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Literaturagent

Literaturagenten betreuen Schriftsteller und vermitteln sie zu Verlagen und anderen Medienunternehmen.

Sie handeln für die Manuskripte der von ihnen vertretenen Schriftsteller Verträge aus, suchen für neue Bücher Verlage und Interessenten für die Drittrechte (Verfilmung, Übersetzung, etc.). Aufgabe des Agenten ist, einen Rahmen zu schaffen, innerhalb dessen Autor und Verlag miteinander arbeiten.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Autoren von Publikumsverlagen lassen sich häufiger von Literaturagenten vertreten als Autoren von Fachbuchverlagen.

Agenten behalten im Durchschnitt für ihre Leistungen eine Provision von ihren Mandanten ein, das sind im Schnitt ca. 15 % des Autorenhonorars. Literaturagenten vertreten auch ausländische Verlage und Autoren. Deutschen Verlagen bieten sie dann die entsprechenden Übersetzungsrechte an.

Arbeitet ein Autor mit einem Agenten, muss der Lektor, wenn er an dem Manuskript interessiert ist, mit dem Agenten den Vertrag aushandeln.

Anforderungen

Literaturagenten sind auf den Buchmarkt spezialisiert und wissen, welche Verlage sich für welche Bücher eignen. Sie kennen sich mit Verträgen und den Fragen des Copyrights aus. Seriöse Agenten haben in Verlagen einen Ruf; sie kennen Lektoren, und Texte, die sie vorlegen, werden ernst genommen.

Literaturagenten im Zeitschriftenmarkt

Auch im Yellow-Press Bereich sind Literaturagenten tätig, die kurze Trivialliteraturtexte wie Krimis, Liebesgeschichten und so genannte "Wahre Geschichten" (Bekenntnisse) gegen Provision an die Zeitschriften vermitteln. Manche Zeitschriften arbeiten überhaupt nicht direkt mit Autoren, so dass der Autor gezwungen ist einen Agenten einzuschalten, wenn er im Geschäft sein möchte.

Geschichte

In der Bundesrepublik beschäftigten sich Literaturagenten anfangs hauptsächlich mit der Vermittlung ausländischer Autoren an deutsche Verlage. Anders als in den USA, wo fast alle Autoren von Literaturagenturen betreut wurden, handelten in Deutschland die Verlage und die Autoren direkt die Verträge aus.

Seit Ende der achtziger Jahre gründeten sich in Deutschland immer mehr Literaturagenturen, die deutsche Autoren betreuten und vermittelten. Erst recht gab es in der Medienkrise einen Boom von Selbständigkeit auch in die Richtung.

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