dem die bedeutenden Städte San José, Heredia, Cartago und Alajuela liegen. Wichtige Küstenstädte sind Puerto Limón (Karibikküste) und Puntarenas (Pazifikküste).

Religion

Die Bevölkerung ist überwiegend christlich (76,7 % römisch-katholisch, 13,7 % Protestanten). Es bestehen auch Gruppen wie die Zeugen Jehovas, etwa 1,3 %. Die römisch-katholische Konfession ist Staatsreligion des Landes.

Geographie

Topographisch lässt sich Costa Rica in fünf Großräume gliedern: in die vulkanischen Bergketten der Cordilleras, das Valle Central mit der Hauptstadt San José, die Schwemmlandebenen der Karibikküste, die zentrale Pazifikküste und die trockene Halbinsel Nicoya im Nordwesten. In den Cordilleras gibt es eine Vielzahl noch aktiver und auch erloschener Vulkane, darunter der Turrialba. Die drei am meisten besuchten sind der Volcán Poás (2704 m), der Arenal (1633 m) und der Irazú (3432 m).

Der Chirripó Grande (3920 m) ist der höchste Berg des Landes.

Das Klima Costa Ricas ist durch zwei Jahreszeiten gekennzeichnet: Regen- und Trockenzeit. Die Regenzeit erstreckt sich von Mai bis November, die Trockenzeit von Dezember bis April. Aufgrund der Lage zwischen 8° und 11° nördlicher Breite befindet sich Costa Rica in den Tropen, allerdings differieren die Niederschläge erheblich. In San José fallen im Jahr 1867 mm, in Puerto Limón an der Karibikküste mit 3518 mm fast doppelt so viel.


Geschichte

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Die ältesten archäologischen Funde, die eine menschliche Besiedlung Costa Ricas dokumentieren, werden der Zeit zwischen 12.000 und 8.000 vor Christus zugerechnet.[1] Bis zur Ankunft der Spanier im 16. Jahrhundert n. Chr. lebten vermutlich 400.000 Menschen im heutigen Staatsgebiet.[2] 1502 landete Christoph Kolumbus als erster Europäer an der Atlantikküste des heutigen Costa Rica. Die ersten Erkundungen der Küstenregion und des Inlands fanden aber erst 1510 unter Diego de Nicuesa statt.[3] Zwischen 1519 und 1523 wurde dann der Großteil des heutigen Costa Ricas im Namen der spanischen Krone erobert.[4] Die von Kolumbus vorgenommene Bezeichnung Costa Rica y Castillo de Oro (dt.: Reiche Küste und Goldene Burg) sollte sich als Wunschvorstellung herausstellen: Das Land ist arm an mineralischen Rohstoffen oder Edelmetallen. Erst ab 1560 wurde Costa Rica systematisch kolonisiert, spanische Konquistadoren gründeten unter anderem 1563 Cartago, das bis 1823 Hauptstadt Costa Ricas war. Im 17. Jahrhundert festigten die Spanier ihre Herrschaft über Costa Rica, das jedoch wegen seiner Rohstoffarmut und unbedeutenden strategischen Lage eine nachrangige und unterentwickelte Kolonie blieb.

1821 erhielt Costa Rica die Unabhängigkeit von der ehemaligen Kolonialmacht Spanien. Die Geschichte Costa Ricas ist, für mittelamerikanische Verhältnisse, eine Geschichte des Erfolgs. Seit dem späten 19. Jahrhundert gab es dort nur zwei kurze Perioden der Gewalt, die die Demokratisierung des Landes beeinträchtigten.

Präsident José Figueres Ferrer (1948–1949, 1953–1958, 1970–1974) ließ nach dem Beitritt zum TIAR-Pakt die Armee am 8. Mai 1949 per Verfassung abschaffen. Grenzschutzaufgaben hat die Polizei übernommen. Allerdings existiert eine Sicherheitsgarde mit einer Stärke von rund 8400 Mann. 1983 verkündete Präsident Luis Alberto Monge angesichts der Verschärfung der Bürgerkriege in Zentralamerika (v. a. in Nicaragua) die dauernde, aktive und unbewaffnete Neutralität des Landes. Präsident Óscar Arias Sánchez erhielt 1987 für sein Engagement für die friedliche Beilegung von Konflikten in Mittelamerika den Friedensnobelpreis. Costa Rica wird auch die „Schweiz Mittelamerikas“ genannt, nicht nur wegen der bergigen Landschaft, sondern auch wegen des relativen Wohlstands und der oben genannten Neutralität, die sich im Gegensatz zur Schweiz auch durch Fehlen der Armee ausdrückt.

Am 7. Oktober 2007 fand in Costa Rica eine Volksabstimmung (Referendum) über ein Freihandelsabkommen mit den Vereinigten Staaten von Amerika, Zentralamerika und der Dominikanischen Republik statt, (Tratado de Libre Comercio con los Estados Unidos, Centroamérica y República Dominicana kurz TLC) das mit einer knappen Mehrheit von 51.6 % der abgegebenen Stimmen akzeptiert wurde. Vor dem Referendum über das TLC fanden verschiedenste Diskussionen unter breiter Anteilnahme der Bevölkerung im Fernsehen und im Radio aber auch in Kirchen, Schulen, Universitäten und öffentlichen Plätzen statt. Die Kampagne für das TLC wurde vor allem vom derzeitigen Präsidenten und Friedensnobelpreisträger Óscar Arias Sánchez und seiner Partei der Partido Liberación Nacional (PLN) getragen, aber auch von Intellektuellen, Politikern und Wirtschaftsvertretern unterstützt. (z. B. von dem Ex-Wirtschaftsminster Alfredo Volio) Die Kampagnen gegen das TLC wurden dagegen von der Oppositionspartei Partido Accion Ciudadana (PAC) und deren Vertretern Otton Solis und Jose Miguel Corrales unterstützt. Es bildeten sich aber auch verschieden private Initiativen gegen das TLC, die unter dem Slogan Slogan „¡Mi corazón dice no!“ (Mein Herz sagt nein!) zusammengefasst waren.

Es war weltweit das erste Mal, dass ein öffentliches Referendum über eine Freihandelszone veranstaltet wurde. Bemerkenswert ist auch, dass es trotz einer teilweise recht emotional geführten Debatte nach dem Referendum zu keinen nennenswerten Krawallen oder Zerstörungen kam.


Gesundheit

In Costa Rica gibt es etwa 6.800 Ärzte, das sind pro 1000 Einwohner etwa 1,69 (Stand 2005). Für Gesundheitsaufgaben gibt das Land zur Zeit etwa 689.654.600 $ aus. Die tägliche Nahrungsaufnahme pro Kopf beträgt etwa 2610 kcal. H.I.V.-infizierte (Stand 2005): 12.000. Die durchschnittliche Lebenserwartung lag 2004 bei 78,3 Jahren.[5]

Administrative Gliederung

Costa Rica gliedert sich in sieben Provinzen (provincias):
  1. Alajuela (nördlich der Hauptstadt)
  2. Cartago
  3. Guanacaste (Nordwesten)
  4. Heredia
  5. Limón
  6. Puntarenas (Südwesten)
  7. San José (Gebiet rund um die Hauptstadt)

Eine Provinz ist in Kantone (cantones) untergliedert und ein Kanton wiederum in Distrikte (distritos).

Costa Rica ist außerdem in sechs Regionen (regiones) unterteilt: Central, Chorotega, Pacífico Central, Brunca (auch Pacífico Sur), Huetar Atlántica und Huetar Norte. Diese Regionen sind im Gegensatz zu den Provinzen keine Verwaltungseinheiten, sondern die Unterteilung wurde zum Zweck sozioökonomischer Untersuchungen vorgenommen. Jede Region umfasst mehrere Kantone verschiedener benachbarter Provinzen.[6] Die Namen Chorotega, Brunca und Huetar sind abgleitet von den gleichnamigen indigenen Völkern.

Wirtschaft

Obwohl Costa Rica immer noch stark landwirtschaftlich geprägt ist, konnten auch andere Wirtschaftssektoren ausgebaut werden. Eine große Bedeutung hat inzwischen der Tourismus, der 2001 mit 1,1 Millionen ausländischen Besuchern 1,3 Mrd. US-$ Einnahmen brachte. Daneben wurde auch der High-Tech-Sektor ausgebaut; einer der bedeutenden Devisenbringer des Landes ist eine Chipfabrik der Firma Intel. Der Anteil der Landwirtschaft am BIP betrug im Jahre 2005 7,9% (1965 noch 23,5%) während die Industrie 20,2% und die Dienstleistungen 59,9% beitrugen. [7] Die meisten Industriebetriebe konzentrieren sich auf der Zentralen Hochebene um die Hauptstadt San José. Der Bananenanbau in ausgedehnten Plantagen befindet sich traditionell an der Karibikküste um den Hafen Puerto Limón und neuerdings auch an der Pazifikküste um die Hafenstadt Golfito.

Costa Rica ist der zweitgrößte Bananen-Exporteur der Welt. In der Produktion von Bananen liegt Costa Rica mit 2,7 Millionen Tonnen jedoch weltweit nur auf dem 7. Platz hinter Indien mit 15,1 Millionen Tonnen, Ecuador mit 7,56 Millionen Tonnen, Brasilien mit 5,5 Millionen Tonnen, China mit 5,2 Millionen Tonnen, Philippinen mit 4,5 Millionen Tonnen und Indonesien mit 3,6 Millionen Tonnen (die Angaben beziehen sich auf die Produktion im Jahr 2001).[8]

Ein weiteres Exportprodukt ist Kaffee, der hauptsächlich im Valle Central angebaut wird. Bis Ende der 1980er Jahre war Kaffee das wichtigste Exportprodukt. Weitere Agrarprodukte, die exportiert werden, sind Ananas, Papaya, Melonen, Macadamia-Nüsse und Zierpflanzen.

Die wirtschaftliche Bedeutung von Rinderzucht und Zuckerrohr nimmt weiterhin ab.

Inzwischen gilt der Tourismus als der wichtigste Wirtschaftsfaktor Costa Ricas.

Am 7. Oktober 2007 hat Costa Rica in einem Referendum dem Freihandelsvertrag Cafta mit den USA zugestimmt. Die Wahlkommission teilte mit, dass nach Auszählung von 90 % der Stimmen die Befürworter mit 51,7% in Führung liegen. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 60 % von insgesamt 2,6 Mio. Wahlberechtigten. Der Costa Ricanische Präsident Oscar Arias geht nun als Sieger aus der Abstimmung hervor. Seine Hoffnungen waren, dass mit dem Freihandelsvertrag die staatlichen Monopole fallen und Investitionen angezogen werden könnten, wodurch Arbeitsstellen geschaffen werden. Dem Referendum waren heftige Kontroversen vorausgegangen. Die Gegner des Freihandels argumentierten, das Land sei nicht gewappnet und noch nicht reif für die Beseitigung der Handelsschranken. Sie behaupteten weiter, dass die USA Costa Rica mit Waren überschwemmen würde und dies würde zu Arbeitsplatzverlusten führen. Die Zustimmung zum Referendum sei auch als Verrat am eigenen Land zu werten, gehe doch die nationalen Souveränität dadurch verloren. [9]

Wirtschaftsstruktur nach Sektoren

Landwirtschaft Industrie Dienstleistungen
Anteil am BIP
Stand: 2005[7]
7,9 % 20,2 % 59,9 %
Anteil an Erwerbstätigkeit
Stand: 1999 (Schätzung)[10]
20 % 22 % 58 %

Costa Rica importierte im Jahr 2002 für 6,65 Mrd. US-$ Waren und exportierte gleichzeitig für 5,25 Mrd. US-$, hatte also eine negative Handelsbilanz. Wichtigste Importgüter waren Rohstoffe (55 %), Konsumgüter (19 %) und Investitionsgüter (17 %). 34 % aller Importe kamen aus den USA.

Hauptabnehmerländer für die Costa Ricanischen Exporte waren die USA mit 33 %, Guatemala (7 %), Nicaragua (6 %) und Deutschland (6 %).

Das durchschnittliche BIP/Kopf betrug im Jahre 2005 4.620 US-$ und 10.434 US-$/PPP.[11]

Staatsausgaben für Gesundheit, Bildung und Verteidigung

Zwischen 1992 und 2000 lag der Anteil der Staatsausgaben für

Politik

Costa Rica ist eine Präsidialrepublik. Der Präsident wird alle vier Jahre vom Volk direkt gewählt und kann nach einer Legislaturperiode zunächst nicht wiedergewählt werden. Seit 2006 hat Oscar Arias Sanchez dieses Amt inne, der bereits zwischen 1986 und 1990 Präsident Costa Ricas war.

Das Einkammer-Parlament besteht aus 57 Abgeordneten und wird alle vier Jahre nach Verhältniswahl gewählt.

Präsidenten

Siehe: Liste der Präsidenten von Costa Rica

Bildung

Die erste Universität wurde 1843 gegründet, wegen ihrer engen Bindung zur katholischen Kirche aber 1888 wieder geschlossen. Die heute größte und renommierteste Hochschule ist die Universität von Costa Rica. Das Land hat ein hohes Bildungsniveau, die Analphabetenquote ist mit 4,2 Prozent die niedrigste Mittelamerikas. [3]

Bereits 1940 wurde die erste Behindertenschule von Fernando Centeno Güell eröffnet.

Kultur

Schriftsteller

Musik

siehe: Café Chorale

Sport

Der Fußball hat in Costa Rica einen hohen Stellenwert, bekanntester Spieler der Ticos ist Paulo Wanchope. 2006 nahm die Mannschaft von Costa Rica an der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 teil, wo sie mit Deutschland das Eröffnungsspiel in München bestritt, das Costa Rica jedoch mit 2:4 verlor. Das 2. Spiel verloren sie mit 0:3 gegen Ecuador, was gleichzeitig das WM-Aus bedeutete. Ihr letztes Spiel verloren die Ticos mit 1:2 gegen Polen.

Die nationale Fußball-Liga wird von zwei Klubs dominiert. Zum einen von dem Rekordmeister Saprissa aus der Hauptstadt San Jose, zum anderen dem Verein Liga Deportiva Alajuelense aus Alajuela.

Naturschutz

Rund 27 % der Fläche Costa Ricas stehen unter Naturschutz. In dem 1969 erlassenen Gesetz zur Erhaltung des Waldes wurde Santa Rosa im Nordwesten des Landes an der Pazifikküste als erster Nationalpark eingerichtet. Gleichzeitig wurde eine Nationalparkverwaltung geschaffen, die aber zunächst weder genügend finanzielle Mittel noch Personal besaß, um den Park wirksam gegen Bauern und Neusiedler zu schützen. Der Privatinitiative Einzelner (siehe: Regenwald der Österreicher) ist es zu danken, dass inzwischen die Situation deutlich besser geworden ist. Mehr als 20 Nationalparks gibt es über das Land verstreut mit ganz unterschiedlichen charakteristischen Merkmalen.

Der Natur- und Waldschutz wird in Costa Rica inzwischen als wichtiger Bestandteil der staatlichen Umweltpolitik angesehen, so dass sich große Flächen des einst stark dezimierten Regenwaldes erholen konnten. Hatten Holzfäller in den 1970er und 1980er Jahren rund 80 Prozent des costa-ricanischen Regenwaldes gerodet, ist heute wieder mehr als 50 Prozent des Landes von Wald bewachsen. Zum Schutz des Waldes setzt Costa Rica erfolgreich auf den Ökotourismus. So geben rund 1,5 Millionen Touristen jährlich fast 1,5 Milliarden Dollar für einen Besuch der Regenwälder und anderer ökologischer Ziele Costa Ricas aus.[12]

Die zu Costa Rica gehörende unbewohnte Cocos-Insel (Isla del Coco) liegt 500 km vor der Küste im Pazifischen Ozean und darf nur mit besonderer Genehmigung betreten werden. Sie ist wie auch die Nationalparks La Amistad und Guanacaste von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden.

Südlich von Puerto Viejo

(Puerto Viejo de Talamanca)

Vor Porto Viejo befindet sich der Nationalpark Cahuita mit Vögeln, Schlangen, Echsen und Schmetterlingen. In den Baumwipfeln findet man Mantel-Brüllaffen. Auf der küstennahen Strecke in Richtung Manzanillo herrscht in den meisten Abschnitten dichter Wald. Im Tierschutzgebiet Gandoca Manzanillo sind Pflanzen, Meer und Tiere geschützt. Auf der Strecke bewegen sich Tukane, Faultiere und Herden von Affen mit kräftigem Greifschwanz, die sich von Blättern ernähren. Ebenfalls häufig in diesem Teil Costa-Ricas sind Weißgesichts-Kapuzineraffen. Die seltenen Rotrücken-Totenkopfäffchen hingegen können nur noch im südpazifischen Raum Costa-Ricas, z.B. in den Nationalparks Manuel Antonio und Corcovado, beobachtet werden. Die vierte Affenart Costa-Ricas, der Geoffroy-Klammeraffe, bevorzugt dichte Waldgebiete und ernährt sich von Insekten und kleinen Früchten. In bewohnten Gegenden können Rabengeier beobachtet werden, die von den kleineren Nicaragua-Krähen im Flug vertrieben werden, wenn sie ihr Revier kreuzen.

In Manzanillo endet die Straße, nach dem Ort gibt es nur noch Pfade in das Innere der Regenwälder. Panama ist von Manzanillo aus in wenigen Bootsminuten über das Meer erreichbar. Die Straße führt zurück über Porto Viejo an der Küste entlang nach Cahuita oder nach Porto Viejo ins Landesinnere nach Bribri und von dort aus weiter nach Sixaola, wo eine alte Stahlbrücke die Grenze zu Panama bildet.

Siehe auch

Tourismus / Sehenswürdigkeiten

Allgemeines

Costa Rica hat sich in den letzten Jahren immer mehr touristisch entwickelt. Gerade US-Amerikaner schätzen dieses Land als Reiseziel, wegen der Nähe, Sicherheit und wirtschaftlichen Entwicklung. Es entstanden immer mehr Hotels, vor allem an den Strandregionen (Nordpazifik und Mittelpazifik), darunter auch große amerikanische Hotelketten, wie ´Marriott´, ´Four Seasons´, ´Ramada´, neuestens auch ´Hilton´ und andere. Sehr viele All-Inclusive-Hotelketten auch aus dem europäischem Raum findet man an den Küstenregionen. Dennoch ist Costa Rica für Individualtouristen und Rucksacktouristen sowie Abenteurer immer noch eine Reise wert. Massentourismus gibt es in Costa Rica noch nicht. Nach Stränden, wo Menschen dicht an dicht liegen sucht man vergebens. Dennoch sind bestimmte Gegenden mehr frequentiert als andere und so sollte man sich vorher informieren, wo man am besten hinfährt und welche Regionen man meiden sollte, je nachdem was man sucht: komfortable alles-inklusive Resorts oder kleine familienbetriebene Lodges, von denen es mehr als genug gibt. Costa Rica ist generell kein billiges Reiseland, allein ein Flug von Deutschland aus kostet je nach Saison rund 600 Euro. Die touristischen Regionen teilen sich wie folgt auf:

Zentrales Tal

Das Zentraltal umfasst die Hauptstadt San José und andere größere Städte, wie Alajuela, Heredia und Cartago. Diese touristische Region ist fast unumgänglich, da sich hier der internationale Flughafen befindet, den immer noch die meisten Flüge anfliegen. Dennoch empfiehlt es sich nur die erste und eventuell die letzte Nacht der Reise hier zu verbringen, es sei denn man möchte eine Stadtrundfahrt machen, ein paar Museen anschauen oder auch den Vulkan Poas ansehen. Von San Jose aus kann man viele Tagesausflüge veranstalten, die es in anderen Regionen nicht gibt: Kaffeetouren, Vulkan Irazu, Vulkan Poas, Stadtrundfahrt, Wildwasserfahrten, etc. Die meisten Hotels liegen zwischen Flughafen und der Hauptstadt, man findet alle Arten und Sorten.

Nordpazifik

Die Provinz Guanacaste und ihre schönen zum Teil weißsandigen Strände ziehen vor allem Strandurlauber an. Man kann die Provinzhauptstadt Liberia mit internationalen Flügen anfliegen und ist somit näher am Ziel, als wenn man nach San José fliegt. Hier gibt es viele Ferienanlagen, die meisten mit drei bis fünf Sternen und all-inclusive. Die Distanzen sind weit; wenn man das Umland kennenlernen möchte, sollte man sich einen Mietwagen leihen oder eine Tour buchen, wie zum Beispiel zu den naheliegenden Zielen Vulkan Rincon de la Vieja, Granada/Nicaragua etc.. Strände im Norden der Provinz sind Papagayo Halbinsel, Playa Panama, Playa Hermosa, weiter südlich Tamarindo, Flamingo, Conchal, noch weiter südlich Samara, Nosara.

Peninsula de Nicoya

Weiter südlich findet man die Nicoya Halbinsel, die politisch zu Puntarenas zählt, geografisch allerdings zu Guanacaste. Die touristische Bedeutung nahm in den vergangenen Jahren weiter zu. Die Strände der Umgebung sind Tambor, Montezuma, Cabuya, Mal País, Santa Teresa und Manzanillo. Besonders in Santa Teresa fand in den letzten Jahren ein regelrechter Bauboom statt. Santa Teresa und Mal País zieht Surfer aller Altersklassen an. Außerdem wurde Santa Teresa von einer amerikanischen Zeitschrift zu einem der zehn schönsten Strände der Welt gekürt. Montezuma und Cabuya zum Golf von Nicoya hin gelegen haben eher kleinere Buchten, Wasserfälle, Flüsse in denen man baden kann als Wellen zum Surfen. Montezuma ist in Costa berühmt für sein belebtes Nachtleben. Tambor ist der einzige Ort auf der südlichen Halbinsel, der auf Tourismus angelegt ist, hier befindet sich das einzige Fünfsterne-Hotel der Gegend, ansonsten hat sich die Halbinsel dem Eco-Tourismus verschrieben und so findet man den Strand weitgehend naturbelassen außer kleinen familiären Hotelanlagen oder Pensionen. Die Anreise erfolgt am besten über Puntarenas mit der Fähre nach Paquera und von dort nach Süden mit Bus oder Mietwagen. In Tambor befindet sich ein kleiner Flughafen, wo kleine Maschinen mit zwölf Sitzen von San José landen.

Zentralpazifik

Zum Zentralpazifik gehört touristisch gesehen die südliche Nicoya Halbinsel und die Pazifikküste von Puntarenas über Jaco bis nach Quepos und zum Manuel-Antonio-Nationalpark. Hier gibt es Nationalparks sowie weiße und schwarzsandige Strände. Der Manuel-Antonio-Nationalpark ist von San José aus in zwei bis drei Stunden mit dem Auto zu erreichen. Montezuma ist von San José sechs bis sieben Stunden entfernt (bei Überfahrt mit der Fähre von Puntarenas über den Golf von Nicoya).

Nördliche Hochländer

Das nördliche Hochland umfasst Monteverde und die Vulkan-Arenal-Gegend. Hier ist das Klima nicht von der Küste beeinflusst, es herrscht eher frischeres Bergklima, mit kühleren Nächten. Der Nebelwald von Monteverde ist für Naturliebhaber und auch Vogelbeobachter nicht wegzudenken. Beim Vulkan Arenal kann man in den Thermalbädern baden, Flüsse werden von dem aktiven lavaspuckenden Vulkan erhitzt. Hier findet man viele Wellnesshotels.

Südlicher Pazifik

Das Gebiet südlich von Manuel Antonio und die ganze Osa-Halbinsel werden als Südlicher Pazifik bezeichnet. Diese Gegend ist vom Tourismus am wenigsten erschlossen. Reine Natur und vereinzelte Hotels auf der Halbinsel, wo sich auch der Corcovado Nationalpark befindet, zeichnet diese Gegend aus. Hier kommt man nur mit einem kleinen Flugzeug, Booten und mit Führung hin. Es gibt exotische Tierarten, frei herumlaufende Affen und paradiesische Vögel in einem der schönsten (zum Teil noch geheim gehaltenen) Flecken des Landes.

Karibikküste

Die Karibikküste umfasst die Provinz von Limon mit Tortuguero, Puerto Viejo, Cahuita bis zur Grenze von Panama. Die beste Reisezeit ist Januar bis März/April und Ende Juli bis September. Selten herrscht im ganzen Land schlechtes Wetter, da die Gebirge das Land in verschiedene Klimazonen teilen. Üblicherweise setzt zum Jahreswechsel an der Karibikküste die Regenzeit ein, während gleichzeitig in Guanacaste die Trockenzeit beginnt. In den Regenwäldern der Cordillera Central muss immer mit Regen gerechnet werden.

Im Gebiet der karibischen Südküste sollte man an Repellents denken, weniger gegen Moskitos, als mehr gegen die temporär auftretenden, sehr lästigen Sandmückenn vom späten Nachmittag bis zum frühen Abend. Malaria und Leishmaniose treten nur selten auf. Allerdings hatte Costa Rica bei der Jahreserhebung Mitte 2003 insgesamt 6202 Dengue-Fälle zu vermelden, das ist eine Steigerung von fast 100 %. Über 5500 Fälle konzentrierten sich dabei auf die Regionen Chorotega (2224, vor allem Santa Cruz, Nicoya und Carrillo), Pacífico Central (2283, vor allem Puntarenas und Orotina) und Huetar Altántica (1008, vor allem Siquirres und Limon).

Die touristischen Zentren in diesem Gebiet sind Cahuita und Pto. Viejo. Die Strecke ist beliebt, da sich eine gute Verbindungsmöglichkeit zu einigen touristisch interessanten Gebieten an der westlichen Karibikküste Panamas anbietet. Sie kann zu einer Rundtour über die pazifische Grenzstation Panamas genutzt werden.

Baden, Schnorcheln, Tauchen

Am 7 Kilometer langen Strand bei und nördlich des vom Tourismus geprägten Städtchens Pto. Viejo kommen vor allem Surfer auf ihre Kosten. Nördlich von Pto. Viejo empfiehlt sich der schwarze Sandstrand Playa Negra, der sich bis zum Nationalpark von Cahuita erstreckt und an dem die Wellen meist etwas friedlicher sind. Bis Manzanillo findet man kilometerlange geeignete und menschenleere Strandabschnitte.

Ein schmaler Bootskanal vor dem Städtchen führt durch das vorgelagerte Riff. Mit Flossen kann ein geübter und in der Brandung erfahrener Schwimmer es von außen beschnorcheln, wobei jedoch unbedingt der Wellengang beachtet werden muss. Unter Wasser herrschen Rot-, Braun- und Grünalgen vor. Es gibt einige kompakte Steinkorallen wie Hirn- (Diploria strigosa), Krusten- und vereinzelt Brettkorallen (Millepora sp.). Die Fischwelt ist mäßig, gemessen an Inseln der Karibik und der karibischen Küste Panamas.

Es gibt einige Korallenfischchen sowie kleine Neon-, Papageien-, Putzerfische, Hornhechte, kleine Schildkröten und auch einige größere Speisefische. Die Sicht variiert stark, horizontal maximal fünf Meter, vertikal maximal vier Meter. Nur an wenigen Tagen im Jahr (kleine Sommerzeit von Juli bis September und im Frühjahr) lassen die Brecher und Niederschläge nach, so dass auch an dem Außenriff geschnorchelt werden kann, wo es interessanter ist. Die besten Tauchzeiten sind Mitte August bis Mitte November und im März/April.

Quellen

  1. Molina, Iván/ Palmer, Steven (2006): The History of Costa Rica, San José, S. 3.
  2. Carmack, Robert M. (1993): Perspectivas sobre la historia antigua de Centroamérica, in: ders. (Hrsg.): Historia General de Centroamérica Nr. 1, Historia Antigua, S. 300.
  3. Molina, Iván/ Palmer, Steven (2006): The History of Costa Rica, San José, S. 23.
  4. Molina, Iván/ Palmer, Steven (2006): The History of Costa Rica, San José, S. 20.
  5. UNDP: Human Development Report 2006, S. 283: [1]
  6. Decree 16068-PLAN of 2/15/85 auf glin.gov
  7. a b Länderinformationen Costa Rica des deutschen Auswärtigen Amts Stand: 18. Januar 2007
  8. Weltweiter Bananenmarkt Zusammenfassung der UNCTAD (englisch)
  9. [2] Neue Zürcher Zeitung (2007): Ein Ja zum Freihandel mit den USA,erschienen in Neue Zürcher Zeitung vom 9. Oktober 2007
  10. Länderinformationen Costa Rica im CIA World Factbook (englisch) abgefragt am: 18. Januar 2007
  11. World Economic Outlook Database, September 2006 des Internationalen Währungsfonds.
  12. Der Spiegel, Nr. 21, S. 132 f., 19. Mai 2008: Artikel: Der Preis des Lebens/Marktplatz der Natur

Literatur über Costa Rica

 Wiktionary: Costa Rica – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
 Commons: Costa Rica – Bilder, Videos und Audiodateien
 Wikimedia-Atlas: Costa Rica – geografische und historische Karten

Koordinaten: 9°-57° N, 84°-0° W