Heim

Miracle on Ice

Miracle on Ice (englisch für „Wunder auf dem Eis“) wird weltweit, besonders aber in den USA, als allgemeine Bezeichnung für den unerwarteten Gewinn der Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen 1980 durch die US-amerikanische Eishockeynationalmannschaft verwendet. In der allgemeinen Wahrnehmung wird dieses Turnier auf die Begegnung gegen die UdSSR reduziert, welche im Rahmen der Endrunde in Lake Placid stattfand. Dort traten am 22. Februar 1980 ein US-Team von Amateurspielern gegen die zu der Zeit als unschlagbar geltende sowjetische Nationalmannschaft an und konnte entgegen allen Erwartungen den Sieg davontragen. Das Spiel ging in die Eishockeygeschichte ein, auch deshalb, weil dadurch letztendlich der Grundstein für den Gewinn der olympischen Goldmedaille gelegt wurde. Sporthistorisch ist dieses Spiel ähnlich wie das so genannte „Wunder von Bern“ zu beurteilen.

Inhaltsverzeichnis

Der Weg zum olympischen Gold

Historische Situation

Der damals herrschende Kalte Krieg hatte auch auf den Sport große Auswirkungen. So zeichneten sich generell in allen Sportarten die Begegnungen zwischen den Mannschaften der USA und der UdSSR durch besondere Brisanz aus. Darüber hinaus erwog US-Präsident Jimmy Carter zum Zeitpunkt der Winterspiele bereits einen amerikanischen Boykott der Olympischen Sommerspiele, welche ein halbes Jahr später in Moskau stattfinden sollten. Grund für diese Überlegungen war ein Protest, welcher sich gegen die militärische Invasion der Sowjetunion in Afghanistan ein Jahr zuvor richten sollte. Bei Bekanntwerden dieses Vorhabens wäre es vermutlich bereits bei diesen Olympischen Spielen zu einem Boykott durch die Sowjetunion gekommen.

Bei den im Jahr zuvor stattfindenden Weltmeisterschaften erreichte das Nationalteam der USA lediglich den siebten Rang. Da alle Teams dieser WM auch in Lake Placid anwesend waren, wurden im Vorfeld der Olympischen Spiele alle Anstrengungen unternommen, um die Chancen der US-Amerikaner auf einen Medaillengewinn zu erhöhen. Dazu wurde um den erfolgreichen College-Trainer Herb Brooks ein komplett neues Team formiert, wobei man fast ausnahmslos Collegespieler rekrutierte. Wie der Trainer kam ein Großteil der Spieler aus dem Team der University of Minnesota, welches in den siebziger Jahren im amerikanischen Universitätssport schon mehrere Titel gewinnen konnte. Trotzdem besaßen zu diesem Zeitpunkt nur wenige Spieler die Aussicht, später als Profi in der NHL auflaufen zu dürfen.
Den gesamten Winter 1979/80 über unterzog sich die Mannschaft einer gezielten Vorbereitung auf das olympische Turnier, welche bislang für ein College-Team sowohl von der organisatorischen Planung als auch von der Trainingsintensität beispiellos gewesen war. Trotzdem mussten die US-Boys eine Woche vor Beginn der olympischen Entscheidungen in einem Vorbereitungsspiel gegen die Mannschaft der UdSSR eine deutliche 3:10 Niederlage einstecken.
Die Sbornaja galt auch beim olympischen Eishockey-Turnier als der große Favorit. Sie holte seit 1963 bis auf drei Ausnahmen jedes Mal den WM-Titel und konnte außerdem die letzten vier olympischen Eishockeyturniere gewinnen. Insgesamt war die Mannschaft der UdSSR zu diesem Zeitpunkt fünffacher Olympiasieger und 16-facher Weltmeister. In ihren Reihen spielten Namen, welche zu der Zeit die absolute Weltspitze verkörperten. Dazu gehörten z. B. Boris Michailow, ein ausgezeichneter Center-Spieler und gleichzeitig Mannschaftskapitän, oder Wladislaw Tretjak, welcher noch heute von vielen Beobachtern als der weltbeste Torwart aller Zeiten angesehen wird. Aber es gab auch junge, aufstrebende Talente in der Mannschaft, wie Wjatscheslaw Fetissow, welcher ein ausgezeichneter Verteidiger war. Darüber hinaus gehörten fast alle Spieler dem sowjetischen Eishockeyclub ZSKA Moskau an, welcher seit Jahren unter den europäischen Klubmannschaften die Vormachtstellung innehatte. Aufgrund dieser Tatsache war die Sbornaja von allen Nationalmannschaften das am besten eingespielte Team und entwickelte mit der Zeit im Eishockey eine Dominanz, welche bislang nur in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts von kanadischen Teams annähernd erreicht worden war. Offiziell besaßen die sowjetischen Spieler den Amateurstatus, tatsächlich verfügten diese aber über exzellente Trainingsbedingungen und konnten so ihren Sport profimäßig ausüben. Daher wurden, vorrangig in westlichen Medien, die Spieler osteuropäischer Mannschaften als Staatsamateure bezeichnet.

Vorrunde

Bei den Spielen der Vorrunde zahlte sich die harte Vorbereitung schließlich aus, als das US-Team viele Beobachter vor allem durch ihr physisch starkes Spiel in Erstaunen versetzte. So konnten sie gegen die ebenfalls hoch gehandelten Tschechoslowaken mit 7:3 gewinnen und überstanden die Vorrunde ohne Niederlage. Mit insgesamt vier Siegen und einem Unentschieden belegte man in der Gruppe hinter Schweden den zweiten Platz und qualifizierte sich so für die Finalrunde.
Der Goldanwärter und Titelverteidiger aus der Sowjetunion hielt sich in seiner Vorrundengruppe schadlos und untermauerte nachdrücklich seine Favoritenstellung, indem man sämtliche Spiele gewann. Dabei wurden die Teams aus Japan, der Niederlande und Polen regelrecht deklassiert. Aber auch die Mitfavoriten aus Kanada und Finnland mussten gegen die „Eis-Sputniks“ letztendlich Niederlagen einstecken. Letzteres Team konnte sich zumindest hinter der UdSSR für die Finalrunde qualifizieren.

Finalrunde

1. Spieltag: USA - UdSSR (Miracle on Ice)

Obwohl das US-Team in der Vorrunde durchaus für einiges Aufsehen sorgen konnte und bei ihren letzten olympischen Spielen als Gastgeber triumphiert hatte, glaubte niemand ernsthaft daran, dass gegen die Mannschaft der UdSSR eine echte Siegchance bestand. Dave Anderson, Kolumnist in der New York Times, schrieb am Vortag der Begegnung: "Unless the ice melts, or unless the United States team or another team performs a miracle, as did the American squad in Winter Olympics 1960, the Russians are expected to win the Olympic gold medal for the sixth time in the last seven tournaments." („Wenn das Eis nicht schmilzt oder das US-amerikanische bzw. ein anderes Team ein Wunder vollbringt, wie es die amerikanische Mannschaft bei den Olympischen Spielen 1960 tat - dann kann man davon ausgehen, dass die Russen ihre sechste olympische Goldmedaille innerhalb der letzten sieben Turniere gewinnen.“)
Die Teams selbst bereiteten sich auf dieses Spiel in sehr unterschiedlicher Weise vor. Der sowjetische Trainer Wiktor Tichonow ließ im Vertrauen auf die spielerische Überlegenheit seiner Mannschaft die Leistungsträger ausruhen und beschränkte sich auf theoretisches Videostudium. US-Coach Herb Brooks hielt dagegen an seinen bisherigen Trainingsmethoden fest und ließ seine Spieler weiterhin auf dem Eis trainieren. Er war sich dabei bewusst, dass die einzige Erfolgsaussicht seiner Mannschaft darin bestand, der überlegenen sowjetischen Spielweise mit körperlich hartem Einsatz zu begegnen.
Angesichts der Brisanz, welche infolge der politischen Spannungen zwischen beiden Ländern vorherrschte und der großartigen sportlichen Leistungen ihres Teams in der Vorrunde, stieß die Begegnung gegen die UdSSR bei der US-amerikanischen Öffentlichkeit auf reges Interesse. Bis auf die Zuschauer in der Halle mussten diese sich aber vor den Bildschirmen gedulden, da der Fernsehsender ABC das Spiel nicht live, sondern mit 5 Stunden Verspätung zeigte, um zur so genannten „Prime Time“ senden zu können.

Das Spiel schließlich begann so, wie es die meisten Beobachter erwartet hatten, als die UdSSR-Mannschaft nach neun Minuten in Führung ging. Dabei nahm Wladimir Krutow einen Pass von Alexej Kassatonow auf und überwand den amerikanischen Torhüter Jim Craig, welcher ohne Chance war. Die Amerikaner, welche von ihren Landsleuten in der Halle frenetisch angefeuert wurden, ließen sich jedoch durch den schnellen Rückstand wenig beeindrucken und kamen durch Buzz Schneider zum Ausgleich. In der achtzehnten Minute erzielt die sowjetische Mannschaft erneut ein Tor. Diesmal war es Sergej Makarow, der den Titelverteidiger in Front brachte. Zu diesem Zeitpunkt kam die Überlegenheit des sowjetischen Teams richtig zur Geltung. Insgesamt wurden allein im ersten Drittel 18 Torschüsse der Sbornaja gezählt, im Gegensatz zu acht Torschüssen der USA-Mannschaft. Allenfalls Torhüter Jim Craig war es zu verdanken, dass die US-Amerikaner bis dahin nur mit einem Tor im Hintertreffen lagen. In den letzten Sekunden des ersten Drittels kamen die Gastgeber noch einmal zu einer Chance, als Dave Christian den sowjetischen Torhüter Wladislaw Tretjak prüfte. Dieser wehrte den Schuss zwar ab, konnte jedoch den Puck nicht halten, so dass ein Nachschuss von Mark Johnson eine Sekunde vor der Pause den amerikanischen Ausgleich brachte.

Zu Beginn des zweiten Drittels entschied sich Trainer Tichonow gegen Tretjak und ließ an seiner Stelle Wladimir Myschkin das Tor hüten. Diese Maßnahme stieß allgemein auf große Verwunderung und wurde später u. a. vom sowjetischen Spieler Fetissow als Wendepunkt dieses Spiels bezeichnet. Zuerst aber schien die Auswechslung die richtige Entscheidung gewesen zu sein, da Myschkin hervorragend hielt und Alexander Malzew bereits zwei Minuten nach Wiederanpfiff im Überzahlspiel für die UdSSR die erneute Führung erzielten konnte. Auch in diesem Drittel war die sowjetische Mannschaft drückend überlegen und hatte aus ihrer Sicht ein Torschuss-Verhältnis von 12:2 zu verzeichnen. Trotzdem blieb das Tor von Malzew in diesem Spielabschnitt der einzige Treffer, was letztendlich wiederum auf die herausragende Leistung des US-Keepers Jim Craig zurückzuführen ist. Dabei litt dieser nach einem Bodycheck von Waleri Charlamow unter Schmerzen, verzichtete aber auf eine Auswechlung.

Im letzten Drittel war die Dominanz der UdSSR-Mannschaft nicht mehr allzu deutlich, da u. a. bei den meisten Spielern die Kräfte nachließen. Trotzdem kam es für viele Zuschauer überraschend, als Johnson in der 49.Spielminute mit seinem zweiten Treffer in dieser Partie den erneuten Ausgleich zum 3:3 erzielen konnte. Knapp anderthalb Minuten später ging die US-Mannschaft zur allgemeinen Begeisterung in der Halle sogar das erste Mal in Führung. Mark Pavelich spielte dabei den Puck zu seinem Mitspieler Mike Eruzione, welcher relativ ungedeckt war und direkt abzog. Der sowjetische Torhüter Myschkin konnte den Schuss nicht sehen, da ihm von seinen eigenen Verteidigern die Sicht genommen wurde und war ohne Chance. Somit stand es zehn Minuten vor Spielende 4:3 für die US-amerikanische Nationalmannschaft. In den restlichen Spielminuten beschränkten sich die US-Amerikaner ausschließlich darauf, ihren knappen Vorsprung über die Zeit zu retten. Sie überließen der UdSSR-Mannschaft die Initiative und verteidigten mit allen Feldspielern ihr Tor, indem sie sich vorrangig darauf konzentrierten, den Puck aus der eigenen Zone möglichst herauszuhalten. Die Schlussoffensive der Sbornaja, in deren Reihen sich nicht Wenige zum ersten Mal so einer Situation ausgesetzt sahen, blieb ohne Erfolg. Die letzten Sekunden wurden vom Publikum heruntergezählt und der Reporter Al Michaels, der das Spiel für ABC-Television zusammen mit dem ehemaligen Torwart der Montreal Canadiens, Ken Dryden, kommentierte, übernahm den Countdown und sagte die Sätze, nach denen schließlich später das Spiel benannt wurde:

Eleven seconds, you got ten seconds, the countdown going on right now...Morrow up to Silk...five seconds left in the game! Four left in the game! Do you believe in miracles? Yes!!! Unbelievable!

(deutsch: „Elf Sekunden, noch zehn Sekunden, der Countdown geht jetzt richtig los ... Morrow vor auf Silk ... fünf Sekunden noch in diesem Spiel! Noch vier! Glauben Sie an Wunder? Ja!!! Unglaublich!“)

Trotz der Dramatik wurde diese Begegnung zu keinem Zeitpunkt unfair geführt. Beide Mannschaften wurden im gesamten Spiel mit jeweils dreimal zwei Zeitstrafminuten belegt.

Mannschaftsaufstellung

USA

UdSSR

2. Spieltag: USA - Finnland

Oft wird das Spiel gegen die UdSSR und gegen Finnland als Halbfinale bzw. Finale bezeichnet. Dies ist jedoch nicht korrekt. Bei den Olympischen Spielen 1980 wurde die Finalrunde der besten Vier im Gruppenmodus ausgetragen (die direkten Vergleiche der Vorrunde wurden übernommen), wobei das punktbeste Team zum Olympiasieger gekürt wurde. So bestand trotz der Niederlage für die UdSSR durch einen Sieg gegen Schweden noch die Möglichkeit die Goldmedaille zu gewinnen, vorausgesetzt die US-Mannschaft würde gleichzeitig gegen Finnland verlieren.

Das Spiel gegen die UdSSR war zweifellos für viele Amerikaner der emotionale Höhepunkt der Olympischen Spiele gewesen. Viele hatten daher noch nicht begriffen, dass für den Gewinn der Goldmedaille noch die finnische Mannschaft besiegt werden musste.
Nach zwei Dritteln lagen die USA, wie schon gegen die UdSSR im Rückstand. Obwohl diesmal das Gefecht ziemlich ausgeglichen war, verzweifelten die US-Stürmer immer wieder am finnischen Torwart. Erst eine emotionale Kabinenansprache Herb Brooks vor dem letzten Drittel ("If you lose this game, you'll take it to your fucking grave." - „Wenn ihr dieses Spiel verliert, werdet ihr das mit in euer verdammtes Grab nehmen.“) schien dem US-Team noch mal Auftrieb zu geben. Im letzten Drittel erzielte die Mannschaft dann durch Phil Verchota, Rob McClanahan und Mark Johnson drei Tore in Folge und gewann somit letztendlich mit 4:2. Wieder war es der Kommentator Michaels, der die Worte: "This impossible dream comes true!" („Dieser unmögliche Traum wird Wirklichkeit!“) prägte. Unmittelbar nach dem Abpfiff spielten sich auf dem Eis ausgelassene Jubelszenen ab. Die Spieler warfen Handschuhe und Stöcke aufs Spielfeld und lagen sich in den Armen. Besonders der Torwart der Siegermannschaft, Jim Craig, blieb dabei vielen Beobachtern in Erinnerung, als er, in die US-amerikanische Flagge gehüllt, über das Eis lief und im Publikum seinen Vater suchte. Die Tatsache, dass Craigs Mutter kurz zuvor verstorben war und sie sich wünschte, dass ihr Sohn bei den Olympischen Spielen dabei sein durfte, verlieh diesem Augenblick eine besondere Bedeutung. Die Vergabe der Goldmedaillen an das US-amerikanische Team wurde landesweit von Millionen US-Amerikanern an den Fernsehgeräten verfolgt. Die Mannschaft der UdSSR konnte sich durch einen ungefährdeten 9:2-Erfolg gegen Schweden zumindest noch über Silber freuen.

Nach den Spielen

Nach dem Gewinn der Goldmedaille wurde das US-Team vom damaligen Präsidenten Jimmy Carter im Weißen Haus empfangen. Jedoch konnte die Mannschaft trotz dieses Erfolges nicht zusammengehalten werden und zerfiel schlagartig nach Beendigung der Olympischen Spiele. Viele der Spieler begannen vorrangig in der NHL eine Karriere als Profi und konnten zum großen Teil auch dort Erfolge feiern bzw. wurden in die Hockey Hall of Fame aufgenommen. Ken Morrow brachte sogar das Kunststück fertig, im gleichen Jahr des Olympiasieges mit den New York Islanders den Stanley Cup zu holen, was bis heute einzigartig ist. Der Schütze des Siegtores Mike Eruzione dagegen beendete nach den Olympischen Spielen 1980 seine Karriere, weil ihm nach dem Gewinn der olympischen Goldmedaille die sportliche Motivation fehlte.

Der US-Olympiamannschaft wurde 1980 von der Zeitschrift „Sports Illustrated“ der Titel „Sportsman of the Year“ verliehen. Diese Auszeichnung wird jährlich vergeben und soll Sportler oder Mannschaften ehren, dessen Erfolge im vergangenen Jahr besonders von sportlicher Fairness und überragender Leistung geprägt waren.

Kommentator Al Michaels wurde 1980 für seine Reportagen der Eishockeyspiele im olympischen Turnier von Kollegen zum „Sportreporter des Jahres“ gewählt. Er wurde mit der Zeit zu einem der beliebtesten und geschätzten Sportkommentatoren des US-Fernsehens und bekam im Jahr 2004 für seine außergewöhnlichen Verdienste einen Stern auf dem „Hollywood Walk of Fame“ verliehen.

In den Jahren nach dem legendären Duell beider Teams konnte die UdSSR-Mannschaft, trotz dieser Niederlage, ihre internationale Dominanz im Eishockeysport aufrechterhalten und gewann bei den folgenden Turnieren jede weitere Begegnung gegen die USA.
Erst Anfang der neunziger Jahre änderten sich im Eishockey allmählich die Kräfteverhältnisse. Durfte bereits einige Jahre zuvor ein Teil der sowjetischen Eishockey-Elite in der nordamerikanischen NHL spielen (was für den ZSKA Moskau gleichzeitig das Ende der europäischen Vorherrschaft unter den Klubmannschaften bedeutete), verstärkte sich dieser Trend nach dem Ende der Sowjetunion deutlich. Dies hatte auch nachhaltigen Einfluss auf die Spielweise der russischen Nationalmannschaft als Nachfolger der UdSSR-Mannschaft, welche heutzutage stark vom körperbetonten Spiel in der NHL geprägt ist und sich kaum noch von der anderer Mannschaften unterscheidet.

Bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Winterspiele in Salt Lake City im Jahr 2002 trugen u. a. die Mitglieder des US-amerikanischen Eishockey-Teams von 1980 das olympische Feuer.

Die Benennung Miracle on Ice wird auch für ein anderes Eishockeyspiel verwendet, als die Weißrussen das hoch favorisierte Schwedische Eishockeyteam bei den Olympischen Winterspielen 2002 im Viertelfinale sensationell bezwangen.

Sonstiges

Unter dem Namen „Miracle on Ice“ wurde 1981 ein Film im US-amerikanischen Fernsehen ausgestrahlt, in welchem Karl Malden als Herb Brooks sowie Steve Guttenberg als Jim Craig zu sehen waren.

2004 wurde ein Kinofilm namens Miracle mit Kurt Russell in der Rolle des Herb Brooks realisiert.

In der Fernsehserie Akte X wird in der Folge 4.07 „Gedanken des geheimnisvollen Rauchers“ behauptet, dass die UdSSR das Spiel verlor, weil der „Raucher“ diese nicht als Sieger sehen wollte und deshalb den sowjetischen Torhüter bestach.

Bezug auf das Miracle on Ice nimmt auch die Zeichentrickfigur Marge in der Folge "Marges alte Freundin" der TV-Serie Die Simpsons. Am Ende der Folge stellt sie sich vor, wie ihr Leben verlaufen wäre, hätte sie als junge Frau den Beruf der Journalistin gewählt. Dabei sieht sie sich selbst, wie sie in den Fernsehnachrichten meldet, das Miracle on Ice habe nie stattgefunden.

Referenzen

Filme

Bücher

Offizielle Ergebnisliste der Olympischen Winterspiele 1980