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St. Leodegar im Hof

St. Leodegar im Hof oder Hofkirche St. Leodegar ist die wichtigste Kirche und eines der Wahrzeichen der Stadt Luzern in der Schweiz. Sie wurde von 1633 - 1639 teilweise auf den Fundamenten der 1633 abgebrannten romanischen Basilika gebaut und ist eine der wenigen Kirchen, die während des Dreißigjährigen Kriegs nördlich der Alpen gebaut wurden, und eine der grössten und kunsthistorisch wertvollsten Kirchen der deutschen Spätrenaissance.

Geschichte

An der Stelle der heutigen Hofkirche gab es bereits im 8. Jahrhundert ein dem heiligen Mauritius geweihtes alemannisches Kloster, das bei einer Schenkung von Pippin dem Jüngeren als Monasterium Luciaria erstmals urkundlich erwähnt wird. Im 12. Jahrhundert gehörte dieses Kloster als abhängiges Propstei dem Kloster Murbach, das St. Leodegar als Hauptpatron bestimmte. 1291 wurde das Kloster an die Habsburger verkaufte. 1433 hatte die Stadt Luzern, nunmehr Mitglied der Eidgenossenschaft, alle Rechte über das Kloster, und 1455 wurde das Benediktinerkloster in ein weltgeistliches Chorherrenstift umgewandelt.

Eine Blütezeit erlebte das Stift in der Zeit der Gegenreformation als Luzern Vorort der katholischen Kantone und Residenz des päpstlichen Nuntius war, der die Hofkirche als seine Kathedrale benützte.

1874 wurde die Pfarrei St. Leodegar gegründet und die Kirche wurde damit gleichzeitig Stiftskirche und Pfarreikirche, was sie bis heute ist.

Literatur