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Ballstedt

Wappen Deutschlandkarte

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Koordinaten: 51° 3′ N, 11° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Weimarer Land
Verwaltungsge-
meinschaft:
Berlstedt
Höhe: 238 m ü. NN
Fläche: 3,34 km²
Einwohner: 332 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 99 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99439
Vorwahl: 036452
Kfz-Kennzeichen: AP
Gemeindeschlüssel: 16 0 71 005
Adresse der Gemeindeverwaltung: Im Dorfe 54
99439 Ballstedt
Webpräsenz:
www.vg-berlstedt.de
Bürgermeister: Joachim Pommeranz

Ballstedt ist eine Gemeinde im Norden des Landkreises Weimarer Land und Teil der Verwaltungsgemeinschaft Berlstedt.

Geschichte

Die erste gesicherte Erwähnung des Ortes Ballstedt erfolge am 24. April 1256 im Urkundenbuch der Erfurter Stifte und Klöster. Bei einer früheren Erwähnung um 900 im Besitzbuch des Klosters Fulda als Boldolfstete ist nicht sicher, ob Ballstedt oder Ballstädt bei Gotha gemeint ist. Letzteres wurde allerdings in einer anderen Urkunde als Baldenstedt bezeichnet. Der Ortsname wandelte sich von Baldinstete, über Baldestet zu Ballstedt. Seit dem Mittelalter sind zwei zwei Güter mit 70 ha bzw. 25 ha Größe nachweisbar. Im 18. Jahrhundert wurden diese dem Kammergut Bachstedt angegliedert.

Durch die Lage an der Via Regia erlangte der Ort einige Bedeutung. Jedoch führte die Nähe zu dieser Heerstraße im Kriegsfall zu Zerstörungen und Plünderungen. So brannten kaiserliche Truppen in den Jahren 1636/1637 während des Dreißigjährigen Krieges den Ort vollständig nieder. 1640 war in Folge der Kriegseinwirkungen die Einwohnerzahl gesunken. Nur noch fünf Familien wurden gezählt, 32 Häuser standen leer. Zwischen 1806 und 1813 kam es im Zuge der Koalitionskriege wiederum zu Zerstörungen. Die Haupterwerbsquelle des Ortes bildete die Landwirtschaft. Ab dem 16. Jahrhundert ist Waidanbau nachweisbar. Im Jahr 1533 wurde eine Schule in Ballstedt gegründet. Heute besuchen die Kinder die Schule in Berlstedt. 1811 gelangte Ballstedt als Amtsdorf zum Amt Weimar. Im Jahr 1922 wurde der Landkreis Weimar gebildet, dem Ballstedt bis zur Vereinigung zum Kreis Weimarer Land angehörte .


Sehenswürdigkeiten

Kirche und Kirchhof wurden auf die Denkmalliste des Kreises Weimarer Land aufgenommen.

Um 1500 wurde die Kirche in spätgotischem Stil erbaut. 1637 brannte sie, infolge der Kriegseinwirkungen, völlig aus. Der Wiederaufbau erfolgte erst 1700-1701, da sich der Ort nur langsam von den Folgen des Dreißigjährigen Krieges erholte. 1988 erfolgte eine Renovierung. Zwischen 1999 und 2001 wurde die Kirche grundlegend saniert und restauriert. Im Innern sind zwei beschädigte Grabsteine aus dem 16. und 17. Jahrhundert erhalten.