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General der Infanterie

General der Infanterie bezeichnet:

  1. einen Generals-Dienstgrad in ehemaligen deutschen Landstreitkräften (kaiserlichem Heer, Reichswehr und Wehrmacht) und in der K.u.k. Armee von Österreich-Ungarn, und zwar in den deutschen Armeen den regulär dritthöchsten Rang nach dem Generalfeldmarschall und dem Generaloberst. Kavallerieoffiziere wurden entsprechend zum General der Kavallerie, Artillerieoffiziere zum General der Artillerie befördert. In der Wehrmacht gab es außerdem noch die gleichwertigen Dienstgrade General der Panzertruppen, General der Nachschubtruppe, General der Gebirgstruppen, General der Fallschirmtruppe, General der Nachrichtentruppen. In der Luftwaffe konnte der entsprechende Dienstgrad General der Jagflieger lauten. Der Dienstgrad wurde allgemein nur in der Form General benutzt, ohne die Herkunftstruppengattung des Trägers anzugeben.
    In anderen Armeen war und ist diese Art der Bezeichnung nicht üblich und auch in der Bundeswehr ist sie fortgefallen.
  2. in der Bundeswehr die Dienststellung des für bestimmte Fragen der Truppenausbildung und -ausrüstung der Infanterie verantwortlichen Offiziers im Dienstgrad eines Brigadegenerals. Die Dienststellung General der Infanterie ist seit einigen Jahren mit der des Kommandeurs der Infanterieschule in Hammelburg verbunden. Entsprechende Dienststellungen existieren auch für die anderen Truppengattungen des Heeres. Da es sich hierbei um eine Dienststellung handelt, ist manchmal ein Oberst „General der“ jeweiligen Truppengattung (wie z. B. beim „General der Feldjägertruppe“ der Fall).


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