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Kursk

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen werden unter Kursk (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Karte
DMS
Kursk
Basisdaten
Staat: Russland
Föderationskreis: Zentralrussland
Föderationssubjekt: Oblast Kursk
Gemeindeart:
Fläche: 190 km²
Einwohner: 406.400 (2005)
Bevölkerungsdichte:
Höhe: 200 Meter ü. NN
Postleitzahlen:
Telefonvorwahl: (+7) 4712
Geografische Lage: 51° 44 N, 36° 11' O Koordinaten: 51° 44 N, 36° 11' O
Kfz-Kennzeichen: 46
Stadtgliederung: 3 Stadtkreise
Adresse
der Stadtverwaltung:
Offizielle Website: http://www.kurskadmin.ru/
Politik
Oberbürgermeister: Wiktor Surschikow
Liste der Städte in Russland

Kursk (russisch Курск) ist eine Stadt im europäischen Teil Russlands.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Kursk ist Hauptstadt der Oblast Kursk und liegt rund 500 km südlich von Moskau unweit der Grenze zur Ukraine. Die Stadt, die vom Seim durchflossen wird, hat 408.446 Einwohner (Stand 2004).

Westlich der Stadt befindet sich ein Meteoritenkrater mit 5,5 Kilometern Durchmesser.

Stadtgliederung

Stadtkreis
(Gorodskoi Okrug)
Russischer Name Einwohner
1. Januar 2006
Bemerkung
Schelesnodoroschny Железнодорожный 70.014 Name von Schelesnaja Doroga (Eisenbahn)
Seimski Сеймский 149.143 Name vom Fluss Seim
Zentralny Центральный 186.342 Name bedeutet Zentralrajon

Quelle: Staatliches Statistikamt der Russischen Föderation

Geschichte

Kursk wurde etwa 980 als Festung der Kiewer Rus gegründet und 1032 das erste Mal urkundlich erwähnt, Ausgrabungen deuten jedoch auf eine Besiedlung zumindest seit dem 5. Jahrhundert vor Christus hin. Die Stadt war ein befestigtes Handelszentrum. 1237 wurde sie von den Mongolen völlig zerstört. Danach war die Stadt von mehreren kleinen Fürstentümern umkämpft, gehörte im 14. Jahrhundert zeitweise zu Litauen und kam erst 1508 zum Großfürstentum Moskau. Kursk wurde zur Festung ausgebaut und war bis zum 18. Jahrhundert den Angriffen der Polen (1611/12) und Krimtataren ausgesetzt. 1779 erhielt Kursk den Status einer Stadt. In den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts wurde Kursk zu einem Knotenpunkt im neu geschaffenen Eisenbahnnetz, was einen Industrialisierungsschub zur Folge hatte.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Kursk vom 4. November 1941 bis zum 8. Februar 1943 von der Wehrmacht besetzt. Bekannt ist die Schlacht bei Kursk (auch bekannt als Schlacht am Kursker Bogen) im Juli und August 1943, die größte Panzerschlacht in der Geschichte der Kriegsführung. Nach dem Krieg wurde die Stadt wieder aufgebaut und mit neuen Industriebetrieben versehen.

Wirtschaft

Heute ist Kursk eine bedeutende Verwaltungs- und Industriestadt. Die Eisenverarbeitung, die chemische und die Lebensmittelindustrie sind die wichtigsten Wirtschaftszweige. Daneben ist auch die Landwirtschaft von Bedeutung, da Kursk in der fruchtbaren Schwarzerderegion liegt.

Von besonderer Bekanntheit ist die Kursker Magnetanomalie (KMA), das weltgrößte bekannte Eisenerzbecken mit durchschnittlichem Eisengehalt zwischen 35 und 60 %.

In der Oblast Kursk liegt in der Nähe der Stadt Kurtschatow das Kernkraftwerk Kursk. Dort werden vier graphitmoderierte Reaktoren des Typs RBMK-1000 betrieben, dies sind Reaktoren, die auch im Kernkraftwerk Tschernobyl eingesetzt wurden. Die Reaktoren gingen zwischen 1977 und 1986 in Betrieb.

Weiterführende Bildungseinrichtungen

Söhne und Töchter der Stadt

Städtepartnerschaften

 Commons: Kursk – Bilder, Videos und Audiodateien